Sie sollte der Stolz der schwedischen Flotte werden: Am 10. August 1628 stach das prunkvolle Kriegsschiff „Vasa“ von Stockholm aus erstmals in See – nach nur einem Kilometer kippte es zur Seite und sank.
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Die Weltpresse hatte sich am Ufer auf leicht schwankenden Pontons versammelt, dazu zahlreiche Techniker, Archäologen und rund 400 geladene Gäste. Auf den Straßen entlang der Küste, vor allem auf den vor der Stockholmer Altstadt gelegenen kleinen Inseln Beckholmen und Kastellholmen, beobachteten tausende weiterer Zuschauer das Geschehen. Der Blick aller richtete sich auf eine Bergungsplattform vor der Küste. Dort heulten die Motoren der Winden auf, sie holten Stahltrossen ein, und langsam, ganz langsam kam die unter der Oberfläche des Hafenwassers verborgene Last nach oben.
Die Spannung unter den Anwesenden an jenem Morgen des 24. April 1961 stieg. Dann durchbrach unter dem Jubel der Zuschauer etwas die Wasseroberfläche: Es waren zwei Gesichter. Sie gehörten zu kleinen, kunstvoll geschnitzten hölzernen Figuren. 700 solcher Schnitzereien hatten einst das Schiff geschmückt, dessen Umrisse nun allmählich sichtbar wurden. Es war ein Kriegsschiff, aber auch ein Kunstwerk – vor allem aber Ausdruck des Machtanspruchs eines Mannes: des König Gustav II. Adolf von Schweden, der von 1611 bis 1632 regiert hatte.
Nach 333 Jahren fielen an diesem Tag im April 1961 erstmals wieder Sonnenstrahlen auf die „Vasa“, dieses Wunderwerk einer Epoche und zugleich das Menetekel der Verletzlichkeit seiner Schöpfer. Es dauerte Tage, bis das große Schiff vollständig gehoben, und Jahrzehnte, bis es vollständig konserviert und restauriert war.
Auch am 10. August 1628, als die „Vasa“ ihre unglückliche Jungfernfahrt antrat, war das Ufer wohl von Hunderten, wahrscheinlich Tausenden von Schaulustigen gesäumt gewesen. Stockholm bestand damals im Wesentlichen nur aus jener seit dem Mittelalter bewohnten Insel, die man heute als gamla stan, als Altstadt, oder als stan mellan broarna, als Stadt zwischen den Brücken bezeichnet. Nördlich davon auf Norrmalm und südlich auf Södermalm, und damit jenseits der Stadttore, befanden sich erst wenige Häuser und einige unbefestigte Wege.
Unter Gustav II. Adolf wird Schweden zum Machtfaktor
Doch so wenig eindrucksvoll die Stadt mit ihren gut 10 000 Einwohnern im 17. Jahrhundert einem Besucher aus London oder Paris erscheinen mochte – an den Höfen und Kanzleien der europäischen Mächte blickte man immer öfter unsicher, teilweise auch ängstlich nach Stockholm. Denn das Land, das bis kurz vor dieser Zeit keine Rolle in strategischen Bündnisüberlegungen gespielt hatte und im wahrsten Sinne des Wortes an der Peripherie lag, war zu einem Machtfaktor geworden – nicht zuletzt dank des Geschicks und des geradezu rastlosen Innovations- und Handlungsdrangs des schwedischen Königs Gustav II. Adolf.
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Und so fanden sich unter den Zuschauern an jenem Sommertag auch ausländische Gesandte. Sie waren gekommen, um in einem Zeitalter, in dem Macht-symbole eine große Rolle spielten, des kriegerischen Monarchen Manifest zu sehen: die „Vasa“. Den potenziellen Rivalen sollte das große Schiff mit seinen 64 Kanonen eine Warnung sein, den Verbündeten – vor allem im Heiligen Römischen Reich, das seit 1618 von einem erbitterten Krieg heimgesucht wurde – eine Versicherung: Protestanten, seid aufrecht – der Löwe aus Mitternacht ist bei euch!
