Die Biographien werden bei Michaela Karl nicht einfach aneinandergereiht, sondern in den Gesamtkontext der Revolution eingebettet. Sie spannt den Bogen vom Ersten Weltkrieg als Hauptursache der Revolution bis zur Zeit der Reaktion, in der die rechten Kräfte in München die Oberhand gewannen. Auch die sozialen Entwicklungen und Missstände bleiben bei ihr nicht unberücksichtigt. So zeigt sie am Beispiel der Frauenrechtlerin Anita Augspurg, dass Frauen damals noch gegen viele Benachteiligungen zu kämpfen hatten.
Michaela Karls gut zu lesendes und leicht verständliches Buch bietet viel. Es gibt dem Leser einen interessanten Einblick in das Leben und die Beweggründe der Akteure und lässt deren Handlungen im Gesamtkontext der Revolution verständlich werden.
Rezension: Lange, Timo





