Der leise Siegeszug des Papiers - damals.de | DAMALS
DAMALS PlusGeschichte & Archäologie
Der leise Siegeszug des Papiers
Papier ist in Europa bereits seit dem 12. Jahrhundert belegt. Seit dem 14. Jahrhundert setzte sich das Schreibmedium zunehmend gegen Pergament aus Tierhäuten durch – sein Durchbruch begann damit schon deutlich vor dem Buchdruck.
Sie haben noch 2 von 3 kostenlosen Artikeln übrig1/3
Die Erfindung des Buchdrucks mit beweglichen Lettern, nach ihrem Schöpfer auch als „Gutenberg-Revolution“ bekannt, gilt den modernen Geschichtswissenschaften als eine der markanten Epochenzäsuren, die Mittelalter und Neuzeit voneinander scheiden. Schon Gutenbergs Zeitgenossen hatten auf diese „neue Art zu schreiben“ – wie der italienische Humanist Polidoro Virgili in den Jahren 1498/99 formulierte – mit großer Aufmerksamkeit, ja Euphorie reagiert.
Mit erstaunlicher Sensibilität, unseren heutigen Debatten über den Anbruch des digitalen Zeitalters vergleichbar, registrierten sie die gesellschaftlichen Auswirkungen der „Schwarzen Kunst“ auf Buchkultur und Bildung: So waren sie elektrisiert von der Massenvervielfältigung, lobten sinkende Buchpreise und eine wachsende Zahl an Lesern aus ärmeren Schichten; sie kritisierten aber auch die epidemische Verbreitung von Druckfehlern oder klagten über den wegbrechenden Arbeitsmarkt für Schreiber.
Ungleich leiser, geradezu unbemerkt vollzog sich demgegenüber die Einführung und Durchsetzung eines anderen neuen Schreibmediums, das die Forschung für Lateineuropa in die mittelalterlichen Jahrhunderte datiert – des Papiers. Zwar hat die Forschung die Verbreitung dieses neuen Beschreibstoffs oft in Zusammenhang gebracht mit der rapiden Ausweitung des Schriftgebrauchs, die sich in ganz Europa oft schon weit vor Gutenbergs Erfindung seit dem Hochmittelalter feststellen lässt. Ebenso einig ist man sich, dass Gutenbergs Kunst auf dem althergebrachten Pergament nie dieselbe Durchschlagskraft hätte entfalten können. Auffällig aber ist: Obwohl die mittelalterlichen Menschen den zum Teil immensen Anstieg an Schriftverwendung in ihrem Alltag durchaus wahrnahmen, erschien ihnen die Rolle des Papiers in diesem Prozess nicht bemerkenswert.
Über Jahrhunderte scheint der Ursprung des Papiers nur wenige zu interessieren
Dieses Desinteresse der Zeitgenossen hatte weitreichende Folgen für unser Wissen über Papier. Polidoro Virgili etwa, der in seiner oben zitierten Schrift „Über die Entdecker aller Dinge“ in einem systematischen Zugriff die Ursprünge aller menschlichen Kulturleistungen zu ergründen suchte, konnte neben der Druckkunst aus dem Bereich der Schriftkultur auch die Erfindungen des Alphabets oder des Pergaments berücksichtigen. Während er für deren Historie und kulturelle Bedeutsamkeit antike Quellen gefunden hatte, waren seine Recherchen über das Papier fruchtlos geblieben. So vermochte er lediglich zu konstatieren: „Später ist dann diejenige Art von Papier erfunden worden, welche wir heute benutzen“. Aus dem Blickwinkel der modernen Papiergeschichtsforschung ist dieser lapidare Satz dennoch beachtlich: So früh wie Polidoro Virgili ist kein zweiter Autor zu finden, der zumindest das neue Medium als solches sichtbar werden ließ.
Mehr aus Geschichte & Archäologie
Weitere aktuelle Artikel aus der Rubrik Geschichte & Archäologie.
In Südafrika wurden die rund 2,04 Millionen Jahre alten Schädelknochen eines Homo erectus entdeckt – es ist das älteste adulte Fossil dieser Art weltweit.