Als 17-Jähriger war Gustav Adolf 1611 auf den Thron gekommen. Geerbt hatte er Konflikte und Bedrohungen aus praktisch allen Himmelsrichtungen. Das Schweden der Wasa-Dynastie war noch jung – sein Großvater Gustav I. Wasa hatte es praktisch in die staatliche Eigenständigkeit geführt, als er 1523 die Kalmarer Union auflöste. In diesem Bündnis hatten die dänischen Könige über Schweden geherrscht – wie wenig man sie schätzte, mag der Beiname des Letzten dieser dänischen Herrscher andeuten: Christian II., „der Tyrann“.
Dem alten Rivalen Dänemark wandte sich Gustav II. Adolf zuerst zu. 1613 gelang es durch den für Schweden wenig vorteilhaften Frieden von Knäred tatsächlich, den Konflikt mit dem westlichen Nachbarn beizulegen. Gustav Adolf – gekrönt wurde er 1617 – war kein absoluter Monarch, er musste in seinem Reich mit den Ständen kooperieren. Günstiger war der Frieden von Stolbowo im Jahr 1617, der den Konflikt mit dem zaristischen Russland beendete und Schwedens dominierende Stellung in jenem Teil der Ostsee festigte: Nicht nur Finnland gehörte zum Königreich der drei Kronen, sondern auch Ingermanland, die Region, in der 100 Jahre später St. Petersburg gegründet werden sollte.
Am langwierigsten war der Konflikt mit Polen, der sich – mit Unterbrechungen – über fast die gesamte Regierungszeit Gustav Adolfs hinzog. Es ging um weit mehr als um territoriale Ansprüche: Der polnische König Sigismund war ebenfalls ein Wasa-Spross, ein Cousin, allerdings ein katholischer. Sigismund hatte seine Ansprüche auf den schwedischen Thron nie aufgegeben, nachdem ihn der Reichstag in Stockholm und Gustav Adolfs Vater, Karl IX., 1599 außer Landes gejagt hatten.
Gustav Adolf, den ein späteres Zeitalter einen Workaholic genannt hätte, reformierte nicht nur Schwedens Verwaltung und sein Bildungswesen, sondern baute vor allem eine moderne, überwiegend aus Landeskindern – im Gegensatz zu den zeittypischen Söldnerheeren – bestehende Armee auf. Mit ihr gelangen ihm zahlreiche Erfolge, und sie galt in den späten 1620er Jahren als die beste Europas.
Mit dem Ausbruch des Dreißigjährigen Krieges 1618 vermischte sich das Ringen zwischen der katholischen Liga und der protestantischen Union und den hinter diesen stehenden ausländischen Mächten mit dem schwedisch-polnischen Konflikt. Es war 1629 schließlich Schwedens Verbündeter Frankreich unter Kardinal Richelieu, durch dessen Vermittlung im Vertrag von Altmark fast 30 Jahre Krieg zwischen Schweden und Polen endeten. Zu diesem Zeitpunkt wurde bereits über ein Eingreifen Gustav Adolfs in den großen Krieg in Deutschland spekuliert.
Ein Kriegsschiff wie kein anderes in der Ostsee
Diese politische Gemengelage war ein wesentliches Motiv bei jenem Rüstungsprojekt, das Gustav II. Adolf zunächst noch mit Blick auf den polnischen Rivalen begonnen hatte: dem Bau einer mächtigen Galeone als Flaggschiff der aus überwiegend kleinen Einheiten bestehenden und wiederholt recht glücklosen schwedischen Flotte. Und selbstverständlich würde das Schiff, das erste einer fünf Einheiten umfassenden Baureihe, den Namen der Dynastie des Königs tragen, in schwedischer Schreibweise: „Vasa“.
