Liberale Kräfte hatten sich vom 1846 gewählten Pius IX. Reformen erhofft. Doch das Gegenteil trat ein: Der neue Papst fiel durch Antimodernismus auf. Im Zuge der italienischen Einheits-bewegung drohte Pius IX. zudem der Verlust des Kirchenstaats.
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Selten wurde ein Konklave in Italien, aber auch weit darüber hinaus, mit höherer Spannung erwartet als im Juni 1846. Am Ersten dieses Monats hatte Gregor XVI. nach einem ultrakonservativen Pontifikat von anderthalb Jahrzehnten das Zeitliche gesegnet. Ging es nach dem Rhythmus, der sich seit März 1800 bei Papstwahlen etabliert hatte, dann musste auf einen reaktionären Papst jetzt ein „liberaler“ folgen. Die große Frage war, was das unter den gegenwärtigen Zeitumständen bedeuten würde: für die Katholiken in aller Welt, aber vor allem für Rom und Italien.
Der damals einflussreichste Politiker Kontinentaleuropas, der österreichische Staatskanzler Klemens Wenzel Fürst von Metternich, hatte Italien zu einem rein geographischen Begriff erklärt. Für italienische Patrioten aller Richtungen war das historische Blasphemie. Für sie war das Gebiet zwischen Alpen und Ätna ein heiliges Vaterland, das es nach jahrhundertelanger Fremdherrschaft zu heilen und im alten Glanz wiederherzustellen galt.
Die italienische Einheitsbewegung will den Papst auf ihre Seite ziehen
Über den Weg, den man zur Einigung einschlagen sollte, waren die Meinungen allerdings zutiefst gespalten. Für die Anhänger des piemontesischen Priesters Vincenzo Gioberti (1801– 1852) führte allein ein moderater Reformkurs in den verschiedenen Teilstaaten und deren lockerer Zusammenschluss unter der moralischen Führung des Papsttums zum Erfolg.
Für die städtischen Eliten Norditaliens musste der König von Sardinien-Piemont die Initiative ergreifen und die Halbinsel einschließlich Roms zu einer konstitutionellen Monarchie zusammenschließen, in der die Interessen einer auf der Grundlage von Besitz und Bildung
verschmolzenen Honoratiorengesellschaft den Ausschlag geben sollten.
Auf der linken Seite des politischen Spektrums verkündete seit den 1830er Jahren der national- und sozialrevolutionäre Prophet Giuseppe Mazzini (1805–1872) eine Einigung von unten. Diese sollte ohne fremde Hilfe durch einen Aufstand der Massen zustande kommen und ein neues Italien im Geist der Brüderlichkeit und der Solidarität und mit ihm einen Sozialismus ohne Klassenkampf entstehen lassen. Zu diesem Zweck mussten zuerst die alten Herren vertrieben werden: in der Lombardei und in Venetien das habsburgische Kaiserhaus, in der Toskana, in Parma und Modena österreichische Nebenlinien und im Süden die bourbonische Monarchie, die zwar seit 1734 regierte, sich aber nie wirklich „italianisiert“ hatte.
Die entscheidende Frage war nun, wie sich der neue Papst in diesem Spannungsfeld positionieren würde. Am 16. Juni 1846 wurde Kardinal Giovanni Maria Mastai-Ferretti vom Konklave zum Papst gewählt. Er gab sich nach seinem moderaten Vor-Vorgänger den Namen Pius IX. Für viele politische Beobachter war damit die Lage klar: Die Kirche hatte jetzt einen mit 54 Jahren jungen, den Zeittendenzen offener als seine Vorgänger gegenüberstehenden Oberhirten, und der Kirchenstaat in der Mitte Italiens einen Herrscher, unter dem sich vieles zeitgemäß verändern würde.
