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Gewitzter Heros und dumpfer Haudrauf

Gewitzter Heros und dumpfer Haudrauf

„Der erwachte Herkules vertreibt die Pygmäen“: Gemälde von Lucas Cranach d. J. (1551). Gemäldegalerie Alte Meister, Staatliche Kunstsammlungen Dresden; Foto: Elke Estel/ Hans-Peter Klut

Der Zeus-Sohn Herkules gehört zu den bekanntesten Gestalten der griechischen Sagenwelt. Als Sinnbild von Kraft und Anstrengung ist der Bezwinger der Hydra und des nemeischen Löwen, der auch große Ställe auszumisten und seltene Äpfel zu finden verstand, weltweit bekannt geworden. Doch die Geschichten von Herkules sind keine reinen Heldengeschichten, sondern zeugen vom enormen erzählerischen Reichtum der Antike. Neben übermenschlichen Kräften besitzt der Halbgott einige nur allzu menschliche Eigenschaften. Keineswegs verhält er sich immer nur edelmütig und großzügig. Im Gegenteil: Herkules lügt, betrügt, mordet, stiehlt und vergewaltigt, er betrinkt sich, ist eifersüchtig, gierig und brutal. Ebendiese Widersprüchlichkeit macht den Heros zu einem faszinierenden Gegenstand für die Kunst.
Autor
DAMALS-Redaktion
18. März 2026
Lesezeit
1 Minute

Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden zeigen in ihrer neuen Ausstellung „Herkules. Held und Antiheld“ noch bis zum 28. Juni 2026 vielfältige Darstellungen des Herkules, darunter Skulpturen, Gemälde, Graphiken, Münzen und andere Objekte von der Antike bis zum Klassizismus, aus eigenen Beständen ebenso wie aus hochkarätigen Museen wie dem Prado, dem Louvre oder den Vatikanischen Museen. Thematisiert werden neben den bekannten „Herkulesaufgaben“ auch sein zwiespältiges Verhältnis zu Frauen und seine Rolle als Vorbild für große Herrscher wie Alexander den Großen oder August den Starken.

Mehr Infos zur Ausstellung in Dresden

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