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Die übersehene Bürgerbewegung
Die Ideen der Aufklärung verbreiteten sich im 18. Jahrhundert über den Stand der Gelehrten hinaus. Entscheidend dafür waren eine Popularisierung der Naturwissenschaften, neue Medien und eine Philosophie des Gemeinnutzes. So kam es schließlich zu einer regelrechten Bürgerbewegung – der „Volksaufklärung“.
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Eine wichtige Grundlage der Aufklärung ist Information, die überhaupt erst eigene Urteile ermöglicht. Für 99 Prozent der Bevölkerung gab es noch das ganze 16. Jahrhundert über keinerlei Möglichkeit, sich kontinuierlich über das Geschehen im eigenen Land und in der Welt zu informieren. Politische, wirtschaftliche und militärische Ereignisse müssen dem Einzelnen wie Naturereignisse erschienen sein, ausgehend von fremden, unbekannten Mächten, unberechenbar, undurchschaubar und unbeeinflussbar durch ihn selbst. Spürbar waren allein die Konsequenzen, die in das Alltagsleben hineinwirkten.
1605 erschien im deutschen Sprachraum, in Straßburg, die erste wöchentlich gedruckte Zeitung der Welt, schnell verbreitete sich die neue Erfindung. Erstmals während des Dreißigjährigen Krieges konnte regelmäßig von den aktuellen militärischen und politischen Ereignissen berichtet werden. 1650 erschien in Leipzig die erste Tageszeitung, um 1700 konnten sich Leser im ganzen deutschen Sprachraum über die Zeitereignisse unterrichten.
Zeitungen verändern den Informationsstand der Menschen grundlegend
Von den Zeitungen ging eine solche Faszination aus, dass sie zum wichtigsten weltlichen Lesestoff wurden. In Hamburg und Altona suchten zeitweise acht Blätter gleichzeitig ihr Publikum. Erstmals erhielten größere Leserkreise Einblick in die Welt des Politischen, ausdrücklich wollten die ersten Zeitungen Verstand und Urteilsvermögen der Leser schulen.
In der zweiten Jahrhunderthälfte lehrte August Ludwig Schlözer (1735 –1809) dann seine Studenten die Kunst, Zeitungen zu lesen, womit er eine kritische und analysierende Zeitungslektüre meinte. Berühmt ist das Wort des Göttinger Professors, stumpf sei der Mensch, der keine Zeitung lese, noch stumpfer aber jener, der eine Nachricht für wahr halte, „bloß‚ weil sie in der Zeitung steht“.
Die Zeitung wurde der erste Pfeiler eines neuen Mediensystems, dessen die Aufklärung bedurfte und ohne das diese sich nicht hätte entfalten können. Nach ersten politischen Journalen im letzten Drittel des 17. Jahrhunderts waren es gelehrte Zeitschriften, die zunächst in lateinischer, bald auch in deutscher Sprache naturwissenschaftliche Themen in den Mittelpunkt stellten, die Theologie aber nur noch eine Nebenrolle spielen ließen.
Es folgten sogenannte moralische Wochenschriften, in denen gebildete Leser sich die Deutungshoheit über alle Fragen der eigenen Lebensführung eroberten, für die sich eigentlich die Theologie und die Kirchen zuständig wussten. Was sich nach moralinsaurer Sittenstrenge, Ermahnungen zur Tugend und unerfreulichen Klügeleien anhört, war tatsächlich eine jugendlich-frische Pressegattung, die mit ihren ganz neuen Tönen das Lebensgefühl und die Empfindungen eines bürgerlichen Lesepublikums traf und in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts mit mehreren hundert Titeln zu deren wichtigstem Debattenort wurde. Hier diskutierte man mit Lesern, die aufgeschlossen an neuen Gedanken Interesse hatten und darüber nachdachten, wie sie leben wollten und welche moralisch-ethischen Maximen ihnen akzeptabel erschienen.