Geschichte & Archäologie
DDR profitierte stark von ihrer Wirtschaftsspionage im Westen
29. September 2026
Die DDR unterhielt eines der größten Wirtschaftsspionage-Programme weltweit - und profitierte messbar davon, wie nun eine Studie belegt.
Bis hinein ins 18. Jahrhundert änderte sich an diesem dürftigen Kenntnisstand nichts Wesentliches. In der enzyklopädischen Literatur wurde Polidoros Bemerkung vielmehr oft schlicht wiederholt. Und auch diejenigen Autoren, die sich umfassender für die Ursprünge und die Geschichte des Papiers interessierten, blieben zunächst auf oft krude Spekulationen angewiesen.
Ein Blick in Zedlers Universal-Lexikon – die „Wikipedia des 18. Jahrhunderts“ – zeigt, dass die Indizien für Papiergebrauch, die man aus der älteren Literatur schöpfte oder in den Bibliotheksbeständen entdeckte, lange kaum über das 15. Jahrhundert hinausreichten. Wiederholt zog man daraus den anachronistischen Schluss, die Papierherstellung sei genauso wie der Buchdruck und ungefähr zeitgleich mit ihm eine deutsche Erfindung.
Noch bis ins 18. Jahrhundert hinein war also in unseren Breitengraden unbekannt, dass das Papier eine zu diesem Zeitpunkt schon rund zwei Jahrtausende währende Geschichte besaß und dass die Wiege dieser Technik weit entfernt von Europa im antiken China stand. Ebenso war unbemerkt, dass der Beschreibstoff unseren Kontinent im späten 11. Jahrhundert erreicht hatte und damit über 300 Jahre vor dem Buchdruck und bald in wachsendem Maß verfügbar war. Nachhaltige Zweifel an den bisherigen Hypothesen konnten erst aufkommen, als sich neben den Bibliotheken auch die Archive breiter für die Geschichtsforschung öffneten und man dort auf immer ältere Papiere stieß.
Frühe Spuren des neuen Beschreibstoffs auf Sizilien
Heute gilt als frühestes erhaltenes Stück für das christliche Lateineuropa eine sizilische Papierurkunde der Gräfin Adelasia, Witwe des normannischen Großgrafen Roger I., aus dem frühen 12. Jahrhundert. Schriftzeugnisse belegen, dass ihr für Rogers Reich in Süditalien zumindest einzelne, heute verlorene Papiere aus dem ausgehenden 11. Jahrhundert vorausgegangen sein müssen.
Insgesamt bleibt die Quellenlage in dieser Frühzeit noch dünn. Seit dem zweiten Jahrzehnt des 13. Jahrhunderts jedoch häufen sich für ganz Italien die Nachweise. In vielen Kommunen wurden nun ganze Serien von Rechnungsregistern und anderen Amtsbüchern auf Papier geführt. Auch die Notare – Vielschreiber, die die Fülle der städtischen Rechtsgeschäfte zu dokumentierten hatten – setzten für die von ihnen verwahrten Bücher bald Papier ein.
Seit dem 14. Jahrhundert eroberte das Papier die Regionen nördlich der Alpen, auch hier zuerst in den herrschaftlichen bzw. städtischen Verwaltungen. Seit der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts wurde das Papier auch für die Buchherstellung immer wichtiger. In der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts schließlich wurden im süddeutschen Raum und in den Alpengebieten 85 Prozent aller erhaltenen Kodizes auf Papier geschrieben.
Nicht weniger fulminant wirkte sich – wie eingangs bereits bemerkt – die Erfindung des Buchdrucks um 1450 auf den Papiergebrauch aus: Wie die Forschung sowohl für den französischen als auch den deutschsprachigen Raum konstatiert hat, zog die Durchsetzung der „Schwarzen Kunst“ mit ihrem immensen Papierbedarf eine regelrechte Gründungswelle von Papiermühlen nach sich.
