Michel Bréal: Der Erfinder des Marathonlaufs - wissenschaft.de | DAMALS
DAMALS PlusGeschichte & Archäologie
Der Erfinder des Marathonlaufs
Als man daranging, die ersten modernen Olympischen Spiele 1896 in Athen zu planen, hatte der Deutschfranzose Michel Bréal eine geniale Idee: Warum sollte man nicht den Lauf des antiken Boten, der 490 v. Chr. den Athenern den Sieg von Marathon verkündete, als neue Disziplin einführen?
Sie haben noch 2 von 3 kostenlosen Artikeln übrig1/3
Die olympische Idee hat sich inzwischen zum Ereignis mit globaler Bedeutung entwickelt: ein riesiges Medienevent, kritisiert aufgrund der zunehmenden Kommerzialisierung und der Nähe zu autokratischen Regimen, gepriesen wegen des völkerverbindenden und dem Frieden verpflichteten Grundgedankens. Demnach soll allein der Sport im Mittelpunkt stehen. Neben dem fairen Kampf um die Medaillen in Gold, Silber und Bronze gilt: Dabei sein ist alles.
Auch wenn die olympische Bewegung ihre Unschuld in vielen Bereichen verloren hat, bleibt sie faszinierend, und nun, da nach 1900 die Olympischen Spiele zum dritten Mal in Paris ausgetragen werden, knüpfen die Franzosen an die Anfänge an, unter anderem mit einer großen Ausstellung im Louvre.
1894 fällt in Paris der Startschuss für die modernen Olympischen Spiele
Wieso stand gerade die französische Metropole im Zentrum der Neubelebung der berühmten Wettkämpfe der Antike? Das lag vor allem an dem französischen Pädagogen und Historiker Pierre de Coubertin (1863–1937), der die Idee hatte, die Olympischen Spiele wieder aufleben zu lassen. In Paris fand 1894 der erste Olympische Kongress statt, in dessen Rahmen das Internationale Olympische Komitee (IOK) gegründet wurde und bei dem die wichtigsten Prinzipien festgezurrt wurden, etwa die Austragung alle vier Jahre an wechselnden Orten.
Auch das Motto der Spiele, „citius, altius, fortius“ (wortgetreu übersetzt: „schneller, höher, stärker“; gebräuchlicher ist: „schneller, höher, weiter“) wurde damals festgelegt. Es geht auf den französischen Pädagogen und Dominikaner Henri Didon (1840 –1900) zurück. Michel Bréal, der uns gleich noch in einer anderen Rolle begegnen wird, setzte sich für diesen Dreiklang ein, als er beim ersten Olympischen Kongress in Paris neben seinem Freund Coubertin saß. Bréal hielt hier auch die allererste Rede dieser Veranstaltung, in der er das neue Motto erläuterte.
Michel Bréals wichtigstes Vermächtnis ist aber ein anderes: Er schlug vor, bei den ersten modernen Olympischen Spielen Läufer von Marathon ins Panathenäische Stadion nach Athen laufen zu lassen. Mit diesem Anknüpfen an die Antike wollte er der Neuauflage der Olympischen Spiele einen zusätzlichen historischen Anstrich geben.
In der Antike gab es den Marathonlauf als sportliche Disziplin nicht. Das namengebende Ereignis fand im Sommer des Jahres 490 v. Chr. statt. Damals standen sich in der Ebene von Marathon eine große Streitmacht der Perser und ein kleineres griechisches Heer unter der Führung Athens gegenüber. Den Griechen gelang es – laut den griechischen Chronisten völlig überraschend –, die Perser zu schlagen.
Nun mussten die in Athen zurückgebliebenen Alten, Frauen und Kinder, die bei einem Sieg der Perser deren weiteren Angriffen fast schutzlos ausgeliefert gewesen wären, sofort informiert werden, dass sie nicht zu fliehen brauchten und keine Angst mehr haben mussten. Die Aufgabe, die Nachricht zu überbringen, fiel einem Mann zu, der den Namen Pheidippides getragen haben soll. Er rannte, so schnell er konnte, von Marathon nach Athen. Dort angekommen, soll er nach dem Überbringen der Nachricht tot zusammengebrochen sein.