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Gleichzeitig entstanden in allen Wissenschaften und zu allen Lebensbereichen Zeitschriften, die informieren, belehren und unterhalten wollten, in denen aber auch streitbare Auseinandersetzungen stattfanden. Ein neues Wissenschaftsverständnis machte sich geltend, das geprägt war durch Kritik und Zweifel an überkommenen Gebräuchen und Autoritäten.
In mehreren tausend Zeitschriften des 18. Jahrhunderts ist zu verfolgen, wie sich Urteilsfähigkeit entwickelte und zugleich der Mut wuchs, sich des eigenen Verstandes zu bedienen. Seit 1722 entstanden mehr als 200 sogenannte Intelligenzblätter, die neben obrigkeitlichen Verordnungen und Anzeigen schnell redaktionelle Inhalte erhielten und zum lokalen Hauptdebattenort der auf praktische Veränderungen ausgerichteten Aufklärung wurden.
Die Aufklärung wird praktisch – Philosophie des Gemeinnutzes
Nach 1700 entwickelten Philosophen ein ganz neues Interesse für die praktische Bedeutung ihrer Erkenntnisse. Maßgeblich Christian Wolff kommt das Verdienst zu, die Menschen zum Philosophieren in ihrer Muttersprache angeregt und die Philosophie auf den Alltag der Menschen bezogen zu haben. „Ich bin längst der Meinung gewesen“, so schrieb er im Zusammenhang mit seiner 1718 publizierten Schrift „Entdeckung der wahren Ursache von der wunderbahren Vermehrung des Getreydes“, „man solle auch bey uns nicht bloß der Schule zu gefallen / als deren disputiren nichts fruchtet / sondern zum Gebrauche des Lebens philosophiren“.
Bei Christian Wolff finden sich Argumentationen, die um die Mitte des 18. Jahrhunderts zu feststehenden Wendungen einer gemeinnützig-praktischen, auf den Alltag der Menschen und besonders auf die Landwirtschaft gerichteten Reformbewegung wurden. Während der folgenden Jahrzehnte entfalteten sich in der Publizistik lebendige Diskussionen über Angelegenheiten, die zuvor als Aufgabe ausschließlich der Regierungen begriffen worden waren. Historisch erstmalig begannen Bürger in größerer Zahl, sich Gedanken über die Fortentwicklung und Vervollkommnung des eigenen Gemeinwesens zu machen.
Kameralwissenschaftler, also Experten, die sich mit allen Bereichen der öffentlichen Verwaltung und Finanzen beschäftigten, wollten ihre Erkenntnisse dem „Nutzen und dem Aufnehmen des Landes“ widmen und entdeckten die Bedeutung der produktiv arbeitenden Bevölkerung für die gesellschaftliche Weiterentwicklung. Dabei blieb auch die Debatte gesellschaftlicher Kernprobleme wie bäuerliche Leibeigenschaft und Eigentum am bebauten Boden nicht ausgeschlossen, vereinzelt wurden Zweifel an der Legitimation der Ständegesellschaft laut; auch die Ungerechtigkeit eines Bildungswesens, dass Bildung nach der Geburt zumaß, wurde thematisiert.
Als erstes Ziel galt es, die bäuerliche Bevölkerung zum Zweck optimierter landwirtschaftlicher Nutzung mit den neuen Erkenntnissen aufklärerischer Naturerforschung bekannt zu machen. Bald wurde dieses Programm durch Konzepte und Strategien sittlich-moralischer, religiöser und politischer Aufklärung ergänzt.
Die so Engagierten wird man kaum als Bildungsbürgertum bezeichnen wollen, aber es waren im Gegensatz zum „Volk“ Menschen, die eine höhere akademische Bildung genossen hatten, zunächst Kameralisten, Naturwissenschaftler, Gutsbesitzer und nicht wenige Adlige, seit den 1770er Jahren traten als Hauptträger Geistliche beider Konfessionen hinzu, ebenso Ärzte, Schriftsteller, Publizisten und Wirtschaftsbeamte.
