Beginnend mit der Entstehung der Jerusalem-Wallfahrt und den beliebtesten Reliquien, die die Pilger von dort mit nach Hause zu nehmen wünschten, schildert Sabine Penth in ihrem Buch „Die Reise nach Jerusalem“ anschaulich und quellennah Pilgerwege und Reiseerlebnisse von der Frühzeit bis zum Spätmittelalter. Dabei wagten sich nicht nur Männer auf den gefahrvollen Weg ins Heilige Land, auf dem Krankheiten, Überfälle und Naturkatastrophen drohten, sondern auch Frauen wie die spanische Klosterfrau Egeria oder die römische Matrone Paula, die schon im 4. Jahrhundert Jerusalem besuchten. Von beiden Reisen – ebenso wie von zahlreichen anderen – wissen wir durch die überlieferten Pilgerberichte, die wichtige Quellen nicht nur für die Reise selbst, sondern auch für die Verhältnisse vor Ort darstellen.