Mehr aus Geschichte & Archäologie
Weitere aktuelle Artikel aus der Rubrik Geschichte & Archäologie.
Am 7. April 1926 versuchte die irische Adelige Violet Gibson, den italienischen Faschistenführer Benito Mussolini zu erschießen. Doch was waren ihre…
Geschichte & Archäologie
Elefanten verraten wahrscheinliche Route Hannibals über die Alpen
7. Juli 2026
Welche Route nahm Hannibal, als er 218 vor Christus mit seinen Kriegselefanten die Alpen überquerte? Eine Studie hat den energetisch günstigsten Weg berechnet.
Die Athener erinnerten bereits in der Antike durch Läufe auf der historischen Strecke an dieses Ereignis. Insofern gab es bereits historische „Marathonläufe“. Aber diese waren nie als Wettkämpfe organisiert und sind bald wieder in Vergessenheit geraten. Es war das Verdienst von Michel Bréal, den Marathonlauf als Sportereignis neu zu erfinden. Wer war dieser Michel Bréal?
Als er 1894 seinen Auftritt auf dem Olympischen Kongress hatte, war er bereits ein anerkannter Akademiker. Bréal lehrte als Sprachwissenschaftler am Collège de France in Paris und etablierte eine eigene Forschungsdisziplin: die Semantik. Dahinter verbirgt sich die Lehre, wie die Bedeutungen von Worten zu verstehen, zu definieren und abzugrenzen sind. Seit dem 19. Jahrhundert hat die Semantik verschiedene Ausrichtungen erfahren, doch der Begriff begegnet uns selbst im Computer-Zeitalter noch: Beim semantic web geht es um die Zuordnung von mehreren Bedeutungen für denselben Begriff.
Geboren wurde Bréal am 26. März 1832 in Landau in der Pfalz, damals Teil des Königreichs Bayern. In seiner Geburtsurkunde steht als Name Michael Julius Alfred Breal. Er hatte einen Bruder und eine Schwester. Die Kinder gingen in Landau zur Schule, der Vater starb jedoch früh – Michael war da erst sieben Jahre alt.
Die Mutter zog mit den drei Kindern aus der Südpfalz ins 25 Kilometer entfernte Weißenburg (Wissembourg), heute die nördlichste Stadt im Elsass, dort wohnten Verwandte. Erst jetzt, jenseits der deutsch-französischen Grenze, wurde der Namen angepasst – Integration, wie sie damals üblich war. Aus dem deutschen Michael der Geburtsurkunde wurde ein Michel, aus dem Julius ein Jules, und das „e“ des Nachnamens erhielt, den Aussprachegepflogenheiten des Französischen gemäß, einen Akut beziehungsweise accent aigu.
Aber Michel Bréal hat den Kontakt zu Deutschland und der Pfalz zeitlebens nie aufgegeben. Er besuchte Landau häufiger (er hielt etwa engen Kontakt zu seinem hochgeschätzten alten Grundschullehrer). Nach dem Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71 war er zudem vermittelnd aktiv. Und 1908 schrieb er in der unter anderen von Hermann Hesse herausgegebenen Zeitschrift „März“ einen Beitrag mit einem sehr freundlichen, geradezu enthusiastischen Rückblick auf seine Jugend in der Pfalz.
Der Pfälzer startet eine erfolgreiche wissenschaftliche Karriere
In Frankreich gelang Michel Bréal eine außergewöhnliche Karriere und der Aufstieg in die höchsten Kreise der Weltstadt Paris. Eine frühe Forschungsarbeit des damals knapp über 30-Jährigen wurde mit einem Preis des Institut de France ausgezeichnet.
Im Alter von 36 Jahren wurde Michel Bréal Professor an einer der prestigeträchtigsten Hochschulen Frankreichs, dem Collège de France. Seine Disziplin war die vergleichende Sprachwissenschaft.
Ein erster großer Erfolg war für den geborenen Pfälzer die Entzifferung der „Eugubinischen Tafeln“ (heute gebräuchlicher ist „Iguvinische Tafeln“), vorrömischer Bronzetafeln aus dem italienischen Gubbio (Umbrien) mit rätselhaften Schriftzeichen.
