„Die Ernst Freiberger-Stiftung ehrt mit Ludwig Erhard eine Persönlichkeit, die unserem Land viel mehr gegeben hat als ein freiheitliches Wirtschaftssystem“, so Bundeswirtschaftsminister Brüderle. „Als die deutsche Demokratie auf wackligem Boden errichtet wurde, erwies sich Erhard mit seinem Wirtschaftsmodell als feste Stütze.“ Ludwig Erhard habe die Bundesrepublik ganz entscheidend geprägt. „Ludwig Erhard ist mit seiner Idee des Maßhaltens im Hinblick auf die heutige Wirtschafts- und Finanzkrise aktueller denn je“, begründete der Unternehmer Ernst Freiberger die Wahl des Kuratoriums der Stiftung. Ludwig Erhard gilt als Begründer der Sozialen Marktwirtschaft und Motor des Wirtschaftswunders in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg. Es war seine Überzeugung, dass marktwirtschaftliche Politik jederzeit sorgfältig auf die jeweiligen sozialen Verhältnisse abgestimmt sein und dafür sorgen muss, dass sich zugleich mit der Herstellung der marktwirtschaftlichen Ordnung auch die soziale Lage der Bevölkerung verbessert.
Das Porträt Ludwig Erhards hat zu Lebzeiten der Berliner Bildhauer Bernhard Heiliger (1915-1995) geschaffen. Heiliger war ein bedeutender Künstler der Nachkriegszeit, dessen Werk zwischen Figuration und Abstraktion reicht. In den 1950ern und frühen 1960ern erstellte er zahlreiche Portraitköpfe bedeutender Personen dieser Zeit. Mit ihren Denkmälern, die jeweils mit einer wissenschaftlichen Dokumentation begleitet werden, erinnert die Ernst-Freiberger-Stiftung an Persönlichkeiten, die sich in der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts durch herausragende Leistungen, besondere Beiträge zur Kultur Deutschlands oder durch mutiges und selbstloses Eintreten gegen staatliche Willkür hervorgetan haben. Bisher wurden auf der Straße der Erinnerung bereits geehrt: Ludwig Mies van der Rohe, Thomas Mann, Walther Rathenau, Konrad Zuse, Albrecht Haushofer, Georg Elsner und Edith Stein. Darüber hinaus gedachte die Ernst-Freiberger-Stiftung mit dem Denkmal „Wir sind das Volk“ allen, die mit ihrem gewaltlosen Widerstand gegen das SED-Regime geholfen haben, die Mauer zum Einsturz zu bringen. Der Gründer der Stiftung, Ernst Freiberger, ist Eigentümer der gleichnamigen Unternehmensgruppe mit Sitz in Amerang im Chiemgau, die in den Geschäftsbereichen Liegenschaften, Gesundheit sowie Hotellerie engagiert ist. Auch in Berlin ist das Unternehmen Freiberger engagiert. Nach dem ‚Spreebogen‘ wird derzeit das Forum Museumsinsel entwickelt. Hier revitalisiert das Unternehmen auf einem rund 32.000 Quadratmeter großen Areal gegenüber dem Weltkulturerbe Museumsinsel historische Bausubstanz aus drei Jahrhunderten Architekturgeschichte. Das Forum Museumsinsel ist eines der größten privatwirtschaftlichen städtebaulichen Revitalisierungsinitiativen in der Bundeshauptstadt.





