Katja Berg hat die neue „Grenzenlose Unterhaltung“ (so der Buchtitel) durch Radio Luxemburg nun erstmals umfassend rekonstruiert. Ihre gut lesbare Dissertation beschreibt das Phänomen als äußerst folgenreichen „medienpolitische(n) Sonderfall“. Der Sender ermöglichte dualen Radioempfang noch vor dem dualen Rundfunksystem. Entgegen vieler Legenden war das deutschsprachige Radio Luxemburg kein Rock- oder Pop-Programm, sondern eine Schlagerwelle. Sie richtete sich an alle, die vom öffentlich-rechtlichen Radio nicht erreicht wurden: an Schüler, Hausfrauen, Autofahrer. Hörerforschung und Marketing waren immer die Basis des Programms.