Der Auftrag ging Anfang 1625 an den aus den Niederlanden stammenden Schiffsbaumeister Henrik Hybertson, der die Vollendung seiner Schöpfung nicht erleben sollte, da er bereits 1626 starb. Die Legende, dass Gustav Adolf bei dem bereits in Bau befindlichen Schiff auf Änderungen bestanden habe, wie etwa der Einrichtung eines zweiten Kanonendecks, ist wohl unwahr. Die „Vasa“ dürfte von Anfang an so geplant gewesen sein, wie sie dann gebaut wurde: Ihre immense Feuerkraft sollte sie allen anderen in der Ostsee operierenden Schiffen überlegen machen. Allerdings zu einem hohen Preis: Die vielen Kanonen und das sehr hohe Achterkastell machten das Schiff topplastig – das heißt, der Schwerpunkt verschob sich nach oben, wodurch es instabil wurde.
Was in Skeppsgården, einer kleinen Halbinsel gegenüber dem Stockholmer Schloss, auf der Spezialisten und Handwerker aus unterschiedlichen Ländern Schiffe und Boote bauten und reparierten, zwischen 1626 und 1628 heranwuchs, versetzte die Stockholmer Bürger in Erstaunen. Das Heckkastell war höher als manche Wohnhäuser der Stadt, die Masten ragten regelrecht in den Himmel (ihre Gesamthöhe betrug mehr als 50 Meter).
Fast noch faszinierender indes als die Größe des regalskeppet, des königlichen Schiffes, war die verschwenderische Farbenpracht, die künstlerische Ausstattung, die nicht für den Krieg bestimmt war, sondern vom Glanz des Landes und der Macht seines Königs künden sollte.
Drei Meter lang war der Löwe am Bugspriet, doch noch imposanter wirkten auf die Zeitgenossen die geschnitzten Szenen am hochaufragenden Heck: Hier fanden sich biblische Gestalten wie die des Gideon, der die Israeliten gegen zahlenmäßig überlegene Feinde zum Sieg führte, und des David, der bekanntlich den Riesen Goliath erschlug.
Keinem Betrachter mit Kenntnis des Alten Testaments dürfte die Botschaft entgangen sein: Abermals stand jemand bereit, gegen vermeintlich Größere ins Feld zu ziehen. Und ganz oben am Heck fand sich schließlich eine geschnitzte Version dieses Helden der Glaubenskriege: Gustav II. Adolf – etwas jünger als er 1628 war (und etwas schlanker) – mit ausgebreiteten Armen, der über dem schwedischen Reichswappen wacht.
Die Mehrzahl der Skulpturen wurden vom Meisterbildschnitzer Mårten Rettmer erschaffen. Zu den anderen an dem großen Projekt arbeitenden Künstlern zählten der Holländer Johan Thesson und der Deutsche Hans Clausink. Die hölzernen Reliefs und Skulpturen waren überwiegend in auffallenden, lebhaften Farben bemalt. Das ergaben moderne Analysen von mehr als 1200 erhaltenen Pigmentresten durch den Konservator und Kunstwissenschaftler Peter Tångeberg.
Wann immer die „Vasa“, so das Kalkül ihrer Schöpfer und vor allem des Königs, in einem fremden Hafen anlegen würde, sollten die Menschen Schwedens Macht und Kultur bestaunen. Und dabei vergessen machen, dass es eigentlich noch immer ein bitter armes Land war.
Die Schiffbauer vernachlässigen die Stabilität der „Vasa“
Weit weniger beeindruckend als das Œuvre der Künstler war die Leistung der Konstrukteure in Bezug auf die Seetüchtigkeit des Schiffes, vor allem seine Stabilität. Rund einen Monat vor der geplanten Jungfernfahrt im Sommer 1628 ließ Kapitän Söfring Hansson in Gegenwart seines Befehlshabers, Admiral Clas Larsson Fleming, einen Test durchführen: 30 Mann der Besatzung liefen auf dem oberen Geschützdeck auf Befehl gleichzeitig von der Backbord- zur Steuerbordseite und zurück. Dies war dreimal geschehen, als Fleming die Übung abbrechen ließ – das Schiff schwankte so stark, dass der Admiral ein Kentern befürchtete.
