Origines war gerade 17 Jahre alt, als sein Vater während der Christenverfolgungen enthauptet wurde. Seither war auch der Sohn von dem Wunsch getrieben, das Martyrium auf sich zu nehmen. Bald darauf unterhielt der junge Origines, weithin bekannt durch seine philosophische Bildung, in seiner Heimatstadt Alexandria eine Grammatikschule. Zudem begann er, auch die Heilige Schrift zu lehren und etliche Schüler zum Christentum zu bekehren. So auch Ambrosius, einen sehr wohlhabenden alexandrini-schen Bürger, der sein Mäzen wurde. „Zuchtmeister“ nannte ihn Origines in einem Widmungsschreiben, da Ambrosius den Widerstrebenden unaufhörlich zum Schreiben drängte. Durch seine zahlreichen Kommentare zur Bibel zählt Origines zu den bedeutendsten Theologen der alten Kirche. Dabei war er jedoch Angriffen seiner Kritiker ebenso ausgesetzt wie der Christenverfolgung unter Kaiser Decius, bei der er Folterungen über sich ergehen lassen mußte. Origines starb rund 70jährig im Jahr 254 n. Chr. in der an der Küste des heutigen Libanon gelegenen Stadt Tyros. Nach seinem Tod kam es zu heftigen Auseinandersetzungen um seine Lehren. Auf dem 5. ökumeni?schen Konzil 553 wurde sein Name schließlich unter die der Häretiker eingereiht; der größte Teil seines Werks wurde vernichtet.





