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Des Königs Strippenzieher
In den ersten Jahren des 14. Jahrhunderts war Guillaume de Nogaret (um 1260 – 1313) der Architekt der französischen Politik. Sein Ziel, das er frei von Skrupeln verfolgte, war die Stärkung der königlichen Macht. Im Streit zwischen König Philipp IV. und dem Papst ging er höchste Risiken ein.
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Es war am frühen Morgen des 7. September 1303, als sich noch im Schutz der Dunkelheit etwa 1000 Bewaffnete den Mauern der italienischen Stadt Anagni näherten. Die Stadttore fanden sie offen. Der Kommandant der Palastwache war bestochen, auch gab es längst Verbindungen zu sympathisierenden Einwohnern. Die Angreifer hatten ihr Unternehmen wochenlang sehr sorgfältig vorbereitet, Unterstützer angeworben beim unzufriedenen Adel der römischen Campagna, eine kleine Streitmacht aufgestellt. Was sie vorhatten, war ein im christlichen Abendland nie da gewesener Frevel. Eine Untat, für die nach damaligem Volksglauben den Beteiligten das ewige Höllenfeuer gewiss war: Sie wollten den ahnungslos in seinem Palast schlummernden Papst überfallen und gefangen setzen.
Ausgeheckt hatte den Plan Frankreichs König Philipp IV. (1285–1314), genannt „der Schöne“, und er hatte dafür im Frühjahr 1303 seinen besten Mann nach Italien geschickt: Guillaume de Nogaret. Dieser besaß einen Jura-Abschluss der Universität Montpellier. Er hatte dort auch eine Zeitlang unterrichtet, bevor er 1294 als Oberrichter in den Dienst der königlichen Justizverwaltung in Nîmes trat und ein Jahr später als Vertreter der Region ins Pariser Parlament, das oberste Appellationsgericht des Reiches, entsandt wurde. Spätestens seit dem Jahr 1296 gehörte Nogaret dem Kronrat des Monarchen an, in dem er zum Zeitpunkt seiner Entsendung nach Italien, auch ohne bereits formal eine herausgehobene Position zu bekleiden, eine Hauptrolle spielte.
Ein Mann aus der ehemaligen Ketzer-Hochburg verschreibt sich der Sache des Monarchen
Im Frühjahr 1299 erhob ihn der König in den Ritterstand und setzte ihm im März 1303 eine jährliche Dotation von 300 Livres aus, ausdrücklich „in Anbetracht der dankenswerten und treuen Dienste, die unser lieber und treuer Ritter … uns schon längere Zeit geleistet hat“. Im September 1307 schließlich stieg Nogaret als Großsiegelbewahrer in das höchste Amt auf, das in der Verwaltung des Königreichs zu vergeben war, und behielt es bis zu seinem Tod im April 1313.
Geboren wurde er vermutlich zwischen 1255 und 1260 in Saint Félix de Caraman, einer etwa 40 Kilometer südöstlich von Toulouse gelegenen Ortschaft. Die Gegend war geprägt von einer weit zurückreichenden Tradition religiöser Dissidenz. Seit dem 12. Jahrhundert war der Süden Frankreichs eine Hochburg der Katharer, Anhänger einer radikalen christlichen Lehre, die Armut, Keuschheit und Diesseitsverachtung predigte. Die römische Kirche war für die Katharer Teufelswerk, was schließlich Papst Innozenz III. (1198 –1216) dazu veranlasste, 1209 zum Kreuzzug gegen sie aufzurufen. In der Folge eines zwei Jahrzehnte währenden Ausrottungskrieges war das Languedoc, die alte Grafschaft Toulouse, nun der Herrschaft des Königs in Paris unterworfen.
