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Der Bischof und seine Kirche
Im Dezember 2024 wird die Pariser Kathedrale Notre-Dame nach dem verheerenden Brand von 2019 wieder eröffnet. Den Bau der berühmten Kirche hat im 12. Jahrhundert der damalige Bischof Maurice de Sully angeregt.
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Notre-Dame hat bisher 80 Könige, zwei Kaiser, fünf Republiken und eine Brandkatastrophe größten Ausmaßes überlebt. Die Bilder der brennenden Pariser Kathedrale haben sich tief ins kollektive Gedächtnis Europas eingegraben. Fast wäre das „Unserer Lieben Frau“ geweihte Kirchengebäude am 15. April 2019 ein Raub der Flammen geworden.
Die Betroffenheitsbekundungen nach dem Brand machten den symbolischen Stellenwert des Gebäudes deutlich. Der französische Staatspräsident Emmanuel Macron bezeichnete Notre-Dame etwa als „Teil unserer selbst“ („une part de nous“). Der damalige europäische Ratspräsident Donald Tusk sprach davon, die Kirche sei „Notre-Dame von Gesamteuropa“ („Notre-Dame de Paris est Notre-Dame de toute l’Europe“), und hat damit auf die geschichtliche Strahlkraft des Bauwerks weit über Frankreich hinaus verwiesen.
Als Zeichen des Mitgefühls läuteten am Folgetag der Katastrophe die Glocken von 18 europäischen Kathedralen, zu denen sich am nächsten Tag das Geläut sämtlicher Pfarrkirchen Frankreichs gesellte. Die große Totenglocke der Kathedrale selbst hatte nur wenige Jahre zuvor im Januar 2015 am Tag nach dem Anschlag auf die Redaktion von „Charlie Hebdo“ das große Schweigen unterbrochen, mit der die französische Nation ihrer Trauer über die Opfer islamistischer Gewalt Ausdruck verleihen wollte.
Die Spendenbereitschaft nach dem Brand war immens: Innerhalb weniger Tage kamen Hunderte Millionen Euro zusammen, die Restaurierungsmaßnahmen großen Stils ermöglichten. Wer hätte angesichts kollabierender Dachreiter und schmelzender Bleiabdeckungen vermutet, dass Notre-Dame in nur fünf Jahren wiedererstehen könnte?
Nachdem am 15. April 2019 der Alarm ausgelöst worden war, begann gemäß einem klaren Protokoll die Evakuierung der mobilen Kunstschätze. Die wichtigsten Stücke des Kirchenschatzes, die Reliquien von Dornenkrone, Kreuzesholz und Kreuznagel Christi, wurden zuerst gerettet. Es folgten in den Stunden und Tagen darauf weitere 1300 Artefakte, dazu großformatige Gemälde und kostbare Tapisserien. Ein Glück: Die großen Bleiglasrosetten aus dem 13. Jahrhundert blieben ebenso unversehrt wie die Hauptorgel.
Baubeginn der Kathedrale ist im Jahr 1163
Blicken wir zurück auf die Anfänge. Der Grundstein für die Kathedrale wurde im Jahr 1163 von Papst Alexander III. (1159 –1181) gelegt. Er befand sich zu diesem Zeitpunkt – einem Gegenpapst sei Dank – gerade in Frankreich, um dort um Unterstützung für seine Position zu werben.
Doch wer hatte im Vorfeld auf den Neubau der Kathedrale gedrungen? Eine Person lässt sich hier als treibende Kraft identifizieren: Maurice de Sully, Bischof der Stadt an der Seine. Die Kirchendichte im Bistum Paris war enorm: Es existierten 426 Kultstätten. Für 195 von ihnen besaß der Bischof das direkte Präsentationsrecht, für 236 weitere Kirchen und Kapellen waren Abteien und Kanonikergemeinschaften verantwortlich.