Eine wichtige Rolle spielten ökonomische und gemeinnützige Gesellschaften, die es als patriotisches Engagement begriffen, eine Wirtschafts- und Lebensweise nach vernünftigen Prinzipien zu propagieren und zu ermöglichen. Daneben ging es der populären Aufklärung um die Vermittlung von Religionsvorstellungen, deren Grundlage praktizierte Nächstenliebe sein sollte. Man wollte auf Vernunft basierende Sittengesetze vermitteln. Den Aberglauben wollte man dagegen bekämpfen, und in einer regelrechten Volkskunde befasste man sich mit „Vorurteilen“ und bäuerlichem Traditionalismus.
Intensiv wurde auch die medizinische Aufklärung betrieben, des Weiteren spielte die Vermittlung naturkundlicher, historischer, juristischer, pädagogischer und politischer Kenntnisse eine Rolle. Die vermittelten Inhalte glichen zu einem guten Teil denen, die seit Anfang des 18. Jahrhunderts bei der Aufklärung der Gebildeten vorherrschten und die nun mit dem für die populäre Aufklärung typischen Zeitverzug an alle Teile der Bevölkerung weitergegeben werden sollten.
Bürgerbewegung wird lange unterschätzt
Von einzelnen Regierungen zwar unterstützt, blieb die Volksaufklärung jedoch stets in erster Linie eine aufklärerische Privatinitiative. Man kann von einer regelrechten Bürgerbewegung sprechen, deren Breite erst die Forschung der vergangenen Jahrzehnte entdeckt hat. Es waren keineswegs allein die bekannten Philosophen und Literaten, die der Epoche ein Gesicht gaben, sondern viele tausend engagierte Akteure, darunter allein 3000 Autorinnen und Autoren, die durch Beiträge in Periodika, kleinen Broschüren, Flugschriften und Monographien an der zentralen Debatte über Volksaufklärung teilhatten oder mit dem Mittel des gedruckten Wortes auf das „Volk“ einwirken wollten.
Die ersten Schriftsteller und Philosophen, die den im 20. Jahrhundert so furchtbar missbrauchten Begriff der Volksaufklärung prägten, waren in den 1780er Jahren Moses Mendelssohn und Heinrich Pestalozzi. Unter „Volk“ verstand man diejenigen Menschen, die keine höhere Bildung erfahren hatten, also die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung.
Zum wichtigsten Werk der Volksaufklärung und mit einer halben Million Exemplaren das meistverbreitete weltliche Buch im 18. Jahrhundert wurde Rudolph Zacharias Beckers „Noth- und Hülfsbüchlein für Bauersleute oder lehrreiche Freuden- und Trauer-Geschichte des Dorfs Mildheim“ von 1788. „Ich wollte für Menschen arbeiten“, so äußerte sich Becker, „die des Lesens ungewohnt und darunter viele sind, denen es saurer ankommt, als das Dreschen.“
Eingekleidet in eine romanhafte Handlung, bot das Buch Ratschläge und Informationen für eine vernünftige Lebensführung und eine fortschrittliche Organisation der ländlichen Land- und Hauswirtschaft. Wie Becker gingen die Volksaufklärer von einer hinreichenden Lesefähigkeit der bäuerlichen Bevölkerung aus, aus ihrer Sicht musste nur die Lesemotivation geweckt werden.