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Auch Nogarets Familie war damals offenbar von Verfolgung und kirchlicher Repression betroffen. Unter Zeitgenossen hielt sich das Gerücht, seine Eltern seien als Ketzer verbrannt worden. Mit einiger Plausibilität nachweisbar ist, dass sein Großvater Raymond de Nogaret vor 1240 als Sektengeistlicher gewirkt hatte. Er starb zwar nicht auf dem Scheiterhaufen, wurde aber postum von der Inquisition verurteilt, und sein Vermögen wurde eingezogen. Historiker haben in dieser familiären Vorgeschichte den Grund für die kompromisslose Schärfe gesehen, mit der Nogaret später als Wortführer im Streit des französischen Königs mit dem Papst auftrat.
Wir wissen sonst wenig Persönliches. Nogaret war verheiratet und hatte Kinder, zwei Söhne und eine Tochter. Indes wurde er gelegentlich auch als Kleriker bezeichnet, hatte in der Jugend also vermutlich die eine oder andere der sogenannten niederen Weihen erhalten, deren Empfänger keine priesterlichen Funktionen ausübten, dafür aber zu einem dauerhaft geistlichen Lebenswandel auch nicht verpflichtet waren. Eine solide theologische Ausbildung muss Nogaret gleichwohl genossen haben. Seine mit Zitaten gespickten Schriftsätze zur Verteidigung der königlichen gegen päpstliche Ansprüche verraten profunde Belesenheit in der Bibel, im kanonischen Recht und den Werken der Kirchenväter.
Philipp der Schöne setzt auf den Rat versierter Juristen
Es waren allerdings nicht Theologen, es waren Juristen, denen unter Philipp dem Schönen die lukrativsten Karrieren offenstanden. Das war die Folge eines politischen Strukturwandels, durch den sich Frankreich im Lauf des 13. Jahrhunderts in Richtung der Herausbildung eines modernen Staates zu bewegen begann. In der Reihe energischer Monarchen, die seit etwa 1200 ihren direkten Herrschaftsbereich auf Kosten bis dahin übermächtiger Großvasallen stetig ausdehnten, tat sich Philipp der Schöne als robuster Erneuerer hervor. Er unterwarf die Gerichte der Kirche und der adligen Feudalherren der Rechtsprechung des Parlaments in Paris. Er verbot Geistlichen, weltliche Ämter zu bekleiden. Er systematisierte das Steuerrecht, erfand die Mehrwert- und die Kapitalertragssteuer.
Er war dabei auf juristisch versierte Mitarbeiter angewiesen, Experten im römischen Recht, sogenannte Legisten, wie sie im Unterschied zu den in kirchlicher Jurisprudenz bewanderten „Kanonisten“ hießen. Unter Philipp dem Schönen stiegen die Legisten zur einflussreichsten Klasse im politischen Apparat auf. Wie Nogaret waren sie in der Regel bürgerlicher Herkunft. Sie hatten dem König alles zu verdanken, gesellschaftliches Fortkommen, Erhebung in den Adelsstand, Vermögen, und waren ihm in bedingungsloser Loyalität verbunden. Im Gegenzug deckte der König seine Berater in Konfliktfällen gegen alle Anfeindungen.
Als Nogaret Zutritt zum inneren Zirkel um Philipp den Schönen gewann, hatte dort sein südfranzösischer Landsmann Pierre Flotte als Großsiegelbewahrer das Sagen. Solange Flotte im Amt war, stand Nogaret in seinem Schatten. Ein militärisches Debakel in Philipps Feldzug gegen den Grafen von Flandern beförderte ihn unverhofft in die erste Reihe der Mitarbeiter des Königs. Bei Kortrijk erlitt am 11. Juli 1302 ein französisches Ritterheer eine vernichtende Niederlage gegen eine Streitmacht, deren Kern aus den Bürgermilizen der flämischen Städte bestand. Unter den Toten, die am Ende des Tages das Schlachtfeld bedeckten, waren der französische Befehlshaber Graf Robert von Artois und Pierre Flotte, der oberste Beamte des Reiches.