Bréal legte in einer 1875 erschienenen Veröffentlichung dar, dass die Schrift Etruskisch ist, die Sprache aber Umbrisch. Der Text der Tafeln beschreibt einen mysteriösen Jupiterkult. Das war damals so spannend oder aufregend wie später die Entzifferung ägyptischer Königshieroglyphen oder alter Maya-Codes und machte über die akademische Welt hinaus Schlagzeilen.
Wie bekannt das Werk war, zeigt sich am Beispiel von Leo Tolstois Roman „Anna Karenina“ (1875 –1877). In der Geschichte verliebt sich die Titelheldin in einen anderen Mann und will ihren Ehegatten verlassen. Der will aber eine Scheidung keineswegs akzeptieren und schreibt Anna einen entsprechenden Brief. Tolstoi will deutlich machen, dass es Karrieregründe sind, die Alexei Karenins Handeln prägen – und nicht etwa die Liebe zu seiner Frau. Um die emotionale Gleichgültigkeit Alexeis darzustellen, lässt der Autor ihn unmittelbar nach dem Verfassen des Briefs – quasi unbeeindruckt von dessen existentiell erscheinendem Inhalt – in einem populären Buch blättern. Und welches Buch nimmt Karenin zur Hand? Es sind die nur wenige Jahre vor „Anna Karenina“ erschienenen „Eugubinischen Tafeln“ von Bréal.
In Italien selbst, wo man die Tafeln einst gefunden hatte, sorgte die Entzifferung der Artefakte für viel Begeisterung. Die Stadt Gubbio kürte Bréal zum Ehrenbürger. Später erhielt er die Ehrendoktorwürden der Universitäten von Bologna und Zürich. In Bologna fand die Auszeichnung im Rahmen der Feierlichkeiten zum 800. Gründungsjubiläum der ältesten Universität der Welt statt. Bréal erhielt den Ehrentitel gemeinsam mit dem ersten italienischen Nobelpreisträger Giosuè Carducci (1835 –1907).
In Frankreich ernannte man Bréal zum Kommandeur der Ehrenlegion. Darüber hinaus wurde er in die Académie française und in die Königlich Belgische Akademie der Wissenschaften aufgenommen. Er zählte zu den bedeutendsten Wissenschaftlern seiner Zeit.
Trotz der Meriten, die ihm seine Entzifferungen und Übersetzungen einbrachten, wird der Name Bréal heute in den Sprachwissenschaften meist mit einem anderen Forschungsgebiet verbunden: Er gilt als Begründer der Semantik als eigenes Fach. Sein Band mit dem Titel „Essai de sémantique“ erschien 1897 und wurde fast unmittelbar darauf ins Englische übersetzt; weitere Ausgaben erschienen auf Spanisch, Italienisch oder Portugiesisch – und schließlich auch in seiner deutschen Muttersprache.
Alte Sprachen und Mythen interessierten Bréal weiterhin. Selbst das letzte Buch, das er wenige Jahre vor seinem Tod geschrieben hat, befasste sich mit einem solchen Thema: Dort widmete sich Michel Bréal dem griechischen Dichter Homer.
Ein Geistesblitz steht am Beginn eines Mythos der Sportgeschichte
Seine Beschäftigung mit der Zeit der Antike brachte Bréal auch auf die „Erfindung“, für die er allgemein heute am bekanntesten ist: dem Marathonlauf.
In der Planungsphase der ersten Olympischen Spiele der Neuzeit 1896 in Athen schlug Michel Bréal seinem Freund Pierre de Coubertin vor, einen Läufer von Marathon nach Athen laufen zu lassen. Bréal selbst stiftete einen Pokal für den Sieger, auf dem auch sein Name eingraviert ist. Genau diesen Pokal versteigerte das Auktionshaus Christie’s im Sommer 2012 in London für 541 000 britische Pfund (mehr als 600 000 Euro). Dies ist der höchste Preis, der je für eine olympische Memorabilie gezahlt wurde (der bis dahin gültige Rekord lag bei lediglich etwa der Hälfte dieser Summe, die eine olympische Fackel von den Spielen 1952 in Helsinki eingebracht hatte).