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Wer genauer hinsah, musste allerdings skeptischer gestimmt sein. Der neue Papst entstammte, wie manche seiner Vorgänger, dem kleinadligen Milieu des nördlichen Kirchenstaats, an dem nicht nur die Stürme, sondern auch die Ideen der Französischen Revolution spurlos vorbeigegangen waren. Zudem hatte er von Papst Gregor XVI. (1831–1846), dem Feind aller Neuerungen, den Kardinalshut verliehen bekommen, was selbst ein Minimum an fortschrittlichen Gesinnungen eigentlich ausschließen musste.
Was zwischen Sommer 1846 und Frühjahr 1848 im öffentlichen Diskurs in Italien folgte, ist als eine „Tragikomödie der Irrtümer“ und des konsequenten Missverstehens der jeweils anderen Seite bezeichnet worden. Doch davon kann bei näherem Blick auf die Dokumente der Zeit keine Rede sein. Wer die kirchlichen Verlautbarungen Pius’ IX. in diesen gut zwei Jahren zur Kenntnis nahm, erkannte sofort, dass dieser Papst kein Jota von den Positionen und Frontstellungen seines Vorgängers Gregor XVI. abwich.
Die Gegenwart war für Pius IX. weiterhin vom Virus der Revolution infiziert und dadurch Wahnideen vom Erkenntnisvorrang der Wissenschaft vor dem Glauben sowie Illusionen von allgemeinen Menschenrechten verfallen. Dies hatte schon Pius VI. (1775–1799) in den 1790er Jahren als „teuflische Verirrungen“ gebrandmarkt.
Dass ein großer Teil der italienischen Öffentlichkeit trotzdem an der Fiktion eines liberalen Pontifex festhielt, war also nicht primär Wunschdenken, sondern Absicht – Pius IX., der das Bad in jubelnden Menschenmengen offensichtlich über alles liebte, sollte dadurch diskret in die angestrebte politische Richtung gelenkt werden. So wurden Routinemaßnahmen wie die Amnestie, die nach jeder Papstwahl verkündet wurde und 1846 auch politischen Gefangenen zugute kam, zu liberalen Großtaten hochgejubelt.
Der Moment der Wahrheit ließ jedoch nicht lange auf sich warten. Seit Ende Januar 1848 schwappte eine revolutionäre Welle über Italien, und zwar von Sizilien bis in die Lombardei, wo die österreichische Herrschaft kurzfristig von einer revolutionären Bewegung gestürzt wurde, die im Geist Giuseppe Mazzinis auch die städtischen Mittelschichten zu mobilisieren vermochte.
Das Turiner Königshaus sollte nun die Einigung quasi von oben durchsetzen. Doch nach fünf Niederlagen gegen das habsburgische Heer zwischen Mai 1848 und März 1849 war dieser Traum geplatzt. Schon Ende April 1848 hatte Pius IX. diesen Bestrebungen seinen Segen schroff verweigert – Nation und Religion konnten sich aus seiner Sicht nicht gegen eine so katholische Macht wie das Habsburger Imperium verbünden.
Für die italienischen Patrioten war das Verrat, wie sie in hochtönenden Manifesten verkündeten. Giuseppe Mazzini hatte schon im September 1847 einen pathetischen Brief an Pius IX. gerichtet. Darin forderte er den Papst auf, im Namen Gottes, der der Märtyrer-Nation Italien die Mission zur Befreiung der unterdrückten Völkerschaften anvertraut habe, die Führung dieser von der Vorsehung vorgeschriebenen Bewegung zu übernehmen. Mazzini wusste allerdings genau, dass der Adressat dieser Botschaft als Haupt der universellen Kirche einer solchen Aufforderung nie und nimmer Folge leisten konnte.
Mit Pius’ Weigerung war für die Mazzinianer die Rechtfertigung für eine Revolution in Rom gegeben. Nachdem einer seiner Minister, der kosmetische Reformen einleiten sollte, im November 1848 erstochen worden war, floh der Papst in das zwischen Rom und Neapel gelegene Gaeta. In Rom rief derweil der selbsternannte Volkstribun Mazzini eine Republik aus. Obwohl er den kleinen Leuten die Enteignung von Großgrundbesitz in Aussicht stellte, fand er jedoch keinen großen Widerhall.