Dies führt uns zur Frage, woher die im mittelalterlichen Europa verwendeten Papiere eigentlich stammten: Die frühesten Blätter erreichten den Süden Europas über das Mittelmeer aus der Levante, die das Papier schon seit dem 8. Jahrhundert kannte. Erste Mühlen auf europäischem Boden sind seit dem 10. Jahrhundert auf der Iberischen Halbinsel mit dem Zentrum Xàtiva bei Valencia zu fassen. Auch sie zählten freilich in dieser Zeit noch zur islamischen Einflusssphäre – und sogar nach der Reconquista, der christlichen Eroberung Spaniens, wurden sie von muslimischen Facharbeitern weiter betrieben.
Schaut man auf das christliche Europa, so wurde die Papiermacherei spätestens mit dem Beginn des 13. Jahrhunderts zuerst in Italien heimisch. Zum wichtigsten Standort entwickelte sich schon früh Fabriano, ein Städtchen in den Marken, von dem seit dem 14. Jahrhundert ein beachtlicher Strom an „Arbeitsmigranten“ auch in viele andere ober- und mittelitalienische Regionen zog.
Papier aus Fabriano galt schon den Zeitgenossen als von besonderer Güte. Die moderne Forschung schreibt den dortigen Meistern außerdem gleich mehrere entscheidende Innovationen im Produktionsprozess zu, die langfristig den Erfolg der italienischen Papiermacher sogar gegenüber den älteren Konkurrenten auf der Iberischen Halbinsel und in der Levante begründeten. So verbesserten sie die Qualität und die Haltbarkeit des Papiers, zugleich machten sie aber auch die Fertigung effizienter, so dass Papier zur Massenware werden konnte.
Diese technologischen Innovationen im Verbund mit dem leistungsstarken italienischen Fernhandel also waren der Grund, weshalb die ober- und mittelitalienischen Papiermühlenreviere bis in die letzten Jahrzehnte des Mittelalters marktdominierend blieben. Trotzdem begann man aber auch noch vor 1350 nördlich der Alpen Papier zu schöpfen, zuerst in der Messe- und Residenzstadt Troyes in der Champagne, bald auch in weiteren französischen Gebieten.
Seit der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts arbeiteten in Troyes bereits bis zu zehn Papiermühlen. Ein besonderes Interesse an ihren Produkten hatte die nicht weit entfernte Universität Paris, die einige Papiermacher aus Troyes und aus Essonnes im Pariser Umland zu „papetiers jurés“ – das heißt, der Universität durch Eid verpflichtete Meister – ernannte.
Im deutschsprachigen Raum waren Großkaufleute aus Nürnberg, Basel und Ravensburg seit etwa 1390 Initiatoren der ersten Mühlengründungen. Das Bild, das man sich heute von diesen Vorgängen macht, wird dominiert von der Gleißmühle vor den Toren Nürnbergs, die der einflussreiche Nürnberger Patrizier und Unternehmer Ulman Stromer in eine Papiermühle verwandeln ließ und deren Gründungsgeschichte er in seinem „Püchel von meim geslecht“, einem Familien- und Geschäftsbuch, festhielt.
Auch dieses Beispiel zeigt, dass zu den Facharbeitern an der Bütte generell vermögende Fernhändler traten, die die Mühlengründungen und die Rohstoffversorgung finanzierten, vor allem jedoch für den von Anfang an weitgespannten Vertrieb verantwortlich waren.
Italien hat bei der Qualität von Papier lange die Nase vorn
Die Einführung der Papierproduktion im deutschen Sprachraum ist nämlich nicht damit gleichzusetzen, dass der Beschreibstoff nun zu einer lokalen Ware geworden wäre. Ein prominentes, aber keinesfalls einzigartiges Beispiel dafür bietet der Nürnberger Rat, der – wiewohl ihm der Papierunternehmer Ulman Stromer angehörte – das Papier für seinen Kanzleibedarf eben nicht aus der Gleißmühle vor den Stadttoren, sondern weiterhin aus dem fernen Italien bezog.