Der Marathon-Gedanke war ein Zufall, ein eher beiläufiges Nebenprodukt eines intensiven Lebens voller Kultur, Geschichte und Mythen, aber auch nur möglich, weil Michel Bréal engen Kontakt zu vielen bedeutenden Menschen in der Weltstadt an der Seine hatte.
In einem Brief vom 15. September 1894 informierte Bréal seinen Freund Coubertin über seine Idee, einen Langstreckenlauf in Anlehnung an das historische Ereignis in das Programm der Olympischen Spiele aufzunehmen: „Da Sie nach Athen reisen, sollten Sie sich überlegen, ob Sie einen Marathonlauf auf dem Pnyx [Ort der athenischen Volksversammlungen] veranstalten können. Das wird ein antikes Flair haben. Wenn wir wüssten, wie lange der griechische Krieger gebraucht hat, könnten wir einen Rekord aufstellen. Ich für meinen Teil würde die Ehre beanspruchen, den ,Marathon-Pokal‘ zu stiften.“
Die Idee des Marathonlaufs ist aus heutiger Sicht natürlich der Kernpunkt des Schreibens, auch wenn es nur eines von mehreren Themen seines Briefes war – für Bréal war es damals vermutlich noch nicht einmal der bedeutendste Punkt.
Bréal schlug Coubertin zudem vor, die Olympischen Spiele mit der von Jules Simon vorangetriebenen internationalen Friedensbewegung zu verbinden. Simon (1814–1896) war ein früherer französischer Premierminister, der, obgleich grundsätzlich eher konservativ, gegen den immer stärker aufkommenden Nationalismus und die Kriegsbegeisterung ankämpfen wollte.
Bréal dachte taktisch klug: Man solle ein entsprechendes Ansinnen, sich mit der Friedensbewegung zu verbinden, aus dem Ausland heraus an das Olympische Komitee herantragen.
Gut vernetzt in der Pariser Elite
Pierre de Coubertin und Jules Simon sind natürlich nur zwei Beispiele für das enge und faszinierende soziale Geflecht um Michel Bréal. Sein ältester Sohn heiratete die Tochter des französischen Marineministers. Bréals Tochter war die Lieblingsschülerin des Komponisten César Franck; andere Komponisten wie Gabriel Fauré widmeten ihr Musikstücke, und sie heiratete den späteren Literatur-Nobelpreisträger Romain Rolland, einen weiteren Kämpfer für den Frieden und die deutsch-französische Aussöhnung.
Michel Bréal selbst war mit einer Deutschen verheiratet, Henriette Bamberger aus Mainz. Auch deren Familie reüssierte in Frankreich. Ihre Brüder waren Mitbegründer des Vorgängerinstituts der Paribas, der heute größten Bank Frankreichs. Einer der Brüder ging später nach Deutschland zurück und brachte seine Erfahrungen bei der Neugründung der „Deutschen Bank“ ein.
Das freundschaftliche und familiäre Umfeld von Bréal war extrem wohlhabend, aber eben auch fast idealistisch um Verständigung und Frieden bemüht – dazu passte die olympische Idee in ihrer ursprünglichen Form.
Der Kontakt mit Wissenschaftlern, Künstlern, Kaufleuten, Bankiers und Politikern prägte das Leben von Michel Bréal in Paris. Zu seinem Umfeld zählte nicht zuletzt auch Léon Blum 1872–1950), der spätere Ministerpräsident Frankreichs.
Michel Bréal war in diesem Umfeld kein Exot aus dem akademischen Elfenbeinturm, sondern geschätzter Ratgeber und Diskussionspartner. Einer der bedeutendsten französischen Politiker seiner Zeit, Jules Ferry (1832–1893), zunächst Bildungsminister und später ebenfalls Ministerpräsident (er führte in Frankreich die allgemeine Schulpflicht ein), engagierte Michel Bréal als seinen Berater. Der lehnte es zwar ab, ins Ministerium zu wechseln, denn er sah sich doch primär als Lehrer und Wissenschaftler, aber er half Jules Ferry in vielerlei Hinsicht.
