Ausgehend von dieser staatlichen Neuordnung von 1810 wird der dadurch ausgelöste Wandel umfassend in der Ausstellung dargestellt: Denn binnen weniger Jahrzehnte veränderte sich die Gesellschaft grundlegend. Das traditionelle Gewerbe verlor, die industrielle Produktionsweise hingegen gewann an Bedeutung – und mit ihr wuchsen die Städte und änderten ihr Erscheinungsbild. Industrialisierung und Landflucht führten zu Bevölkerungsverschiebungen bislang unbekannten Ausmaßes. Sie bildeten Herausforderungen für die entstehende moderne Sozialpolitik, für Stadtentwicklung und Wohnungsbau.
In sieben Abschnitten wird in der Ausstellung diesen Entwicklungen thematisch nachgegangen. Die Schwerpunkte liegen auf der damals neu entstandenen kommunalen Selbstverwaltung, dem Bau der Südbahn, der Bauernbefreiung und Mechanisierung der Landwirtschaft, der Industrialisierung und der Urbanisierung.
Die Begleitbroschüre zur Ausstellung bietet kompakt ergänzende Informationen zu zentralen Themen und Exponaten der Ausstellung. Weitere Stationen der Wanderausstellung sind Leutkirch (10. Juli), Ravensburg (17. September) und Friedrichshafen (11. März 2011).