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Maurice wurde um 1120 in Sully-sur-Loire in bescheidene Verhältnisse hinein geboren. Seit 1140 besuchte er die Pariser Schulen, die Vorläufer der sich um 1200 konstituierenden Universität. Unterschriften auf einigen Urkunden belegen, dass er seit 1147 als Kleriker wirkte.
Sein eigentlicher Aufstieg begann im Jahr 1150, als er zum Domkanoniker ernannt wurde. Nur wenige Monate vergingen, als ihm mit dem Archidiakonat von Hurepoix eines der wichtigsten Ämter im Bistum übertragen wurde.
Nach dem Tod des hochangesehenen und aufgrund seiner Schriften (vor allem der „Sentenzen“, eines grundlegenden Handbuchs der Theologie) europaweit bekannten Bischofs Petrus Lombardus 1160 war es der ausdrückliche Wunsch von König Ludwig VII. (1137–1180), Maurice auf dem Pariser Bischofsthron zu sehen.
Die Konkurrenz um diesen Posten freilich war nicht zu verachten: mit Petrus Manducator (Pierre le Mangeur) stieg einer der gelehrtesten Männer der Zeit mit in den Ring – der Beiname „Manducator“ („Fresser“) verweist auf die ungezügelte Leselust und Buchaffinität des Konkurrenten.
Die Sache wurde wohl vom König selbst entschieden. Überliefert ist seine Empfehlung an die Kanoniker von Notre-Dame, die das Wahlgremium bildeten: „Entscheidet euch für denjenigen, der sich am eifrigsten um die Lenkung der Seelen sorgt; den gelehrtesten aber behaltet für die Leitung der Hohen Schulen“. So geschah es.
Während seiner Amtszeit erlebt Maurice de Sully sechs Päpste
Während seines langen Episkopats von immerhin 36 Jahren Dauer erlebte Maurice de Sully sechs Päpste, wobei er mit dem 1159 gewählten Alexander III. die intensivsten Beziehungen unterhielt. Als Bischof stand er an der Spitze von zehn offiziellen kurialen Gesandtschaften, durch die kircheninterne Streitigkeiten beigelegt werden sollten.
Die wichtigste dieser Missionen war eminent theologischer Natur. Maurice musste sich darin seit 1163 im Streit um den christologischen Nihilismus (wonach Jesus ohne menschliche Natur kein Individuum gewesen sein könne) positionieren. Fälschlicherweise schrieb man diese von der kirchlichen Lehre abweichenden Ideen seinem Amtsvorgänger Petrus Lombardus zu. Maurice selbst hatte also großes Interesse daran, das Problem zu lösen, um so eine postume Verurteilung des Lombarden wegen häretischer Irrlehren zu verhindern: Dies gelang.
Nicht nur als Vermittler und Diplomat überzeugte der Pariser Bischof. Er nahm sein Hirtenamt sehr ernst. Als erfolgreicher und geübter Prediger war es ihm etwa ein großes Anliegen, seinen Klerikern eine Predigtsammlung zur Verfügung zu stellen, aus der zur spirituellen und moralischen Unterweisung der Gläubigen geschöpft werden konnte.
Die wohl um 1170 verfassten 20 erhaltenen Predigten zeugen von seiner pastoralen Umsicht und Sorge. Bereits im Hauptprolog („Evangelistis evangelizare“) finden sich die drei Dinge analysiert, die für gute Priester von besonderer Bedeutung waren (und noch immer sind): moralische Integrität, (wissenschaftliche) Bildung und ausgeprägte Fähigkeit zur Predigt.
Für Maurice war der Priester, dem Beispiel Christi folgend, ein geistlicher Arzt, mit allem, was dies an theologischen Kenntnissen, Aufmerksamkeit für die Gläubigen und Eifer mit sich brachte – ein Arzt, der qua Predigt den Weg zum Heil aufzeigte und dem Sünder die Möglichkeit bot zurückzufinden.