Folgen hatte das unheilverkündende Experiment nicht. Fleming gab später an, sicher auch zum eigenen Schutz, dass Gustav Adolf vom polnischen Kriegsschauplatz in einer wahren Briefflut auf die baldige Indienststellung des Schiffes gedrungen habe.
Diese sollte am 10. August erfolgen. Hansson hatte das Kommando über etwa 150 Besatzungsmitglieder, von denen einige mit Familienangehörigen an Bord waren. Später sollte das Schiff rund 300 Soldaten aufnehmen und über die Ostsee bringen. Das Ziel der Jungfernfahrt war der Flottenstützpunkt Älvsnabben in den Stockholmer Schären.
Zunächst bewegte sich die „Vasa“ per Warpanker (auch Schlepp- oder Wurfanker genannt) fort. Bei dieser Methode, die im Hafenbereich oder bei Windstille eingesetzt wurde, brachte ein Beiboot den Anker weit vor dem Schiff aus, dieses konnte dann mit einer Winde in Richtung des Ankers gezogen werden.
Auf diese Weise glitt sie an der Ostseite der Innenstadt und damit am königlichen Schloss vorbei, bejubelt von den dort versammelten Stockholmern. Nahe den Klippen von Södermalm ließ Hansson vier der insgesamt zehn Segel setzen und Kurs Richtung Osten nehmen. Die Geschützpforten standen offen, die Kanonen feuerten Salut. Die „Vasa“ segelte für rund 15 Minuten und legte etwas mehr als einen Kilometer zurück, als eine Bö die Segel aufblähte und die „Vasa“ beträchtlich schwankte.
Kurz darauf kam ein zweiter Windstoß, heftiger – und tödlicher. Die „Vasa“ legte sich zur Seite, Wasser drang durch die Geschützpforten. Dann ging alles schnell: Innerhalb weniger Minuten sank das Schiff, nur die Spitzen der Masten ragten noch aus dem „Ström“, dem salzigen Teil der Gewässer um Stockholm.
Einige Besatzungsmitglieder klammerten sich an die Masten und wurden wie die im Wasser Treibenden von herbei-eilenden Booten gerettet. Rund 30 Menschen auf dem Unterdeck und tief im Inneren des Schiffes konnten nicht mehr entkommen. Die „Vasa“ wurde zu ihrem Grab.
Natürlich gab es nach der Katastrophe eine Untersuchung, doch schuldig gesprochen wurde niemand. Denkwürdig war die Antwort eines der Baumeister, Arendt de Groote, auf die Frage, warum die „Vasa“ gesunken sei: „Nur Gott weiß es.“
Dass mit Gustav Adolf der Monarch persönlich die Pläne gesehen, die Abmessungen studiert, die Ausrüstung teilweise selbst angeordnet und allem sein Placet gegeben hatte, war für die Beteiligten ein Segen, wenn nicht gar eine Lebensversicherung.
Der König betrat zwei Jahre später deutschen Boden und ritt als unvergessener Held des Protestantismus seinem Ruhm entgegen. Enthusiasmus, so nannte es der Historiker Nils Ahnlund, war bei ihm der Normalzustand. So auch am 6. November 1632 bei Lützen, wo der kurzsichtige Herrscher die Orientierung verlor und von Wallensteins Soldaten getötet wurde.
Zahlreiche Kanonen der „Vasa“ wurden bald nach der Katastrophe aus dem Wrack geborgen. Sie kamen auf anderen Kriegsschiffen zum Einsatz. Irgendwann vergaßen die Menschen in Schweden, wo genau das Flaggschiff Gustavs II. Adolf gesunken war.
Ein Hobbyarchäologe entdeckt 1956 das berühmte Wrack
Das änderte sich, als Mitte der 1950er Jahre der Marinetechniker und Hobbyarchäologe Anders Franzén sich auf die Suche nach dem berühmten Schiff begab. Franzén war davon überzeugt, dass im Brackwasser des Stockholmer Hafens Teredo navalis, der Schiffsbohrwurm, nicht lebensfähig ist und das Wrack daher recht gut erhalten sein könnte.
