Als der Sultan in Konstantinopel am 20. April 1830 den Beschlüssen der Londoner Protokolle vom 22. März 1829 sowie vom 3. Februar 1830 zustimmte, war eigentlich Prinz Leopold aus dem Hause Sachsen-Coburg-Gotha für den Thron der neuen Erbmonarchie Griechenland vorgesehen. Doch dieser entschied sich für den zeitgleich zu besetzenden Thron in Belgien. An seine Stelle rückte Otto von Wittelsbach, ein Sohn des bayerischen Königs Ludwig I.
Der bayerische Monarch war ein begeisterter Philhellene. Ausgangspunkt dieser Leidenschaft war eine rein ästhetisch begründete Bewunderung für das antike Griechenland, die sich in den Bauprojekten des Königs in München niederschlug. Bekanntestes Beispiel ist der maßgeblich von Leo von Klenze entworfene Münchner Königsplatz mit Glyptothek und Propyläen. Nicht umsonst wird München bis heute Isar-Athen genannt.