Kulturgeschichtlich bedeutsame Details finden sich in diesen Predigten immer wieder, so etwa in einer Ansprache zur Kirchweihe, wo der zu diesem Anlass angebrachte Schmuck innerhalb des Gotteshauses – Wandteppiche, Banner, zusätzliche Kerzenbeleuchtung – explizit Erwähnung findet.
Die Predigten des Maurice de Sully geben somit Einblick in die bischöfliche Predigtwerkstatt unmittelbar vor den großen Umwälzungen, die im Bereich der Seelsorge mit den wegweisenden Beschlüssen des vierten Laterankonzils (1215) einsetzten und maßgeblich auch die zukünftige Predigtpraxis berührten.
Einer monastischen Institution auf dem linken Seineufer fühlte sich der Bischof in besonderem Maß verbunden: dem Augustinerchorherrenstift Sankt Victor. Dort standen ihm eigene Räumlichkeiten zur Verfügung. Ob er freilich noch kurz vor seinem Tod am 11. September 1196 offiziell Mitglied der Stiftsgemeinschaft wurde, ist umstritten. Seinen Besitz vermachte er jedenfalls neben Sankt Victor seinem Domkapitel und der Kollegiatskirche Saint-Germain-l’Auxerrois.
Nur drei Jahre nach seiner Wahl nahm Maurice de Sully das gewaltige Neubauprojekt in Angriff, dessen rasches Voranschreiten etwas über die Tatkraft der Erbauer verrät. Im Lauf von nur zwei Episkopaten, Maurice regierte bis 1196, sein Nachfolger Eudes bis 1208, war der Großteil der Arbeiten beendet.
Der Neubau ersetzte eine dem heiligen Stephanus geweihte Vorgängerkirche: eine fünfschiffige Basilika nach dem Vorbild von St. Peter und St. Giovanni in Laterano in Rom, die in etwa dort stand, wo sich jetzt der große Platz vor der Kathedrale erstreckt. Mit einer Länge von 70 Metern und einer Breite von 36 Metern gehörte der Bau zu den größten Gotteshäusern Galliens. Verglichen mit dem Steingebirge, das seit 1163 auf der Seine-Insel in den Himmel wuchs, nehmen sich diese Dimension jedoch fast bescheiden aus.
Der Bau sollte die wachsende Bedeutung von Paris widerspiegeln
Maurice de Sully dachte groß. Er wollte der zunehmenden Urbanisierung und der Herausbildung von Paris als Landeshauptstadt seit dem 11. Jahrhundert gerecht werden, und mit der Stadt wuchs sein eigenes Ansehen im Konzert der höchsten geistlichen Würdenträger des Königreichs. Zwar war er kein Erzbischof – Paris sollte erst 1622 zum Erzbistum erhoben werden –, doch brachte die Nähe zu König, Hof und Residenz eine herausragende Bedeutung mit sich.
Die neue Kathedrale wurde 40 Meter nach Osten versetzt. Unterschiedliche Bodenniveaus mussten zunächst nivelliert werden, damit die sechs Meter breite, direkt auf Notre-Dame zulaufende neue Straße, der Vorplatz und der Kirchenbau tatsächlich auch auf einer Höhe lagen. Aufgrund der Dimensionen des Neubaus musste die alte römische Wehrmauer im Süden durchbrochen werden: Der Chor wurde bereits jenseits dieser Wehrmauer errichtet.
Die Arbeiten schritten mit großer Geschwindigkeit voran. Der neue Chor (mit doppeltem Umgang) und die fünf Schiffe erstreckten sich schließlich über eine Länge von 122,5 Metern. Die Breite umfasste mehr als 40 Meter. Die Höhe der Gewölbe, die im Chorbereich 33 Meter erreichten, sorgten für allgemeines Staunen (die 49 Meter, die später im Chor der Kathedrale von Beauvais erreicht wurden, waren noch Zukunftsmusik). 5500 Quadratmeter wurden insgesamt überbaut.