Die Legisten im Kronrat hatten die Aufgabe, den Vorrang der königlichen vor allen anderen Gewalten einschließlich der des Papstes theoretisch zu begründen und politisch durchzusetzen. „Antequam essent clerici“, zu Deutsch „Bevor sie Kleriker waren“, lautete der Titel eines Schriftsatzes, an dessen Entstehung 1296 Nogaret zumindest beteiligt war und der sich gegen Privilegien der Geistlichkeit insbesondere im Steuerrecht richtete. Das Königtum, hieß es darin, sei früher als die Kirche entstanden, habe also die älteren Rechte. Der Anspruch des Königs auf die höchste Gewalt leite sich aus seiner Rolle als Schützer des Glaubens her. Über ihm stehe allein Gott. Von Gott habe er auch den Auftrag, den Zusammenhalt des Reiches zu gewährleisten. Daraus folge, dass keine Gruppe der Gesellschaft, auch nicht die Geistlichkeit, Sonderrechte habe.
Wem gebührt der Vorrang? Der Papst greift zu Drohungen
Der Papst, mit dem Philipp und Nogaret zu tun hatten, vertrat sehr pointiert die Gegenposition. Bonifatius VIII. (1294–1303), als Benedetto Caetani um 1235 in Anagni geboren, war ein machtbewusster Herr. Den Vorgänger Coelestin V., einen frommen und politisch unbedarften Eremiten, hatte er nach nur halbjährigem Pontifikat 1294 beiseitegeschoben.
Bonifatius war von der Überzeugung durchdrungen, als Stellvertreter Gottes auf Erden zur Weltherrschaft berufen zu sein. „Ich werde deinen König zugrunde richten und einen anderen auf den Thron Frankreichs setzen“, soll er einem französischen Gesandten gedroht haben. Die Essenz seines Denkens findet sich zusammengefasst in der Bulle „Unam Sanctam“, die er im November 1302 gegen Philipp den Schönen schleuderte: Über jede weltliche Macht sei die des Papstes erhaben. Ihm allein obliege es, die Fürsten einzusetzen und zu richten. Dem römischen Stuhl untertan zu sein sei eine Heilsnotwendigkeit.
Das war der Tonfall, in dem machtbewusste Päpste der Vergangenheit die Kaiser der salischen und der staufischen Dynastien angeherrscht hatten. In Philipp hatte die Kurie nun einen Gegner, der, beraten von Juristen wie Flotte und Nogaret, vor innovativen Methoden nicht zurückschreckte. Er war sich überdies, auch in diesem Punkt fast modern anmutend, bewusst, wie wichtig es sein konnte, die Öffentlichkeit für seine Sache zu mobilisieren. Auf dem Höhepunkt des Streits mit Bonifatius berief Philipp erstmals in der Geschichte Frankreichs im April 1302 Vertreter von Adel, Klerus und Bürgertum zu einer Versammlung der Generalstände in die Kathedrale Notre-Dame ein, wo sein Konfrontationskurs wunschgemäß Zustimmung fand. „Ausculta fili“, der Titel eines der damaligen päpstlichen Mahnschreiben, sprach für sich: „Hör zu, Sohn!“ Zu seinem Leidwesen musste Bonifatius erfahren, dass die Zeiten, in denen ein König von Frankreich so mit sich reden ließ, vorbei waren.
Zu Reibereien kam es bereits unmittelbar nach der Thronbesteigung des Pontifex. Es ging um die Besteuerung des französischen Klerus. Bonifatius feuerte eine Bulle ab, in der er alle mit dem Kirchenbann bedrohte, die der Geistlichkeit ohne seine Einwilligung Abgaben abverlangten. Dieselbe Strafe war für Kleriker vorgesehen, die sich auf eine solche Forderung einließen. Philipp gab sich unbeeindruckt und verbot die Ausfuhr von Edelmetall, um die päpstliche Kasse zu treffen. Es folgten Jahre einer gespannten Koexistenz. Bonifatius tat Philipp 1297 sogar den Gefallen, seinen Großvater, den Kreuzfahrerkönig Ludwig IX., heiligzu- sprechen.