Die Marktdominanz der italienischen Mühlen ist außerdem auch an ihrer Durchsetzung in der islamischen Welt abzulesen: Bereits für die erste Hälfte des 14. Jahrhunderts sind auf der Iberischen Halbinsel arabische Texte nachweisbar, die auf italienischem Papier geschrieben wurden. Nach den folgenden Jahrzehnten wurde ihr Papier außerdem auch in hohen Stückzahlen in die Levante und den muslimischen Norden Afrikas exportiert.
Ein im heutigen Algerien beheimateter Rechtsgelehrter beschäftigte sich daher 1409 mit der Frage, ob frommen Muslimen das Schreiben auf von Christen gefertigten Papieren nicht verboten werden müsse – Anstoß erregt hatten vor allem die Wasserzeichen dieser Papiere, darunter christliche Kreuz-Symbole oder Darstellungen von Lebewesen.
Handwerker sind zu strikter Verschwiegenheit verpflichtet
Die fulminante Erfolgsgeschichte der von Fabriano in die Welt geschickten Papiere ist freilich erst durch die akribischen Quellenstudien der modernen Forschung aufgedeckt worden. Im christlichen Europa nahmen die Zeitgenossen nämlich selbst davon nur beiläufig Notiz, die Finanzgeber der Mühlen drangen sogar auf die Geheimhaltung ihres Know-hows, um sich keine Konkurrenten zu schaffen: Schon im frühesten bekannten Papiermachervertrag, der im Jahr 1235 in Genua geschlossen wurde, musste der Handwerker einen Eid zu striktem Stillschweigen leisten. Auch der Nürnberger Ulman Stromer legte, wie breite Passagen seines „Püchel“ belegen, ausdrücklichen Wert auf die Verschwiegenheit aller ihm verpflichteten Mühlenarbeiter bis hinunter zur einfachen „Lumpenreißerin“.
Insgesamt ist die Besonderheit dieses „Püchel“ wohl weniger in seinen Inhalten oder in Stromers Pionierleistung zu bestimmen, wie das die ältere Forschung tat, als vielmehr darin, dass es uns überhaupt überliefert wurde, während sich vergleichbare geschäftliche Aufzeichnungen andernorts schlicht nicht erhalten haben dürften.
Bis heute hat die Papiergeschichte für das mittelalterliche Lateineuropa also mit der außergewöhnlich kargen Quellensituation zu kämpfen. Exakte Angaben über die Zahl der Mühlen, ihre Laufzeiten, ihren Output, ihr Sortiment (das neben Schreib- auch in großem Umfang Packpapier umfasste) sind trotz der bis ins 18. Jahrhundert zurückreichenden Forschungsbemühungen in diesen Fragen nach wie vor nur schwer zu treffen.
Gerade die Frühzeit der Mühlen ist in den jeweiligen Großregionen oft nur noch über die Wasserzeichenforschung fassbar, während uns Schriftbelege fehlen; die Lokalforschung hat hier auf breiter Front oft geradezu kriminalistische Vorarbeiten geleistet, deren Synthese in Teilen noch aussteht.
In anderen Kulturen ist die Quellenlage wesentlich besser. Blickt man etwa in die islamische Welt des Mittelalters, so wird hier rasch ein ganz anderes, frühes und durchaus breites Interesse am Papier, seiner Geschichte und seinen Eigenschaften spürbar. Eine Durchsicht der einschlägigen Literatur (soweit in westlichen Sprachen verfügbar) hat mehr als 50 Autoren des 9. bis 15. Jahrhunderts ergeben, die uns in Enzyklopädien, Chroniken, Reiseberichten und sogar Gedichten erstaunlich differenziert über die Papierherstellung und bedeutende Papiermühlenreviere, über verschiedene Papierformate und -sorten, über deren jeweiligen Gebrauchswert bzw. spezifische Einsatzorte informieren. Der Autor al-Qalqashandi berichtet etwa im 14. Jahrhundert, dass das besonders dünne und leichte „Vogelpapier“ als besonders geeignet galt für die Taubenpost.