In einem ersten Schritt erfolgte 1182 die Chorweihe durch den Kardinallegaten Henry de Marcy. Der Innenraum war gegen 1218 vollendet. Auch die drei reichausgestalteten Portale und die beiden 69 Meter hohen Türme konnten noch im 13. Jahrhundert fertiggestellt werden.
Gerne wüsste man etwas mehr über die Finanzierung des Bauvorhabens, dessen Dimensionen alles zuvor Dagewesene sprengten. Über eine etwaige finanzielle Beteiligung von Bischof und Kapitel in der Bauphase ist nichts bekannt, und inwiefern sich der französische König engagierte, bleibt ebenfalls im Ungewissen. Predigten, in denen zu Spenden für den Bau aufgerufen würde, sind nicht überliefert.
Bekannt ist, dass die Pariser Zünfte ihr Scherflein entrichteten. Die finanzielle Beteiligung zweier Gruppen war dabei hochumstritten: Sollte man das Geld von Wucherern und Dirnen akzeptieren? Sollte moralischer Rigorismus über finanzielle Notwendigkeit triumphieren? Man ahnt die Antwort: Auch die Beiträge der gesellschaftlich geächteten Gruppen wurden akzeptiert. Den Dirnen wurde es sogar gestattet, ein Farbfenster zu stiften.
Selbstverständlich setzte man auch auf den Zustrom von Gläubigen. Die Kathedrale war zunächst und vor allem der Ort, an dem Bischof und Kapitel zusammen Gottesdienst feierten. Unter Maurice de Sully amtierten zeitgleich 50 Kanoniker, von denen 37 über eigene Häuser an der nördlichen bzw. nordöstlichen Seite rund um den Kreuzgang der Kathedrale verfügten. Der Bischof selbst bewohnte östlich der Kathedrale eine eigene domus.
Notre-Dame wies nicht nur architektonisch in die Zukunft, sondern auch musikalisch. Denn wichtiger Bestandteil der Messfeiern war die Musik, die sich in Notre-Dame ausgesprochen avantgardistisch präsentierte. Im Übergang vom 12. zum 13. Jahrhundert entstanden monumentale Klangkonstruktionen, die dem von Maurice de Sully und seinem Nachfolger erbauten Gebäude ebenbürtig waren. Denn über dem bisher vorherrschenden gregorianischen Choral erhoben sich nun zwei, drei, ja vier Stimmen, ebenso kühn und raffiniert wie die hohen neuen Gewölbe. Diese „Schule von Notre-Dame“ bezeichnet eine entscheidende Etappe in der abendländischen Musikentwicklung.
Das Gotteshaus wird von einer Orgel beschallt
Orgeln sind in Notre-Dame ebenfalls seit einem frühen Zeitpunkt nachweisbar. Erste konkrete Hinweise auf ein Instrument stammen dabei aus der Zeit um 1330, wo sich in den Quellen der Verweis auf eine Schwalbennestorgel findet, die unterhalb eines Fensters im Hauptschiff hing. König Karl VI. zog unter dem Spiel dieses Instruments in die Kathedrale ein und stiftete 1394 sogar 200 Francs für dessen Reparatur („pro organis reparandis“).
Auf der Westempore wurde zum ersten Mal 1403 eine Orgel errichtet. Erhaltene Rechnungen der mittelalterlichen Bauhütte zeigen, dass dieses – und viele Nachfolgeinstrumente – immer wieder repariert und gestimmt wurden. Am selben Standort steht heute die (vom Feuer verschont gebliebene) weltberühmte, von Aristide Cavaillé-Coll 1868 errichtete und mehrfach erweiterte symphonische Großorgel.