In diese Tauwetter-Periode fiel Nogarets erste persönliche Begegnung mit dem Papst. Er hielt sich Ende Mai und Anfang Juni 1300 in Rom auf und führte mehrere Unterredungen mit Bonifatius, um diesen, wie er später schrieb, über die Lage der französischen Kirche zu informieren und angebliche Kreuzzugspläne seines Königs zu erörtern. Eine bewaffnete Expedition ins Heilige Land in Aussicht zu stellen war stets ein probates Mittel, den Papst freundlich zu stimmen.
Doch schon ein Jahr später war das Verhältnis irreparabel zerrüttet. Auslöser war eine Lokalaffäre in Pamiers, einem Städtchen am Nordrand der Pyrenäen, wo der Propst eines örtlichen Kanonikerstifts, Bernard Saisset, in einen jahrelangen Streit mit dem Grafen von Foix und der Bürgerschaft verwickelt war. Bonifatius mischte sich von Anfang an massiv auf Seiten des geistlichen Herrn ein, erhob, ohne den König zu konsultieren, Pamiers zum Bistum, ernannte Saisset zum Bischof, belegte Graf und Stadt mit dem Bann. Als Saisset Anfang 1301 den Stadtrat absetzte, wandten sich die Bürger an den König. Philipp ließ den Bischof festnehmen und im Oktober 1301 in Senlis bei Paris vor Gericht stellen.
Nogaret verfasste die Anklageschrift. Dem Bischof wurde zur Last gelegt, den König beleidigt und die Gläubigen seiner Diözese zur Rebellion aufgehetzt zu haben. In Rom reagierte Bonifatius mit einem Wutausbruch. An einem einzigen Tag im Dezember 1301 ließ er drei Brandbriefe los. Er entzog Philipp alle bis dahin von der Kirche gewährten Privilegien, berief den französischen Klerus zu einer Synode nach Rom, „um das Reich zu reformieren und den König auf den rechten Weg zurückzuführen“. An diesen persönlich richtete er eine mit geharnischten Vorwürfen auch gegen seine „gottlosen“ Berater gespickte Bulle.
Philipps Chefstratege Flotte ließ das Original dieses Schreibens verschwinden und eine gefälschte Version in Umlauf bringen, deren Wortlaut er noch deutlich verschärft hatte. Mit theatralischer Geste übergab Philipp am 11. Februar das päpstliche Pergament den Flammen. Im April tagten die Generalstände und hörten eine Rede Flottes, der das Verhalten des Pontifex mit Inbrunst geißelte.
Attentat von Anagni: geplant und ausgeführt von Nogaret
Nach dem Tod Pierre Flottes in der Schlacht bei Kortrijk im Juli 1302 ging die Federführung im Streit mit der Kurie auf Nogaret über. So ist es wohl auch seinem Einfluss zuzuschreiben, dass Philipp Anfang 1303 offenbar beschloss, das Problem Bonifatius aus der Welt zu schaffen. Am 12. März trat im Louvre der Kronrat zusammen. Vor den anwesenden Vertretern von Hochadel und Klerus hielt Nogaret ein flammendes Plädoyer: Auf dem Stuhl Petri sitze ein Dieb und Räuber, Ketzer und Ämterschacherer, der sich gleichwohl Bonifatius, also „Wohltäter“, nennen lasse. Er sei nie rechtmäßig Papst gewesen, da der Vorgänger Coelestin bei seiner Thronbesteigung noch am Leben war. Dem König als Schutzherrn der Kirche obliege es, für Ordnung zu sorgen. Bonifatius sei gefangen zu nehmen, abzusetzen und von einem nach Lyon einzuberufenden allgemeinen Konzil abzuurteilen.