Bemerkenswert ist dabei nicht nur das detaillierte historische Wissen um die Herkunft des Papiers aus China und die Ursprünge der heimischen Papierherstellung in Samarkand. Erstaunlich ist auch die generelle Wertschätzung für diesen Beschreibstoff, dessen ästhetische und praktische Vorzüge man herausstrich.
In einem Zeugnis des nordafrikanischen Historikers Ibn Chaldun aus dem 14. Jahrhundert wird die Verbreitung von Papier sogar als Ursache benannt für die Ausweitung und Ausdifferenzierung der Verwaltung wie überhaupt des Schriftgebrauchs in dieser Zeit – für Ibn Chaldun war also das Papier das Medium für eine Revolution der Schriftkultur.
Im christlichen Europa finden sich solche Zeugnisse einer positiven Wertschätzung für Papier lange nicht – und das, obwohl sich das Papier still und leise trotzdem durchsetzte. In den wenigen Texten, die Papier überhaupt erwähnen, dominiert vielmehr die Bevorzugung des älteren Beschreibstoffs Pergament. Schon aus dem 12. Jahrhundert haben sich Belege erhalten, dass man auf Sizilien ursprünglich papierne Urkunden auf Pergament umschreiben ließ. Als Grund dafür ist die Sorge um ihre Haltbarkeit genannt.
Für Gesetzestexte ist Pergament noch lange die erste Wahl
Seit dem 13. Jahrhundert häufen sich schließlich Zeugnisse, die den Gebrauch von Papier für bestimmte rechtsrelevante Texte ganz verbieten. In der Forschung oft zitiert ist ein entsprechender Erlass des Stauferkaisers Friedrich II. aus dem Jahr 1231. Solche Forderungen wurden jedoch auch in den folgenden Jahrzehnten und Jahrhunderten vielfach wiederholt.
Oft mussten auch Notare in ihren Amtseiden explizit schwören, für die Ausfertigung ihrer Urkunden, die sie an die jeweiligen Vertragsparteien aushändigten, keinesfalls Papier, freilich auch keine altes, abgeschabtes Pergament, sondern nur neue Tierhaut zu verwenden. Und sogar im Bereich der Buchkultur blieb man skeptisch. Mächtige Buchliebhaber wie Federigo da Montefeltro, Herzog von Urbino, waren auch im späten 15. Jahrhundert stolz darauf, dass alle Bücher in ihren privaten Bibliotheken auf Pergament und nicht auf Papier geschrieben waren (auch Drucke wurden im Übrigen abgelehnt).
Zusammenfassend lässt sich festhalten: Sowohl in der islamischen Welt als auch in Lateineuropa fand das Papier faktisch vergleichsweise schnell und weit Verbreitung, sobald es im 8. bzw. 12. Jahrhundert bekanntgeworden war. Ein gewichtiger Unterschied liegt dagegen in der Wahrnehmung dieses Prozesses: Während man in der islamischen Welt eine erstaunliche Sensibilität für den Medienumbruch zum Papier bewies, überwog in Lateineuropa offenbar über Jahrhunderte hinweg die Skepsis gegenüber diesem Beschreibstoff, wenn er nicht sogar ganz unter der Wahrnehmungsschwelle der Zeitgenossen blieb. Von einer „Medienrevolution“ durch das Papier, wie sie das begeisterte Urteil Ibn Chalduns für die islamische Welt proklamiert, kann man für das christliche Europa demnach kaum reden; einen solchen Eindruck sollte erst der Buchdruck wecken.
DAMALS PlusGeschichte & Archäologie
Sesam, öffne dich!
25. September 2026
Ohne einen französischen Gelehrten und einen jungen Geschichtenerzähler aus Aleppo wären Ali Baba und Aladin vielleicht nie weltberühmt geworden. Die…
Geschichte & Archäologie
Neuentdeckte Befestigungsmauer könnte gallischen Ursprung von Paris belegen
24. September 2026
Archäologen haben in Paris erstmals Relikte entdeckt, die zu der von Julius Cäsar beschriebenen gallischen Siedlung „Lutetia“ passen.