Er galt als eines der sieben Weltwunder: der Koloß von Rhodos. Die Riesenstatue des Gottes Helios bestand zum größten Teil aus Bronze. Nichts aber ist von ihr erhalten geblieben – sie wurde bei dem großen Erdbeben 226 v. Chr. zerstört und nicht wieder aufgerichtet. Das wertvolle Material, aus dem sie bestanden hatte, wurde ihr zum Verhängnis: Die Trümmer wurden einfach in schlechten Zeiten als Altmetall verkauft und eingeschmolzen. Kein Wunder also, daß man sich seit 500 Jahren über die Konstruktion und den Standort des Kolosses streitet. Der Bildband von Wolfram Hoepfner, Spezialist für Städtebau und Architektur der An?tike, bringt jetzt die neuesten Forschungen und Theorien. Hoepfner und seine Mitarbeiter entwickeln ein detailliertes Bild nicht nur von der Konstruktion der Statue auf Rhodos, ihrem mutmaßlichen Aufstellungsort und der Technik des Bronzegusses, son-dern beziehen auch andere griechische Kolossalstatuen mit ein. Die gelungenen Rekonstruktionen lassen das Weltwunder – fast – wieder auf?er?stehen.
Rezension: Talkenberger, Heike




