In der griechischen Stadt Syrakus auf Sizilien herrschte von 269 bis 215 v. Chr. der Tyrann Hieron II., zu dessen Untertanen auch ein berühmter Erfinder namens Archimedes (gest. 212 v. Chr.) zählte. Dessen Dienste nahm Hieron in Anspruch, als er einen Goldschmied verdächtigte, bei der Anfertigung einer goldenen Krone einen Teil des Goldes unterschlagen zu haben. Archimedes sollte einen Weg finden, die Reinheit der Krone zu überprüfen, ohne diese dabei zu beschädigen. Archimedes grübelte darüber nach, wie das Problem zu lösen sei, bis ihn im Badehaus die Erkenntnis traf: Als er beobachtete, wie sein in das Becken eintauchender Körper das Wasser verdrängte, wusste er, wie er den Goldgehalt der Krone bestimmen konnte. Nackt, wie er war, soll er sich auf den Heimweg gemacht und dabei gerufen haben: „Ich habe es gefunden! Ich habe es gefunden!“ (griechisch: „Eureka! Eureka!“).
So zumindest gibt der antike Gelehrte Plutarch (um 45 – um 125) die Anekdote wieder. Archimedes habe, indem er so dem Prinzip der Verdrängung auf die Spur gekommen sei, einen Weg gefunden, zu überprüfen, ob der Krone Silber beigemischt worden war oder nicht. Dafür musste er nur testen, wie viel Wasser ein Barren Silber und ein Barren Gold gleichen Gewichts verdrängten.





