Im 14. Jahrhundert, einer gesellschaftlichen und religiösen Umbruchzeit, wurde in vielen Volkssprachen daran gearbeitet, die Bibel dem Verständnis der nicht lateinisch gebildeten Laien zugänglich zu machen. Noch etwas früher als die englische Übersetzung von John Wyclif, die tschechische von Jan Hus oder die niederländische des „Bijbelvertalers van 1360“ entstand das bis zu Luther umfassendste deutsche Projekt: Um 1330 erarbeitete der sogenannte Österreichische Bibelübersetzer eine kommentierte deutsche Fassung einiger Bücher des Alten Testaments, des Psalters und der Evangelien – ausführlich, detailliert und in sehr gut fasslichem, sprachlich elegantem Deutsch…
Autor: Prof. Dr. Martin Schubert





