von KATHARINA WEIGAND
Angesichts der ausgeprägten Abneigung, die Ludwig I. gegenüber allem Französischen empfand, hätte man vermuten können, dass der zweite bayerische König seit seiner Thronbesteigung 1825 vieles von dem rückgängig machen würde, was sein Vater und dessen Minister Montgelas auf den Weg gebracht hatten. Und tatsächlich revidierte Ludwig I. diverse Maßnahmen, so etwa, wenn er den bayerischen Kreisen, die gemäß französischem Vorbild nach Flüssen benannt worden waren, neue Namen gab, die stärker auf die bayerische Vergangenheit vor Napoleon verweisen sollten. Da wurde dann beispielsweise aus dem Isarkreis der Kreis Oberbayern, aus dem Untermainkreis der Kreis Unterfranken und Aschaffenburg.





