Im Jahr 133 v. Chr. war die Bevölkerung der kleinen spanischen Stadt Numantia in einer ausweglosen Lage. Eine römische Armee hatte die Stadt eingeschlossen und belagerte sie schon seit Monaten. Dennoch weigerten sich die letzten Aufrührer der Iberischen Halbinsel lange, sich zu ergeben. Seit 154 v. Chr. hatten sie Rom im Zuge des Iberischen Krieges eine Niederlage nach der anderen zugefügt, doch nun war der Aufstand vorüber. Sklaverei und Tod warteten auf sie.
Unter den vielen ambitionierten Männern im römischen Heerlager war auch ein junger nordafrikanischer Prinz, der genau beobachtete, wie Rom vorging. Sein Name war Jugurtha (um 160 –104 v. Chr.). Er war beeindruckt von dem enormen Materialaufwand, der Logistik, der Effizienz und der Gnadenlosigkeit, mit der die Römer in Spanien vorgingen.





