Die Präsentation widmet sich damit einem weitgehend unbekannten Kapitel mitteleuropäischer archäologischer Forschungsgeschichte. Die gezeigten Objekte umfassen einen Zeitraum vom 10. Jahrhundert v. Chr. bis in das 7. Jahrhundert n.Chr. und geben Einblick in die vor- und frühgeschichtlichen Kulturen der Kaukasusregion und des nördlich anschließenden Steppenraumes. Vermittler dieser meist aus russischen Privatsammlungen stammenden Funde waren nicht selten Kunsthändler, die bereits in damaliger Zeit über Ländergrenzen hinweg einen internationalen Handel betrieben.
Aber auch Ausgrabungen konnten von europäischen Gelehrten und Museen, darunter der prähistorischen Abteilung der Königlichen Museen, durchgeführt werden. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen die Sammler und ihre Sammlungen, die Ausgräber und Forscher und die bereits damals existierenden internationalen Kontakte, die als Vorbild für ein neues Kapitel einer gemeinsamen europäischen archäologischen Forschung dienen können. Dabei werden auch die für einen damaligen Mitteleuropäer zum Teil abenteuerlichen Reisen und Bedingungen vor Ort thematisiert.





