„Schreibmaschinen danken rechtig Ihren Ursprung in Meran. Achtzehnhundertvierundsechzig sann sie da ein Zimmermann.” Mit diesen holprigen Versen beginnt ein Gedicht, in dem Peter Mitterhofer ein Stück Technikgeschichte zusammenfaßt – sein Stück. Warum der Tiroler Zimmerer im Alter von 40 Jahren begann, “Schreibapparate” zu konstruieren, bleibt im Dunkeln. Bereits der dritte Prototyp jedoch war so gut gelungen, das er ihn der Öffentlichkeit vorstellen wollte. Bescheiden wie er war, dachte er an die kaiserliche Öffentlichkeit und stellte die Maschine im Dezember 1866 am Wiener Hof vor. Zwar glaubte das Handelsministerium nicht an eine “mögliche allgemeine Verwendung”, gewährte aber dennoch 200 Gulden Zuschuß. Der verblüffende Apparat funktionierte nach den selben Prinzipien, nach denen heute noch mechanische Schreibmaschinen arbeiten. Doch anstelle von viel Geld und Ruhm erntete Mitterhofer bis zu seinem Tod 1893 nur Spott, wie schon 1867 in der Innsbrucker Zeitung: “Jetzt fehlt nur noch eine Denkmaschine, die in Verbindung mit der Schreibmaschine gebracht werden kann, und wir haben keine Schule mehr nöthig.”