Mit einem Motorboot suchte er zunächst an der von Historikern vermuteten falschen Stelle. Am 25. August 1956 zog er sein Handlot wieder einmal vom Grund des „Ström“ nach oben: An ihm haftete ein kleines Holzstück, das erkennbar alt war. Für Franzén und andere Experten bestand kein Zweifel, dass die „Vasa“ gefunden war.
Franzén wurde zum Lobbyisten der „Vasa“, ihrer Bergung und ihrer Konservierung. Ihm gelang es, Unterstützung durch die schwedische Marine, durch Firmen und Sponsoren und natürlich auch durch den aktuellen König zu gewinnen. Letzterer trug den Namen seines berühmten Vorfahren, doch Gustav VI. Adolf (1950–1973) war ein völlig friedlicher Mensch – und ein begeisterter Hobbyarchäologe.
Taucher gruben in rund 1300 Einsätzen sechs Tunnel unter dem Rumpf der „Vasa“, durch welche Stahltrossen gelegt wurden. Viele Teile des Schiffes wie der als Galionsfigur dienende Löwe wurden separat geborgen. Das ganze Land nahm Anteil an dem Projekt, das fast vier Jahre dauerte. Als am 5. September 1958 eine erste Kanone gehoben wurde, unterbrach der schwedische Rundfunk sein Programm und schaltete live zur Bergungsstelle.
Die Stahlwinden zogen die „Vasa“ in insgesamt 18 Anhebungen aus der ursprünglichen Liegestelle in 32 Metern Tiefe stetig ein Stück weit höher. Taucher brachten zahlreiche Ausrüstungsgegenstände und Einzelteile nach oben, um das Gewicht des Wracks zu reduzieren – und schlossen mit mehr als 300-jähriger Verspätung endlich die Geschützpforten.
Als der letzte Akt der Hebung anstand, waren neben den Beteiligten und den Zuschauern vor Ort Millionen von Schweden vor den Fernseh- und Radiogeräten dabei. Am Montag, 24. April 1961, um 9.03 morgens, war es soweit: Die „Vasa“ schickte sich an, in ihren Hafen zurückzukehren.
Das Holz wurde zur Konservierung über viele Jahre mit Polyethylen-Glykol besprüht. Die weggerosteten Metallteile wie Nägel und Schrauben ersetzte man durch neue. Die Schäden von mehr als drei Jahrhunderten im Schlamm und durch den lebhaften Schiffsverkehr direkt über dem Wrack, dem die Masten zum Opfer gefallen waren, wurden in sorgsamen und authentischen Restaurierungen behoben.
Vor allem aber gewährten die laut Zählung des „Vasamuseet“ – des Museums, in dem das Schiff heute zu sehen ist – rund 30 000 Artefakte, mit denen sich Archäologen und Historiker über Jahre beschäftigten, einen ungeahnten Einblick in das Leben zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges.
Und auch die Menschen der Epoche rückten in den Fokus, denn an Bord fand man Skelettteile von mindestens elf Personen. Mit Hilfe moderner forensischer Methoden wurden Individuen sichtbar: ein Seemann mit einer Zahnreihe, die seinem Lächeln einen besonderen Charme verliehen haben dürfte, oder ein vermutlich etwa 16-jähriges Mädchen, das zu Lebzeiten unterernährt gewesen war und unter einer verkrümmten Wirbelsäule gelitten hatte.
Nachdem die „Vasa“ zunächst 17 Jahre in einem provisorischen Bauwerk untergebracht und restauriert worden war, ist seit 1990 das „Vasamuseet“ im Stadtteil Djurgården ihre Heimat. Es ist das meistbesuchte Museum in Skandinavien und versetzt – ganz im Sinn Gustavs II. Adolf – mit dem königlichen Prunkschiff die Menschen in Staunen.
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