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Ein beispielloser Aufstieg
Für den amerikanischen Autor Greg Steinmetz war Jakob Fugger „der reichste Mann der Weltgeschichte“. Eine solche Einschätzung ist freilich höchst problematisch, weil sich Vermögenswerte von heute mit denen vor 500 Jahren kaum vergleichen lassen. Das Vermögen eines des reichsten Menschen der Gegenwart, des Tech-Unternehmers Elon Musk, basiert vor allem auf der Bewertung seiner Unternehmensanteile, die starken Schwankungen unterliegt. Jakob Fuggers Vermögen hingegen war in Immobilien – Hausbesitz in seiner Heimatstadt Augsburg und ländlichen Herrschaften in Schwaben – sowie in Firmenniederlassungen (Faktoreien) und Handelswaren angelegt.
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Steinmetz’ Einschätzung bezieht sich vor allem auf die riesigen Mengen an Silber, auf die Fuggers Unternehmen Zugriff hatte, und die in heutige Werte umgerechnet tatsächlich ein riesiges Vermögen ergeben: Online-Seiten beziffern es auf 350 bis 400 Milliarden Euro. Da Silber im 16. Jahrhundert eine ganz andere wirtschaftliche Bedeutung hatte als heute, sind solche Vergleiche jedoch mit großer Vorsicht zu genießen.
Doch woher stammte Jakob Fuggers immenses Vermögen? Als sein Vater, der ebenfalls Jakob hieß, 1469 starb, hinterließ er seiner Frau Barbara und den elf Kindern ein solides Handelshaus, das vor allem Textilien vertrieb, sich jedoch nicht markant von anderen gutgehenden Häusern unterschied.
Gerade in der Reichsstadt Augsburg, die sich im späten 15. Jahrhundert neben Nürnberg als führender süddeutscher Wirtschaftsstandort etablierte, gab es etliche Gesellschaften, die erfolgreich mit schwäbischem Barchent – einem Mischgewebe aus Leinen und Baumwolle –, flämischen und italienischen Textilien, Gewürzen und Metallwaren handelten.
Außerdem war 1469 noch nicht absehbar, dass der damals zehnjährige Jakob überhaupt im Familiengeschäft gebraucht würde, hatte er doch mehrere ältere Brüder, die als Mitarbeiter bereitstanden. Schon frühzeitig hatten die Eltern daher für Jakob ein Kanonikat im fränkischen Stift Herrieden erworben, um ihn materiell abzusichern. Er erhielt aber auch eine kaufmännische Ausbildung in Venedig, und als gleich vier seiner Brüder binnen weniger Jahre verstarben, sollte sich diese Investition auszahlen.
Der Handelsplatz Venedig prägt den jungen Augsburger
Als Teilhaber seiner Mutter und seiner älteren Brüder Ulrich und Georg war Jakob seit etwa 1480 für den Handel zwischen Augsburg und Venedig zuständig. Die Lagunenstadt mit ihren weitläufigen, den Mittelmeerraum mit dem nordalpinen Europa verknüpfenden Handelsbeziehungen, ihrer avancierten Buchhaltungstechnik und ihrer prachtvollen Renaissancekultur prägte den jungen schwäbischen Kaufmann zweifellos stark.
Wollte ein spätmittelalterliches Handelshaus seine Profitraten steigern, boten sich zwei Wege an: Investitionen in den kapitalintensiven Bergbau und Kreditvergaben an geldbedürftige Fürsten.
Nicht nur Jakob Fugger und seine Brüder gingen den letzteren Weg, sondern auch ihre Vettern, die nach ihrem Wappen als „Fugger vom Reh“ bezeichneten Brüder Lukas, Matthäus, Hans und Jakob. Nachdem sie ein florierendes Handelsgeschäft zwischen den Niederlanden, Süddeutschland und Italien aufgebaut hatten, begannen Lukas Fugger und seine Brüder gegen Ende der 1480er Jahre, Finanztransaktionen für den Habsburger Maximilian I. (römisch-deutscher König 1486–1519, seit 1508 Kaiser) zu tätigen. Er kämpfte damals um das burgundische Erbe seiner 1482 verstorbenen Frau Maria.