Mit französischer Hilfe wird die Revolution in Rom beendet
Lange konnte sich dieses revolutionäre Staatswesen daher nicht halten. Louis Napoleon, Präsident der zweiten Französischen Republik, schickte im Buhlen um die Unterstützung katholisch-konservativer Kreise seines Landes Truppen nach Rom. Mit Hilfe dieser wurde der Widerstand der Republikaner im Juni 1849 trotz verzweifelter Gegenwehr unter der Führung des Berufsrevolutionärs Giuseppe Garibaldi gebrochen. Die päpstliche Herrschaft war vorerst wiederhergestellt.
Für Papst Pius IX. hatte mit diesen Ereignissen nicht nur die Revolution, sondern das Zeitalter als Ganzes seine teuflische Fratze offenbart. Für ihn lagen die Gründe des Umsturzes in der Tiefe der Geschichte. Diese hatte aus seiner Sicht mit den Reformationen Luthers und Calvins im Geist der menschlichen Selbstüberschätzung, der Ablehnung gottgewollter Autoritäten und der Opposition gegen unverbrüchliche Glaubenswahrheiten einen immer fataleren Verlauf genommen.
So stand die Welt für den Papst jetzt am Scheideweg: zurück zu einer besseren Vergangenheit, wie sie sich im Mittelalter, etwa unter der ganzheitlichen, geistlichen und weltlichen Führung eines Papstes wie Innozenz III. (1198–1216) offenbart habe – oder vorwärts in den Abgrund aus Wissenschaftsgläubigkeit, Rationalismus und Nationalismus.
In diesem Sinne versuchte Pius IX. im nachfolgenden Jahrzehnt, Rom zum Freilichtmuseum eines idealisierten Alteuropas umzugestalten. Am deutlichsten und zugleich bizarrsten zeigt sich dieser Versuch, die Zeit zurückzuschrauben, in der Kirche Santa Maria sopra Minerva beim Pantheon. Dieses im gotischen Stil erbaute, aber wohl nicht „mittelalterlich“ genug wirkende Gotteshaus erhielt jetzt eine Innenausstattung aus neogotischen Architekturelementen und Ausmalungen. Die Fresken feierten den Triumph der Rechtgläubigkeit und – als Warnung an alle Abweichler – die segensreiche Aufsichtsfunktion der Inquisition.
In solchen Projekten, vor denen auch andere alte Kirchen wie Sant’ Agnese fuori le mura nicht verschont blieben, manifestierte sich zudem ein immer stärker ausgeprägter Personenkult des Papstes. Als in dieser spätantiken Basilika der Fußboden einstürzte und Pius IX. dabei unverletzt blieb, deutete er seine Unversehrtheit als ein Wunder und ließ seine „Errettung“ in Fresken verewigen.
Seit dieser Zeit mehrten sich daher die Stimmen, die die geistige Zurechnungsfähigkeit des Pontifex maximus in Zweifel zogen. Dieser selbst war aber mehr denn je davon überzeugt, von seinen Untertanen verehrt zu werden. Sorgfältig konzipierte Jubelreisen bestärkten ihn in diesem Glauben. Als Regisseure dieser Inszenierungen fungierten vor allem Jesuiten, die in der Umgebung des Papstes und allgemein an der Kurie immer mehr an Einfluss gewannen.
Zunehmende Kritik an der weltlichen Herrschaft des Papstes
Währenddessen geriet die Herrschaft des Papstes in der europäischen Öffentlichkeit immer mehr in Misskredit, nicht zuletzt durch tätige Mithilfe des piemontesischen Ministerpräsidenten Camillo Benso Graf Cavour (1810–1861), der entschlossen auf eine Vereinigung Nord- und Mittelitaliens unter der Führung seines Monarchen hinarbeitete.
