Nachdem Rom 64 v. Chr. Syrien annektiert hatte, waren die beiden Kontrahenten direkte Nachbarn geworden. Der Euphrat bildete die natürliche Grenze. Die Parther hatten unter der Dynastie der Arsakiden im 3. Jahrhundert v. Chr. die Macht in Persien übernommen. Weite Teile des Vorderen und Mittleren Orients standen unter ihrer Herrschaft. Immer wieder hatten die machtpolitischen Rivalitäten zu kriegerischen Auseinandersetzungen in der sensiblen Grenzregion geführt. 53 v. Chr. erlitten die Römer bei Harran, im Südosten Anatoliens, eine der schwersten Niederlagen ihrer Geschichte. Zwar arrangierte Augustus 20 v. Chr. eine diplomatische Übereinkunft, doch blieb die Euphrat-Grenze auch in der Folgezeit eine dauerhaft neuralgische Zone.