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Die Gesellschaft der Fugger vom Reh transferierte Gelder für die Bezahlung der Söldner Maximilians und lieh dem König 9600 Goldgulden, für deren Rückzahlung die Stadt Löwen (Leiwen) bürgte. Dieses Darlehen erwies sich für die Fugger vom Reh als verhängnisvoll, als die Stadt sich weigerte, ihrer Verpflichtung nachzukommen.
Die geschädigten Kaufleute klagten daraufhin vor dem Rat von Brabant und später auch am Reichskammergericht gegen Löwen. Obwohl sie 1497 Recht bekamen und der König 1499 sogar die Reichsacht über die Stadt verhängte, erfolgte weiterhin keine Zahlung. Als Maximilian den Prozess schließlich 1504 niederschlug, waren die Fugger vom Reh bereits bankrott.
Von diesem Rückschlag erholten sie sich nie wieder; mehrere Familienmitglieder arbeiteten später für ihre reichen Vettern, die nach ihrem Wappen als „Fugger von der Lilie“ bezeichnet werden. Das Schicksal seiner Verwandten führte Jakob Fugger vor Augen, wie dicht Erfolg und Scheitern im Handel beieinanderlagen und wie sorgfältig die Gewinnaussichten, die auf neuen Geschäftsfeldern winkten, gegen die Risiken abgewogen werden mussten.
Einstieg in den Tiroler Metallhandel
Auf seinen Geschäftsreisen zwischen Augsburg und Venedig passierte Jakob Fugger das Tiroler Bergbaurevier, wo sich die ergiebigsten Silber- und Kupferbergwerke Europas befanden. Mit dem Habsburger Erzherzog Sigmund herrschte dort ein Landesherr, der für seine prachtvolle Hofhaltung und seine ambitionierte Machtpolitik enorme Summen benötigte.
Die Rahmenbedingungen für einen Einstieg ins Tiroler Geschäft waren somit denkbar günstig: Durch Darlehen an den Erzherzog konnten sich die Fugger große Mengen an Silber und Kupfer sichern. Hinzu kam eine günstige konjunkturelle Entwicklung: Gegen Ende des 15. Jahrhunderts führte die steigende Nachfrage nach Bunt- und Edelmetallen für die Münzprägung, die Herstellung von Luxus- und Gebrauchsgegenständen, für den Geschützguss und den Überseehandel zu einem Aufschwung des Bergbaus.
Die Ausweitung der Produktion erforderte hohe Investitionen in Gruben und Hüttenwerke, die die als Gewerken bezeichneten lokalen Bergbauunternehmer nicht aus eigener Kraft aufbringen konnten. Die Kombination von Darlehensgeschäften mit dem Vertrieb von Silber und Kupfer war vor diesem Hintergrund ein äußerst gewinnträchtiges Geschäftsmodell.
Das erste Darlehen der Fugger an Erzherzog Sigmund bewegte sich 1485 noch in einer überschaubaren Größenordnung: Im Gegenzug für einen Kredit von 3000 Gulden wies der Landesherr den Tiroler Gewerken Christian Tänzl an, den Augsburgern 1000 Mark (281 Kilogramm) Silber zu liefern.
Doch als Sigmund wenig später einen Krieg gegen die mächtige Republik Venedig vom Zaun brach – der prompt in einem Fiasko endete –, explodierte sein Finanzbedarf. 1488, also nur drei Jahre nach ihrem ersten Darlehen, kontrollierten die Fugger bereits einen großen Teil der Tiroler Silberproduktion, und als der überschuldete Erzherzog 1490 die Herrschaft über Tirol an seinen Verwandten Maximilian I. abgeben musste, liefen die Geschäfte unvermindert weiter.
