Er beauftragte die Jungen, am Fundort nahe Würzburg weitere Grabungen vorzunehmen, und die lieferten prompt. Schnell wuchs Beringers Sammlung auf beinahe 2000 Steine an, für die er die Burschen großzügig entlohnte. Am 4. Oktober 1725 veröffentlichte er in den „Neuen Zeitungen für gelehrte Sachen“ einen Vorbericht zu seiner geplanten Abhandlung über die Steine. Diese „Lithographiae Wirceburgensis“ erschienen tatsächlich im Jahr darauf. Da gab es bei Beringer schon Zweifel. Dass er seinen Würzburger Kollegen Ignaz Roderique und Johann Eckhart auf den Leim gegangen war, die ihm nachweislich mehrere der angeblichen Funde untergejubelt hatten, flog allerdings erst 1732 auf. Von den „Würzburger Lügensteinen“ sind heute noch rund 500 erhalten.





