Vor genau 300 Jahren, im Juni 1710, gründete August der Starke auf der Albrechtsburg in Meißen die erste Porzellanmanufaktur Europas. Nachdem Porzellan bis dahin aus Ostasien hatte importiert werden müssen, konnte das begehrte „weiße Gold“ für die höfische Tafel nun in Europa selbst hergestellt werden. Der Manufaktur in Meißen folgten rasch zahlreiche weitere Produktionsstätten. Bald drang das Porzellan auch in bürgerliche Kreise, und die Porzellanherstellung wurde zum entscheidenden Faktor des Aufstiegs in wirtschaftlich schwächeren Regionen wie dem Fichtelgebirge. Allein in der Stadt Selb gab es um 1900 rund 20 Porzellanfabriken. Das Jubiläumsjahr des europäischen Porzellans wird begleitet von zahlreichen Ausstellungen und anderen Veranstaltungen.