Zwischen dem Habsburger Maximilian und seinem Augsburger Bankier entwickelte sich eine einzigartige Symbiose: Jakob Fugger war immer wieder zur Stelle, wenn der Herrscher Geld für seine glanzvolle Repräsentation, seine Kriege und seine dynastische Politik benötigte (siehe Artikel Seite 22).
Jakob Fuggers erster Biograph Max Jansen (1871–1912) bezifferte das Gesamtvolumen der Vorschüsse der Fugger an Sigmund und Maximilian in den Jahren 1485 bis 1494 auf 624 000 Gulden und die Abnahmemenge auf 200 000 Mark (56,2 Tonnen) Silber. Den Gewinn, den die Augsburger aus dem Verkauf des Silbers zogen, hat Jansen auf rund 400 000 Gulden geschätzt. Seit 1492 traten neben den Silberhandel auch Geschäfte mit Tiroler Kupfer. Aus einem gutgehenden Handelshaus war binnen eines Jahrzehnts ein Montangroßunternehmen geworden.
Die Frage, woher die Fugger das Kapital für ihre riesigen Darlehen an die Habsburger nahmen, lässt sich angesichts der bruchstückhaften Quellenüberlieferung schwer beantworten. Generell wissen wir, dass Augsburger Handelsgesellschaften mit Kapitaleinlagen von Familienangehörigen und Verwandten arbeiteten. Wir können daher davon ausgehen, dass die Fugger durch ihre Heiratsverbindungen mit reichen Augsburger Familien Kapital mobilisieren konnten. Im Jahr 1488 lagen beispielsweise 4607 Gulden, die den Kindern des Augsburger Patriziers Bernhard Rehlinger gehörten, in der fuggerschen Handelsgesellschaft. Auch Adlige, geistliche Würdenträger und hochrangige Tiroler Beamte kommen als Investoren in Betracht.
Besonders gut dokumentiert ist der Fall des Brixener Fürstbischofs Melchior von Meckau, der nicht nur zahlreiche geistliche Pfründen erwarb, sondern in Personalunion als Kanzler, Statthalter und Hofkammerpräsident auch zentrale Ämter in der Tiroler Regierung ausübte. Seit 1490 intensivierten sich die Geschäftsbeziehungen zwischen Meckau und den Fuggern: 1496 hatte der Bischof 20 000 Gulden bei seinen Augsburger Partnern angelegt, und bei Meckaus Tod im Jahr 1509 hatte er über 150 000 Gulden bei den Fuggern investiert.
Wäre es Jakob Fugger damals nicht gelungen, die Auszahlung von Meckaus Nachlass um mehrere Jahre hinauszuzögern, wäre sein Unternehmen durch den plötzlichen Kapitalentzug wahrscheinlich in Schieflage geraten.
Neue Technologie ermöglicht noch mehr Profite
Neben dem Tiroler Montangeschäft baute Jakob Fugger seit 1494 eine zweite Säule des Unternehmens auf. Gemeinsam mit dem Krakauer Bergbauspezialisten Hans Thurzo sicherte er sich die Ausbeute der Silber- und Kupfergruben von Neusohl in Oberungarn (heute Banská Bystrica in der Slowakei).
Durch das innovative Seigerverfahren, das heißt die Entmischung von Silber und Kupfer im Schmelzprozess durch die Zugabe von Blei, konnte die Produktion binnen kurzer Zeit enorm gesteigert werden. In den Seigerhütten des „Ungarischen Handels“ im oberungarischen Moschnitz (heute Moštenica, Slowakei), in Hohenkirchen in Thüringen und Fuggerau in Kärnten wurden zwischen 1494 und 1526 rund 89 Tonnen Silber mit einem Marktwert von zwei Millionen Gulden gewonnen. Im gleichen Zeitraum wurden über 800 000 Zentner Kupfer gefördert, was 35 bis 40 Prozent der europäischen Kupferproduktion entsprach.
