Sein Wunsch war es gewesen, unter Olivenbäumen auf Mallorca begraben zu werden und nicht in der düsteren Kapuzinergruft in der Wiener Innenstadt, eingemauert im Kreis seiner erlauchten Familienmitglieder: Kaiser Franz Joseph und dessen Gemahlin Elisabeth, die legendäre Sisi, Kronprinz Rudolph, Maria Theresia und ihr Gatte Franz Stephan von Lothringen, seine Eltern Leopold II. und Maria Antonia sowie seine Geschwister. Aber so bestimmte es das Hofprotokoll: Erzherzog Ludwig Salvator, genannt Luigi, war von hochadliger Herkunft, ein Mitglied des österreichisch-ungarischen Kaiserhauses. Am 12. Oktober 1915 starb er während des Ersten Weltkriegs in seinem väterlichen Stammschloss Brandeis an der Elbe in Böhmen. 68 Jahre war er alt geworden. Kriegsbedingt fand die Überführung nach Wien erst drei Jahre nach seinem Tod statt.
Auf Mallorca spricht man vom „Arxiduc“, in Wien kennt ihn kaum jemand. In Miramar und Son Marroig, den ehemaligen erzherzoglichen Besitzungen an der Nordwestküste der größten Baleareninsel, können Besucher seine Wohnräume besichtigen. Straßen wurden nach ihm benannt, Wanderwege, Aussichtspunkte und Weine; auch Restaurants und Bars bedienen sich gern seines Namens. Im Museo Municipal des Kartäuserklosters in Valldemossa erinnert ein Gedenkraum an ihn. Valldemossa und der Erzherzog sind eng miteinander verbunden.