Die Volksaufklärung hatte Anteil an einer regelrechten Revolution der Vermittlung von Wissen, sie prägte auch noch die ersten Jahrzehnte des 19. Jahrhunderts. Der Freiburger Theologieprofessor Bonifacius Martin Schnappinger (1762–1832) verlieh dem 1818 prägnant Ausdruck: „Eine Aufklärung, die nur den Aufgeklärten aufklärt, und den größten Theil der Menschen, die auf höhere Wissenschaften sich nicht verlegen können und nicht sollen, nothwendig in Finsternissen läßt, verdient schlechterdings den Namen Aufklärung nicht.“
Für die meisten Frauen ändert sich zunächst wenig
Frauen als Verfasserinnen von aufklärerischen Schriften lassen sich an wenigen Händen abzählen, allenfalls als Romanautorinnen traten sie häufiger hervor. Selbst solchen Aufklärern, die sich für eine gleichberechtigte Bildung aller Menschen einsetzten, blieb bis auf wenige Ausnahmen der Gedanke fremd, dass dies auch die Frauen einschließen müsste.
Der Dichter und Aufklärer Johann Arnold Ebert (1723 –1795) war eine Ausnahme, wenn er sich mit der in der Öffentlichkeit diskutierten Befürchtung auseinandersetzte, die Beschäftigung von Frauen und Bauern mit der Poesie könnte diese ihrem Stand und ihren eigentlichen Aufgaben entfremden. Am Beispiel der Dichterin Anna Louisa Karsch fragte er: „Und würde sie nicht höchst wahrscheinlich eine weit weniger gute Hirtin ober Spinnerin geworden seyn, wenn man sie auf Zeitlebens zu diesen Handthierungen, die für ihren Geist eine Art von Todesstrafe gewesen wären, hätte verurtheilen wollen?“
Dass es Frauen gab, die an gelehrter Bildung Interesse fanden, ist immerhin durch einige überlieferte Beispiele bekannt. Als gelehrte Autodidaktin ist die 1730 geborene Anna Maria Gelansky erwähnenswert, die sich als Tochter eines Kuhhirten und Tagelöhners mehrere Fremdsprachen aneignete, ebenso Maria Margaretha Winckelmann, die mit ihren ausgeprägten naturkundlichen und astronomischen Interessen nicht nur den Kometen von 1702 entdeckte, sondern 1712 auch eine Schrift über die bevorstehende Konjunktion von Jupiter und Saturn publizierte.
Unter den aufklärerisch engagierten Frauen ist mit Justine Siegemund eine praktische Hebamme bemerkenswert. Sie verfasste schon 1690 ein Werk für ihre Berufsgenossinnen, das man mit gutem Recht als aufklärerisch bezeichnen darf, denn es beruhte ganz auf eigener, „vieler Jahre Erfahrung“, „fleißigem Nachsinnen“ und Beobachtung der Natur. Es berief sich also auf Vernunft und war gegen Vorurteile gerichtet. Die „Chur-Brandenburgische Hoff-Wehe-Mutter / Das ist: Ein höchst-nöthiger Unterricht / Von schweren und unrecht-stehenden Geburten“ wurde im 18. Jahrhundert immer wieder neu aufgelegt.
Zu ihren Motiven schrieb die Autorin: „Einjeder ist ja schuldig seine Gabe und Wissenschafft seinem Nechsten zum besten anzuwenden, weil wir als Glieder in einem Leibe unter einander seyn verbunden / und kan ich ja nicht besser meinen Nechsten dienen / als daß ich ihnen das durch den Druck offenbahre / was ich durch viele Jahre Wissenschafft und Erfahrung gefasset habe“. Auf 260 Druckseiten erteilt sie Ratschläge, die für die Geschichte der Geburtshilfe, in der Siegemunds Werk eine wichtige Etappe darstellte, von großem Wert waren. Die Hebammenaufklärung – sonst oft geprägt von der sich professionalisierenden Ärzteschaft, die eifersüchtig ihre Kompetenzhoheit betonte – erweist sich bei dieser Autorin als humane Lebenshilfe.
Auch wenn die Bedeutung der Salons für die Aufklärung nicht überschätzt werden sollte, gab es hier einige sehr interessante Erscheinungen nicht nur in Städten wie Königsberg und Berlin, wo Rahel Varnhagen von Ense (1771–1833) oder Elisabeth von Staegemann (1761–1835) ihre musischen und literarischen Zusammenkünfte abhielten, sondern das Ideal der Geselligkeit unter der Beteiligung der literarischen Avantgarde wurde selbst auf dem Land gepflegt.
