Gleich mehrere Jubiläen nimmt die Österreichische Nationalbibliothek zum Anlass, um auf die letzten 100 Jahre österreichischer Geschichte zurückzublicken: 80 Jahre Kriegsende, 70 Jahre Staatsvertrag und 30 Jahre EU-Beitritt bilden den Rahmen für die Schau, die gleichwohl noch weiter zurückblickt und bereits im Jahr 1925 einsetzt. Dank einer Anleihe des Völkerbunds konnte Österreich in diesem Jahr die Hyperinflation überwinden, die das Land drei Jahre lang fest im Griff hatte. Die Ausstellung ist in der Folge in Jahrzehnte gegliedert, die durch Fotografien, Plakate, Zeitungen und Rundfunkbeiträge illustriert und greifbar gemacht werden: Auf die Zeit der jungen Republik folgten Nationalsozialismus und Krieg, Wiederaufbau und politischer Neuanfang, dann Phasen von Konservativismus und kulturellem Wandel in den 1950er und 60er Jahren. Kalter Krieg und amerikanische Jugendkultur prägten das Land in der Folge ebenso wie der Zerfall des Ostblocks. Doch die Schau blickt auch in die Zukunft und stellt die Frage, ob Österreich von Zuversicht oder von Angst regiert werden wird. Die Ausstellung „Ein Jahrhundert in Bildern. Österreich 1925–2025“ ist bis zum 2. November im Prunksaal der Österreichischen Nationalbibliothek in Wien zu sehen.





