Blut müsse fließen, und brutale Gewalt sei nötig, um Schottland für immer an England zu binden, so hieß es in den Jahren 1745/46 aus London. Die Forderung nach politischer Unabhängigkeit der Schotten sollte nach Jahrzehnten erbitterter Auseinandersetzungen mit England ein für alle Mal verstummen. Und für mehr als zwei Jahrhunderte wurde dieses Ziel dann auch erreicht. Die lange Abfolge militärischer Konflikte und Eroberungen, der Besetzungen und Unterdrückung, die sich seit dem frühen Mittelalter durch die Geschichte Schottlands und Englands gezogen und darin Spuren hinterlassen hatte, fand mit der Schlacht von Culloden ein abruptes Ende.
Auf dem Schlachtfeld von Culloden starben am 16. April 1746 die politischen Hoffnungen und Träume der Schotten. Aus Sicht der Engländer war durch den militärischen Sieg hoch im Norden der Britischen Inseln die Frage des Fortbestandes der 1707 beschlossenen Union der beiden Königreiche unter einer gemeinsamen Monarchie vermeintlich endgültig geklärt.