Ein Beispiel dafür bietet der Salon der Gräfin und Gutsherrin Julia von Reventlow (1762 –1816) in Schleswig-Holstein, die den „Emkendorfer Kreis“ ins Leben rief. Dieser sorgte für geistreichen Zeitvertreib und war ein bedeutendes kulturelles Zentrum von großer Anziehungskraft für bürgerliche Literaten und sich in deren Licht sonnende Adlige. Friedrich Gottlieb Klopstock ließ sich hier ebenso sehen wie Matthias Claudius, Johann Caspar Lavater, Johann Heinrich Voß, Friedrich Heinrich Jacobi, Gutsbesitzernachbarn und Adlige, die vor der Französischen Revolution geflüchtet waren.
Ebenso wie ihre Schwester Caroline von Baudissin, Herrin auf Gut Knoop, verfasste Julia von Reventlow für ihren Gutsbezirk eine Schrift der unterhaltsamen literarischen Volksaufklärung, der sie 1791 den Titel „Sonntagsfreuden des Landmanns“ gab.
Diverse Geheimgesellschaften erleben eine Blütezeit
Die Aufklärung ist ohne Sozietäten nicht denkbar. Allein für Mitteldeutschland konnten mehr als 300 Vereinigungen mit 9000 Mitgliedschaften nachgewiesen werden, insgesamt darf man für den deutschen Sprachraum um die 100 000 Mitgliedschaften annehmen. Es kam tatsächlich zu einer flächenmäßigen Vernetzung und Vergesellschaftung der Aufklärer, die sich in Akademien und Gelehrtenverbindungen, in naturforschenden, patriotisch-gemeinnützigen und ökonomischen Gesellschaften, in Freimaurerlogen oder literarischen Vereinigungen und Lesegesellschaften zusammenfanden.
Eine eigene Rolle spielten die Geheimgesellschaften. Johann Benjamin Erhard, der 1766 in Nürnberg als Sohn eines Drahtziehers geborene Philosoph, Arzt und Autor der 1795 Aufsehen erregenden Schrift „Ueber das Recht des Volkes zu einer Revolution“, entwarf 1785 den Plan eines Geheimbundes, der nicht weniger als die „Erziehung des Menschengeschlechts“ auf seine Fahnen schreiben wollte. „Ausbreitung des Vernunftgebrauchs“ gehörte zum Programm, auch „Umsturz des geheiligten Aberglaubens, Emporschwingung der deutschen Freiheit und Darniedertretung des Despotismus“. „Bund der Freiheit ist der Name der Brüderschaft“, schrieb Erhard, „und Schüler der Vernunft heißen ihre Mitglieder“. Selbst an einen „Frauenzimmerbund“ zu gleichen Zwecken dachte Erhard, der Deutschland als sklavisch empfand.
Pathos findet man auch bei einem anderen Geheimbund, dem Illuminatenorden. Um keinen anderen ranken sich so viele Mythen und Verschwörungserzählungen. 1776 von dem Philosophen und Kirchenrechtler Adam Weishaupt (1748 –1830) in Ingolstadt gegründet, war er zunächst als eine Art geheime „Weisheitsschule“ geplant, doch wurden bald besonders durch Adolph Freiherr von Knigge erfolgreich Männer geworben, die es als Freimaurer bereits in hohe gesellschaftliche Positionen gebracht hatten. Die Illuminaten – die „Erleuchteten“ – träumten von einer „Gesellschaft der besten Menschen“, die ihre Mitmenschen aufklären und zur Tugend erziehen sollte. Immerhin gelang es, bis zum Verbot 1784/85 an 90 Orten Filialen des Ordens einzurichten oder Mitglieder zu gewinnen.
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