Gefiltert durch die Eindrücke der Ich-Erzählerin, nimmt sie die Leser mit auf eine intellektuelle Reise durch „Seelenlandschaften“, schildert die Erfahrungen der Zeitgenossen und erkundet etwa, wie entschlossene Widerstandskämpfer, die in den NS-Konzentrationslagern gelitten hatten, wenig später zu begeisterten Anhängern Stalins werden konnten.
Entstanden ist eine Erzählung in „Nahsicht“, ein sehr persönliches Buch, das auch den Prozess der Auseinandersetzung der Historikerin mit der Vergangenheit und den Menschen, die ihr begegnet sind, deutlich macht. Das ist seine Stärke. Eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Thema sollte man sich aber nicht versprechen.
Rezension: Dr. Heike Talkenberger





