Mit Helli in Buckow in der Märkischen Schweiz Landhäuser angesehen. Finden auf schönem Grundstück am Wasser des Schermützelsees unter alten großen Bäumen ein altes, nicht unedel gebautes Häuschen mit einem anderen, geräumigeren, aber ebenfalls einfachen Haus daneben, etwa 50 Schritte entfernt.“ Diesen Eindruck hielt der Dichter Bertolt Brecht am 14. Februar 1952 in seinem „Journal“, einem Arbeits- und Tagebuch, fest. Kurz darauf pachtete er mit seiner Frau, der Schauspielerin und Intendantin Helene Weigel, das idyllische Anwesen.
Für das vielbeschäftigte Künstlerpaar war das Grundstück am See ideal: Zuvorderst diente es als sommerliches Refugium. Aber es war ebenso ein Ort der Arbeit – hier entstand zum Beispiel Brechts Spätwerk „Buckower Elegien“. Und es entwickelte sich zum Treffpunkt für Freunde und Kollegen. Darüber hinaus entsprach es mit seinen zwei Gebäuden dem Lebensstil des 1948 aus dem Exil nach Berlin zurückgekehrten Paares. Denn beide arbeiteten zwar kongenial im von Weigel aufgebauten „Berliner Ensemble“ zusammen (sie als Intendantin, er als Künstlerischer Leiter), pflegten aber gerne auch eine gewisse räumliche Distanz.

Blick in die Wohnhalle: Hier entstanden wegweisende Ideen für die Inszenierungen des „Berliner Ensembles“. · Foto: Brecht Weigel Haus Buckow / Foto:Europaradweg R1 D3 Thomas Koy
In Buckow bewohnte Helene Weigel das Atelierhaus, die sogenannte Eiserne Villa, während Brecht das „Gärtnerhaus“ für sich in Anspruch nahm. In dieser „Sphäre der Isolierung“, die er bewusst so gestaltete, arbeitete der Dichter bei seinen Buckow-Aufenthalten bis zu seinem Tod 1956.
Weigel richtete das geräumige zweigeschossige Bildhaueratelier als Wohnhalle ein. Dort empfing man gemeinsam regelmäßig Gäste, Weigel versammelte zudem in Buckow immer wieder auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Ensembles zu Besprechungen.