An den Pranger gestellt wurden auf europäischen Kongressen und in der liberalen Presse vor allem die Härte der päpstlichen Justiz mit ihren zahlreichen Todesurteilen, auch gegen politische Oppositionelle, die Besetzung der höheren Staats- und Verwaltungsstellen mit Klerikern sowie der miserable Zustand des Gesundheits- und Bildungswesens.
Diese Rückständigkeit – so sah es die liberale Propaganda – konnte nur dadurch beseitigt werden, dass der weltlichen Herrschaft des Papstes ein Ende gesetzt und dessen Stellung auf die alleinige Hoheit über die Kirche beschränkt wurde.
Bedrohlich wurde die politische Lage für den Papst und seinen Staat schließlich im Frühjahr 1859. Cavour hatte den französischen Kaiser Napoleon III. (1852– 1870) zu einem gemeinsamen militärischen Vorgehen gegen die österreichische Herrschaft in Norditalien bewegen können.
Als diese Gebiete nach siegreichen Schlachten an Sardinien-Piemont fielen, gab es auch in den meisten Provinzen des Kirchenstaats kein Halten mehr. Unter Führung der örtlichen Honoratioren schlossen sich diese Gebiete 1860 reihenweise an das im Entstehen begriffene Königreich Italien an. Dieses wurde parallel zur militärischen Expedition Garibaldis in Sizilien und Neapel um den Süden des Landes vergrößert.
Pius IX. verhängt über Abtrünnige die Exkommunikation
Für den Papst waren diese nachträglich plebiszitär abgestützten Aktionen auf seinem Herrschaftsgebiet nicht nur schnöder Landraub, sondern, weit schlimmer noch, ein Verbrechen an der Kirche und damit an Christus. Folglich verhängte er über alle daran beteiligten Akteure feierlich die Exkommunikation. Damit war jede Aktivität zugunsten der nationalen Einigung für gläubige Katholiken unversehens zu einer schweren Gewissensprüfung geworden – waren sie bereit, für das neue Italien diesen Fluch der Kirche mit zumindest ungewissen Folgen im Jenseits auf sich zu nehmen?
De facto war der Staat des Papstes 1860 auf ein Restterritorium zusammengeschrumpft, das in Nord-Süd-Ausdehnung vom Lago di Bolsena bis Terracina reichte und nordöstlich vom Lauf des Tibers begrenzt wurde. Wirtschaftlich war dieses Gebilde weniger denn je lebensfähig, und auch politisch stand ihm nach Einschätzung der meisten politischen Beobachter keine große Zukunft mehr bevor.
Einer der wenigen Punkte, bei dem sich Mazzinianer und Cavour-Anhänger einig waren, betraf die Einschätzung, dass die nationale Einheit Italiens ohne Rom als Hauptstadt zum Scheitern verurteilt wäre. Für die Vordenker der beiden Lager sollte die Ewige Stadt mit ihrer an Triumphen reichen Geschichte im neuen Italien Ausstrahlungszentrum, Ansporn zu neuer Größe und dauerhafte Verpflichtung zu kulturellem Aufstieg zugleich sein.
Die Frage war nur, wann sich die Gelegenheit zu dieser von der nationalen Heilsgeschichte vorgeschriebenen Eingliederung bieten würde. Doch so lange konnte der neue Nationalstaat nicht warten, und so wurde das unvollständige Königreich Italien ohne Rom (und ohne Venetien) schon am 17. März 1861 aus der Taufe gehoben. Über der päpstlichen Herrschaft schwebte damit seit 1860 ein Damoklesschwert, nur die Präsenz der französischen Truppen verhinderte Schlimmeres.
