In Anlehnung an den verstorbenen britischen Historiker Eric Hobsbawm ist in der Geschichtswissenschaft häufig vom „langen 19. Jahrhundert“ die Rede. Gemeint ist damit die (tatsächlich 125 Jahre währende) Phase zwischen der Französischen Revolution 1789 und dem Beginn des Ersten Weltkriegs 1914.
In der historischen Erinnerung der Polen ist dieser Zeitraum noch von ganz besonderer, geradezu schicksalhafter Bedeutung: Für die polnische Geschichte ließe sich, mit nur geringer zeitlicher Verschiebung, für die Jahre zwischen 1795 und 1918 von einem „langen 19. Jahrhundert der Staatslosigkeit“ sprechen.