Wenig später brach Nogaret mit einer französischen Delegation, die vom König mit umfassenden, freilich nicht näher spezifizierten Vollmachten ausgestattet war, nach Italien auf. Im Juni 1303 war er in Florenz und deckte sich bei Peruzzi, der Hausbank des Königs, mit Barmitteln ein. Anfang August erreichte er Rom. Zustatten kam ihm, dass sich Bonifatius mit seinen Herrscherallüren Feinde auch im heimischen Umfeld gemacht hatte. Er hatte sich mit dem mächtigen stadtrömischen Klan der Colonna überworfen. Er hatte seinem Neffen Pietro Caetani erheblichen Landbesitz im Süden Latiums zugeschanzt und damit den eingesessenen Adel gegen sich aufgebracht.
Am 2. September erfuhr Nogaret, dass Bonifatius am 8. des Monats, einem Sonntag, in seiner Heimatstadt Anagni, wo er sich seit Mai aufhielt, feierlich den Kirchenbann über den französischen König aussprechen wollte. Damit stand für ihn der Angriffstermin fest. Ein Spross des Hauses Colonna, Giacomo, genannt Sciarra, befehligte die Streitmacht, die in der Nacht zum 7. September in Anagni eindrang. Die Sturmglocke läutete, Einwohner strömten auf den Marktplatz und schlossen sich an. Bis zum späten Nachmittag dauerten, durch einen Waffenstillstand unterbrochen, auf beiden Seiten verlustreiche Kämpfe.
Als der Palast erstürmt war und Nogaret und Sciarra das Zimmer des Papstes betraten, fanden sie Bonifatius auf dem Bett liegend, ein hölzernes Kreuz in den Händen. Brüsk wies er die Forderung zurück, abzudanken und sich in französische Gefangenschaft zu begeben. Lieber wolle er sterben. Sciarra Colonna hätte ihm den Wunsch gern erfüllt. Nogaret hielt ihn zurück. Er brauchte keinen toten Bonifatius, er wollte den lebenden aburteilen lassen.
Den ganzen Sonntag über stritten die beiden, während die Bürger von Anagni ins Grübeln gerieten. Sie hatten Bonifatius einen Denkzettel verpassen, nicht ihn umbringen oder verschleppen lassen wollen. Am nächsten Morgen stürmte eine bewaffnete Menge den Papstpalast und warf die Angreifer hinaus.
Der Empfang, der Nogaret bei seiner Rückkehr im Frühjahr 1304 zuteilwurde, war gleichwohl überschwänglich. Philipp erhöhte sein Jahreseinkommen um weitere 500 Livres, „in Anbetracht der treuen und nützlichen Dienste“, die er „in großen und für den König und das Reich schwierigen Geschäften“ geleistet habe. Zwar war seine Mission eigentlich ein Fehlschlag. Doch Bonifatius war genau fünf Wochen nach dem Überfall von Anagni verstorben, und auch dem Nachfolger Benedikt XI. waren nur neun Monate im Amt beschieden.
Fast ein Jahr zog sich nun das Konklave hin, dann hatte Philipp den Oberhirten, den er brauchte: Clemens V. war ein Franzose, der während seines gesamten Pontifikats römischen Boden nicht betrat. Mit ihm begann die Serie der Päpste des 14. Jahrhunderts, die in Avignon residierten.
„Treue und nützliche“ Dienste leistete Nogaret weiterhin. Im Juli 1306 organisierte er die Vertreibung der französischen Juden, deren Vermögen der Krone zufiel. In gleicher Weise, mit einer zentral koordinierten Verhaftungsaktion, setzte Nogaret im Oktober 1307 die Zerschlagung des Ritterordens der Templer ins Werk. Stets berief er sich dabei auf die allerchristlichsten Motive. Seine Grundüberzeugung, dass die weltliche Gewalt der geistlichen die Grenzen zu ziehen hatte, indes zeigt einen Staatsmann des Mittelalters auf der Schwelle zur Neuzeit.
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