So war Bréal dabei, als eine neue Universität gegründet wurde. Sie trug den Namen „École pratique des hautes études“, und Michel Bréal wurde dort gleich Gründungsprofessor und Dekan einer Fakultät – zusätzlich zu seiner Stelle am Collège de France. Der Name der neuen Hochschule deutete auch die Prioritäten Bréals an. Das Wort „pratique“ im Namen ist Verpflichtung. Die Studierenden sollten kein weltfremdes Wissen lernen, sondern relevante Kenntnisse für sich und für die Gesellschaft erwerben. Bréal war immer ein Bildungsreformer, der sich darum sorgte, dass seine Studierenden die bestmögliche Ausbildung erhielten.
Zu den Schülern des erfolgreichen Professors zählt beispielsweise Ferdinand de Saussure (1857 –1913), der Bréals „Semantik“ zur „Semiotik“ weiterentwickelt hat; Bréal gab ihm eine Stelle an der neuen École pratique des hautes études.
Der Traum von Versöhnung erfüllt sich nicht
Doch nicht alle Hoffnungen Michel Bréals erfüllten sich: Seine Versuche der Aussöhnung zwischen Deutschland und Frankreich waren nicht von Erfolg gekrönt. Schon der Krieg von 1870/71 war ein empfindlicher Schlag gewesen. Immer wieder bemühte sich Michel Bréal in den Jahrzehnten danach, der zunehmend kriegslüsternen Stimmung entgegenzuwirken. Er arbeitete kulturvermittelnd und übersetzte etwa die Werke deutscher Wissenschaftler ins Französische.
Zudem brachte er seinen französischen Landsleuten den großen deutschen Dichter Johann Wolfgang von Goethe nahe. Noch in der Zeit des Ersten Weltkriegs versuchte er, mit einer Initiative, die die Neutralisierung des Elsass und Lothringens vorschlug, den Druck aus dem überhitzten Kessel zu nehmen. Als Michel Bréal am 15. November 1915 starb, lag seine Welt in Trümmern, seine beiden Heimatländer standen sich in den Gräben des Ersten Weltkriegs gegenüber – das traurige Ende eines deutsch-französischen Gelehrtenlebens.
Vermutlich liegt in der deutsch-französischen Feindschaft auch ein Hauptgrund dafür, dass man diesen faszinierenden Landauer so lange vergessen hat. Zudem kam seine jüdische Herkunft als Ablehnungsgrund dazu. Ist die Präsenz eines Menschen aus dem allgemeinen Gedächtnis erst einmal verschwunden, erfordert es besondere Bemühungen, an den verflossenen Ruhm anzuknüpfen.
An das Leben von Michel Bréal zu erinnern erscheint heute passender denn je. Funktionierende deutsch-französische Beziehungen sind in einer Zeit, in der der Traum von Frieden und wirtschaftlicher Prosperität in Europa in Gefahr zu geraten scheint, ein zentrales Stützelement. In jedem Fall ist ein Teil der historischen Ausstellung, die der Pariser Louvre aus Anlass der Olympischen Spiele im Sommer 2024 organisiert hat, auch dem Leben Bréals gewidmet – des gebürtigen Pfälzers, dessen Idee noch heute nicht nur Profis, sondern auch Amateursportler in der ganzen Welt dazu bringt, monate-, wenn nicht gar jahrelang auf ein großes Ziel hinzuarbeiten: einen Marathon zu laufen.
DAMALS PlusGeschichte & Archäologie
Verhängnis auf Hawaii
6. Juli 2026
Auf seiner dritten Reise in den Pazifik verließ James Cook das Glück: Im Zuge einer gewalttätigen Auseinandersetzung mit Indigenen auf Hawaii wurde er getötet.
DAMALS PlusGeschichte & Archäologie
Der wache Blick der Aufklärung
2. Juli 2026
Im Alter von 17 Jahren brach Georg Forster gemeinsam mit seinem Vater zur zweiten Pazifikexpedition von James Cook auf. Sein Reisebericht liest sich…