Im Gegensatz zu Tirol, das von transalpinen Handelsrouten durchzogen war, lag das oberungarische Revier abseits großer Fernhandelsstraßen. Vor diesem Hintergrund bestand die wohl größte unternehmerische Leistung Jakob Fuggers darin, zusammen mit der Familie Thurzo eine eigene Vertriebsorganisation aufzubauen. Durch den Bau von Passstraßen, die Nutzung von Wasserwegen und die Gründung von Faktoreien etwa in Leipzig, Krakau, Breslau und Ofen (Budapest) wurde das Neusohler Revier sowohl mit Venedig als auch mit Danzig und Stettin verbunden.
Von den Ostseehäfen aus wurde ungarisches Kupfer nach Antwerpen verschifft, das nach 1500 rasch zum wichtigsten Absatzmarkt avancierte. Dies lag vor allem daran, dass sich die portugiesische Krone dort mit Silber, Kupfer und Messingwaren für den Asien- und Afrikahandel eindeckte, während sie umgekehrt die niederländische Handelsmetropole zum wichtigsten Stapelmarkt für indischen Pfeffer und andere asiatische Spezereien (Zimt, Gewürznelken, Muskatnuss und Muskatblüte) machte.
Metalle und Kredite sind das Kerngeschäft
Der Silber- und Kupferhandel und die damit einhergehenden Finanzgeschäfte, allen voran mit dem Haus Habsburg, bildeten das Kerngeschäft des Fuggerschen Unternehmens. Hinzu kamen zeitweilig sehr intensive finanzielle Beziehungen mit der Kurie in Rom (siehe Artikel Seite 22). Andere Geschäftsfelder fielen demgegenüber zwar weniger ins Gewicht, doch stellte das Augsburger Unternehmen auch auf ihnen seine Leistungsfähigkeit unter Beweis.
Als sich im Sommer 1499 die Nachrichten über die Rückkehr der Flotte Vasco da Gamas aus Indien in ganz Europa verbreiteten, rückte dies die portugiesische Metropole Lissabon in den Fokus süddeutscher Handelshäuser. Nachdem die Augsburger Welser-Vöhlin-Gesellschaft (siehe Artikel Seite 34) vorangegangen war und 1503 eine Faktorei am Tejo gegründet hatte, beeilten sich die Fugger, dort ebenfalls eine Niederlassung zu etablieren.
1504 kam es zum Abschluss eines Vertrages über die Beteiligung italienischer und oberdeutscher Kaufleute an der Indienflotte unter dem Kommando Francisco de Almeidas, die im folgenden Jahr auslief. Vier Augsburger und zwei Nürnberger Handelshäuser brachten insgesamt 36 000 portugiesische Dukaten für dieses Unternehmen auf, wobei der Anteil der Fugger mit 4000 Dukaten eher bescheiden ausfiel; die Welser-Vöhlin-Gesellschaft steuerte allein 20 000 Dukaten bei.
Diese Indienfahrt warf zwar bis zu 175 Prozent Gewinn ab, sie führte den Fuggern aber auch vor Augen, dass die schwankende Politik der portugiesischen Krone den Gewürzhandel riskant machte. In der Folgezeit kauften sie wiederholt größere Pfeffermengen in Antwerpen ein, und in den Jahren 1515 und 1519 reisten Vertreter der portugiesischen Krone eigens nach Augsburg, um mit Jakob Fugger über kombinierte Lieferverträge für Kupfer und Pfeffer zu verhandeln. Letztlich war Fugger jedoch nicht bereit, die ihm angebotenen Pfeffermengen abzunehmen. Der Kupfer- und Silberhandel blieb der wichtigste Geschäftszweig seines Handelshauses, der Gewürzhandel hingegen ein Nebenstrang.