Die ebenso abseitig stille wie atemlos angespannte Atmosphäre dieser Jahre hat der liberale, in Rom lebende deutsche Historiker Ferdinand Gregorovius (1821– 1891) in seinen Tagebuchaufzeichnungen und Briefen festgehalten. „Wir haben unterdeß merkwürdige Zeiten in Rom erlebt, und noch mehr steht uns bevor“, schrieb er am 12. Juli 1861 an den deutschen Diplomaten Hermann von Thile. „Wann werden doch Sie, mein verehrter Herr, das alte Rom wieder sehen? … Man baut mit Leidenschaft, aus Speculation auf die Invasion, von Italienern und Fremden, die mit der neuen Wirtschaft, so denkt man wenigstens, dort einziehen werden.“
Eine Enzyklika soll zum Befreiungsschlag werden
In dieser Zeit des ohnmächtigen Zuwartens schmiedete Pius IX. an der einzigen Waffen, die ihm verblieben war – 1864 erschien seine Enzyklika „Quanta cura“ („Mit welcher Sorge“) mit einem „Syllabus errorum“ („Aufstellung von Irrtümern“) überschriebenen Anhang. Beide zusammen sind eine umfassende Anklage gegen die Gegenwart und konsequente Absage an alles, was dem modernen, liberalen und nationalen Europa der Zeit heilig war.
Als gottlose Verirrungen gebrandmarkt wurden so: Gewissens-, Religions- und Pressefreiheit, staatliche Schulaufsicht, Zivilehe sowie jede weitere Zurückdrängung der Kirche aus dem öffentlichen Raum und deren Beschränkung auf den rein geistlichen Bereich. Im politischen Sektor verfällt das Prinzip der Volkssouveränität ebenso der Verdammung wie der Liberalismus mit seinem Grundsatz der konstitutionell garantierten Gewaltenteilung.
Hochgehalten wird dagegen das fürstliche Gottesgnadentum, das selbst in moderat konservativen Kreisen längst als kompromittierend galt. Nicht minder geharnischte Breitseiten werden gegen alle Spielarten des Rationalismus und jede Form einer rein wissenschaftlichen Welterklärung abgefeuert. Daraus entspringt – so der „Syllabus“ weiter – für den Papst die unauflösliche Verpflichtung, sich diesen zersetzenden Entwicklungen des Liberalismus und der modernen Kultur mit allen Kräften entgegenzustemmen.
Dass die Vertreter dieser Mächte und Strömungen den „Syllabus“ als Kampfansage verstanden, war nur logisch, denn genauso war er gemeint. Für das liberale und demokratische Europa war das Papsttum damit endgültig als eine Kraft der Beharrung, schlimmer noch: des entschiedenen Rückschritts demaskiert. Politisch hatten „Quanta cura“ und der „Syllabus errorum“ eine weitere Isolierung von Papst und Kirchenstaat zur Folge.
So kam es nach einigen Jahren, wie es kommen musste. Im Frühsommer 1870 spitzte sich der preußisch-französische Konflikt über die spanische Thronkandidatur eines Hohenzollern-Prinzen aus einer Nebenlinie so weit zu, dass unmittelbar mit dem Ausbruch kriegerischer Auseinandersetzungen gerechnet werden musste. Am 17. Juli erklärte Frankreich Preußen den Krieg und zog seine Truppen aus Rom zurück. Nach der französischen Niederlage bei Sedan und der Gefangennahme des Kaisers wurde am 4. September in Paris die Republik ausgerufen.
Wenige Tage später marschierten die Truppen des Königreichs Italien in den Rumpfkirchenstaat ein. Am 20. September eroberten sie die Porta Pia in Rom, wo Pius IX. seinen Schweizer Gardisten bewaffneten Widerstand befohlen hatte. Doch angesichts der feindlichen Übermacht wurden diese nach gut vier Stunden und vielen Todesopfern (19 bei den päpstlichen, 49 bei den italienischen Truppen) überrannt. Pius IX. erklärte sich daraufhin zum „Gefangenen im Vatikan“.
Die weltliche Herrschaft der Päpste schien damit für immer beendet. Gut zwei Monate zuvor hatte derselbe Papst, wie der nächste Beitrag zeigen wird, seine geistliche Macht zu vorher nie erreichten Höhen gesteigert.
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