Nach dem vergeblichen Versuch, Germanien bis zur Elbe zu erobern, blieb der Rhein – von der Nordsee bis zum Beginn des Limes beim heutigen Rheinbrohl (Landkreis Neuwied) – über 400 Jahre lang die schon von Caesar definierte Grenze zu den Germanen. Gleiches galt im Großen und Ganzen für den Verlauf der Donau, so dass das Römische Reich von der Nordsee bis zum Schwarzen Meer primär an Flussgrenzen endete.
Der Unterschied zu den Landgrenzen wurde dabei auch sprachlich deutlich. Während das Wort limes, ursprünglich ein Begriff der römischen Landvermessung für einen Weg zwischen zwei Grundstücken, sich über die Jahrhunderte als Synonym für die befestigten Landgrenzen etablierte, bezeichneten die Römer ihre Flussgrenzen als ripae, also als befestigte bzw. kontrollierte „Ufer“.





