DAS REISEPROGRAMM
Samstag, 7. Juni 2008
Flug mit Icelandair von Frankfurt nach Keflavik, dem internationalen Flughafen von Reykjavik. Transfer zur Hauptstadt, Stadtrundfahrt und erster Abendvortrag von Dr. Wolfgang Brüstle.
Sonntag, 8. Juni
Mit dem Flieger zu den Westmännerinseln: Bei dieser Tagestour besichtigen wir den erkalteten Lavastrom auf Heimaey. Highlight des Tages ist eine Bootsfahrt um die Insel Surtsey, die erst vor 44 Jahren bei einem untermeerischen Vulkanausbruch aus dem Wasser auftauchte.
Montag, 9. Juni
Wir fahren zur geschichtsträchtigen Stätte im Nationalpark Thingvellir: In der Almännerschlucht hielten die Isländer früher ihre Volksversammlung ab. Die Schlucht ist auch geologisch interessant: Hier verläuft die Grenze zwischen der eurasischen und der amerikanischen Platte. Wasserfälle wie der berühmte Gullfoss und der Thjofafoss, Geysire, der Vulkan Hekla und das Erdwärme-Kraftwerk bei Bürfell säumen den weiteren Weg nach Landmannalaugar. Zweiter Abendvortrag von Wolfgang Brüstle.
Dienstag, 10. Juni
Wir wandern durch Lavafelder, vorbei an Dampfquellen, farbigen vulkanischen Felsen und Obsidian-Formationen. Sportliche können vom Gipfel des Blahnukur aus das Land überblicken.
Mittwoch, 11. Juni
An diesem Tag passieren wir Gletscher und durchqueren mit dem Geländebus die vulkanische Wüste im Landesinneren, um am Abend die Stadt Akureyri im Norden der Insel zu erreichen. Nach dem dritten Abendvortrag können wir mit etwas Glück die Mitternachtssonne genießen.
Donnerstag, 12. Juni
Das Gebiet um den Myvatn – den idyllischen Mückensee – bietet sich an für einen Tagesausflug. Wir bewundern vielfältige vulkanische Strukturen und besteigen den Vindbelgjarfall, um die Aussicht zu genießen. Dann erkunden wir den Pass Namaskard, wo schwefelhaltiger Dampf aus dem Boden quillt.
Freitag, 13. Juni
Der Flug zurück nach Reykjavik schließt den Kreis unserer Insel-Rundreise. Nachmittags können Sie auf eigene Faust die isländische Hauptstadt erkunden.
Samstag, 14. Juni
Wir verlassen die Insel von Keflavik aus, überqueren den Atlantik und landen nach einem kurzem Zwischenstopp in New York gegen 20 Uhr in Los Angeles.
Sonntag, 15. Juni
Los Angeles ist in vielerlei Hinsicht beeindruckend – auch geologisch: In „La Brea Tar Pits” im Herzen der Stadt sind Forscher dabei, Tierknochen der letzten Eiszeit aus einem See zähflüssigen Öls zu bergen. Sie haben bereits einen ganzen Säbelzahntiger ans Licht gebracht. Ein weiteres Highlight ist das berühmte J. Paul Getty Museum, das an die 50 000 Kunstschätze birgt. Außerdem lernen wir die Refugien der Reichen und Schönen kennen: Beverly Hills und das beliebte Santa Monica sowie Los Angeles’ Stadtteil Venice, der mit seinen Kanälen an das italienische Venedig erinnert. Am Abend erster Vortrag von Dr. Peggy Hellweg.
Montag, 16. Juni
Unser erster Tag an der San-Andreas-Verwerfung, deren Verlauf wir in den nächsten Tagen folgen werden. Parkfield gilt als bestüberwachtes Erdbebengebiet der Welt. Hier und an anderen immer wieder erschütterten Orten wie Fort Tejon, Carrizo Plain und Paso Robles finden wir Erdbebenspuren von einem Kampf der Giganten: Die pazifische Platte schiebt sich knirschend an der nordamerikanischen Platte vorbei.
Dienstag, 17. Juni
Auf unserem Weg nach San Francisco passieren wir das Pinnacles National Monument und anschließend den Ort Hollister, wo die Calaveras-Verwerfung von der San-Andreas-Verwerfung abzweigt. Dort können wir die langsame Verschiebung der Platten, das „ Kriechen”, beobachten – sichtbar zum Beispiel an den verbogenen Kanten von Bürgersteigen und an schiefwinkligen Hausfundamenten.
Mittwoch, 18. Juni
Wir wagen uns zur Hayward-Verwerfung, zur gefährlichsten geologische Störung an der Westküste der USA. Nicht weit entfernt ist das Berkeley Seismological Laboratory. Von Peggy Hellweg bestens geführt, werden wir bei der seismischen Überwachung der Welt zusehen. Die Folgen früherer Erschütterungen sehen wir an einem imposanten Beispiel: Die Bay Bridge wurde 1989 bei einem Erdbeben beschädigt und in 30 Tagen wieder aufgebaut. Trotzdem laufen bis heute die Arbeiten an einer neuen, erdbebensicheren Brücke – ein Experte vom Besucherzentrum erklärt uns, wie und warum.
Donnerstag, 19. Juni
Auf den Spuren von 1906: Welche Gebäude in San Francisco haben das gewaltige Erdbeben überstanden? Damals zerriss der Boden nahe des Point Reyes National Monument durch das Beben und die Stücke wurden um ganze sechs Meter gegeneinander versetzt. Wir sehen außerdem, wo die San-Andreas-Verwerfung ins Meer abtaucht und wie sie auf der anderen Seite der Golden Gate Bridge wieder an Land kommt.
Freitag, 20. Juni
Lust auf Shopping? Baden? Oder doch lieber ein kleines Programm mit Peter Hoffmann? Der ganze Tag steht zur freien Verfügung.
Samstag, 21. Juni
Nach einem freien Vormittag in San Francisco verlassen wir Kalifornien in Richtung Oregon und fliegen nach Portland, wo Peggy Hellweg zum Abendvortrag lädt.
Sonntag, 22. Juni
Zu Füßen des mächtigen Mount St. Helens kann einem schon mulmig werden. Er erhebt sich 2549 Meter über den Meeresspiegel und trägt eine enorme Explosionsenergie in sich – 1980 schleuderte er seine Asche 18 Kilometer hoch.
Montag, 23. Juni
Es gibt viel zu sehen um den Mount St. Helens: Schäden durch Vulkanausbrüche, Zeugnisse der sich erholenden Natur und sogar vulkanische Aktivität. Sie haben noch nicht genug von Vulkanen? Gut so, denn wir brechen auf zum Mount Rainier National Park.
Dienstag, 24. Juni
4395 Meter: Der Mount Rainier überragt alle anderen Gipfel des Kaskadengebirges. Nach einer leichten Wanderung im Nationalpark quartieren wir uns für die letzte Nacht auf amerikanischem Boden in Seattle ein.
Mittwoch, 25. Juni
Nach einem gemütlichen Frühstück fliegen wir mit United Airlines via Washington D.C. in knapp 14 Stunden zurück ins ferne Deutschland.
Donnerstag, 26. Juni
Ankunft in Frankfurt am Main gegen Mittag.