Doch nicht nur zu den feierlichen Gottesdiensten versammelten sich große Menschenmengen. Mit Reliquien war Notre-Dame recht gut ausgestattet: 1108 hatte Anseau, Kantor des Kapitels vom Heiligen Grab in Jerusalem, der Kathedrale eine Kreuzreliquie überreicht. Diese wurde jedoch spätestens dann in den Schatten gestellt, als König Ludwig IX. („der Heilige“) mit der Sainte-Chapelle einen Kirchenbau errichten ließ, dessen Daseinszweck allein darin bestand, die von ihm vom Kaiser von Konstantinopel in drei Tranchen erworbenen Passionsreliquien Christi (darunter die Dornenkrone) zu bergen. Die 1248 geweihte Sainte-Chapelle fungierte dabei gleichzeitig als Palastkapelle.
Notre-Dame geriet so zwar hinsichtlich der Reliquien ins Hintertreffen, doch ihren Rang als Mutterkirche des Bistums Paris konnte ihr niemand streitig machen. Die Doppeltürme der Fassade waren architektonisch ebenso markant wie der Dachreiter, dessen Entstehung im 13. Jahrhundert sich der direkten Konkurrenz zum architektonischen Ensemble der nur wenige hundert Meter entfernten Sainte-Chapelle verdankt – ein Dachreiter, der ein Modell aufgriff und ins Monumentale steigerte, das am Reliquienschrein des heiligen Marcel im Chor der Kathedrale bereits verwirklicht worden war.
1220 wurde die oberhalb der Hauptportale angesiedelte Königsgalerie fertiggestellt. Sie umfasste 28, mehr als drei Meter hohe Statuen, bei denen es sich nicht um französische Könige (wie man in der Revolution glaubte und sie deshalb beherzt zertrümmerte), sondern um Propheten des Alten Testaments handelte. Dieses künstlerische Konzept erwies sich als anschlussfähig und sollte später von anderen Kathedralen aufgegriffen werden.
Keine grundlegenden Umbauten mehr seit dem Mittelalter
Nach dem 14. Jahrhundert gab es keine größeren Baukampagnen mehr, sondern nur noch einige Restaurierungsarbeiten, durch die freilich immer wieder auch massiv in die bauliche Struktur und künstlerische Ausstattung des Baus eingegriffen wurde. So ging etwa im 18. Jahrhundert der gesamte mittelalterliche Glasbestand verloren. Lediglich die drei großen Fensterrosen zeugen heute noch von der Qualität mittelalterlicher Glaskunst und vermitteln einen Eindruck davon, was es heißt, die edelsteinbesetzten Mauern des himmlischen Jerusalem symbolisch auf irdische Verhältnisse zu übertragen.
Vor dem Brand 2019 strömten jährlich 13 Millionen Touristen in die Kathedrale. Ganz einfach war dieser Ansturm niemals zu handhaben, galt es dabei doch stets unterschiedlichen Interessen gerecht zu werden. Während der Staat als Eigentümer des Gebäudes auf größtmögliche Offenheit und Durchlässigkeit setzte, war der katholischen Kirche als exklusiver Nutzerin daran gelegen, missionarische Chancen zu nutzen und auf das (mögliche) Verlangen von postchristlichen oder andersgläubigen Touristen zu reagieren, sich anrühren zu lassen und in Kontakt zur Kirche zu treten. „Orte der Begegnung“ sind gemeinhin aber weniger überlaufen.
An dieser durchaus widersprüchlichen Gemengelage wird sich auch nach der glanzvollen Wiedereröffnung und Neuweihe der Kathedrale durch den Pariser Erzbischof im Beisein des Staatspräsidenten am 8. Dezember 2024 nichts ändern. Alle aber dürfte die Überzeugung einen, sich in einem ganz besonderen, für die französische Geschichte überaus wichtigen Gebäude zu befinden, dessen Bedeutung weit über seine architektonische Hülle hinausgeht.
Notre-Dame ist mehr als ein von der historischen Forschung immer wieder bemühter „Erinnerungsort“ (lieux de mémoire). In der Pariser Kathedrale verdichtet sich ungeachtet der strikten Trennung von Kirche und Staat französische Identität.
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