Auch Venedig – das traditionelle Zentrum des süddeutschen Italienhandels und wichtigster Einkaufsort für Waren aus dem Mittelmeerraum – war für das Handelshaus in erster Linie als Absatzort für Kupfer von Bedeutung. Gelegentlich wurden hier jedoch auch Geschäfte mit anderen wertvollen Waren gemacht.
Säumige Schuldner müssen ihre Reichtümer einlösen
Als das Handels- und Bankhaus Agostini bankrottging, sicherten sich die Fugger, denen die Agostini Geld für Kupferlieferungen schuldig geblieben waren, 1509 einen kostbaren Diamanten aus deren Besitz, den sie anschließend an den Papst weiterverkauften.
Auch andernorts führten Schuldforderungen zu Geschäften mit Luxuswaren: In Antwerpen hatte sich der flämische Bildteppichweber Pieter van Aelst Geld von den Fuggern geliehen und musste ihnen dafür 1523 sieben Gobelins verpfänden. Da van Aelst seine Schulden nicht begleichen konnte, erlangten die Fugger das Eigentum daran und boten sie 1525 Kaiser Karl V. in Spanien an. Schon Karls Großvater Maximilian hatten die Fugger wiederholt kostbare Stoffe und andere Luxusgüter geliefert.
Auch Barchent – das textile Mischgewebe, dem die Fugger und die Reichsstadt Augsburg ihren Aufstieg verdankten – spielte in ihrem Warensortiment weiterhin eine Rolle. Nachdem Jakob Fugger 1507 die schwäbische Herrschaft Weißenhorn erworben hatte, förderte er dort das Textilgewerbe und ließ die Weber mit Baumwolle aus Venedig beliefern. Unter seinem Nachfolger Anton Fugger wurde Weißenhorner Barchent über Antwerpen nach Sevilla geliefert und von dort aus auch nach Spanisch-Amerika exportiert.
Nach dem Tod seiner älteren Brüder Ulrich und Georg nahm der kinderlose Jakob Fugger 1512 vier seiner Neffen in die Handelsgesellschaft auf. Diese waren jedoch keineswegs gleichberechtigt, sondern mussten sich verpflichten, ihr ganzes Vermögen in der Gesellschaft zu belassen und allen Weisungen ihres Onkels Folge zu leisten. Außerdem behielt sich Jakob Fugger das alleinige Recht vor, Gewinnanteile festzusetzen, einzelne Teilhaber auszuschließen und die Gesellschaft aufzulösen.
Im Falle seines Todes sollten seine beiden ältesten Neffen Ulrich und Raymund die Geschäftsführung übernehmen. Doch Ulrich starb bereits im Mai 1525, und der kunstsinnige Raymund erwies sich als ungeeignet für diese Aufgabe. Nun ruhten alle Hoffnungen auf die Fortführung des Unternehmens auf Raymunds jüngerem Bruder Anton. In seinem zweiten, kurz vor seinem Tod 1525 verfassten Testament räumte Jakob Fugger seinem Neffen Anton ähnlich weitreichende Befugnisse ein, wie er sie für sich selbst beansprucht hatte.
In den 35 Jahren, in denen er das Handelshaus von 1525 bis 1560 leitete, führte Anton Fugger es erfolgreich weiter, indem er an den Grundsätzen seines Onkels festhielt: enge Bindung an das Haus Habsburg, Konzentration auf das Montangeschäft und sorgfältige Kosten-Nutzen-Abwägung, wenn es um die Auswahl von Geschäftspartnern und den Einstieg in neue Geschäftsfelder ging.
Nach Umsatz und Gewinn gemessen erreichte das Unternehmen 1546 den Höhepunkt seiner Entwicklung. Doch mit der Zeit erkannte Anton Fugger, dass auch harte Entscheidungen nötig waren, um dessen Zukunftsfähigkeit zu erhalten: Mit der Aufgabe des „Ungarischen Handels“ ging Ende der 1540er Jahre eine Ära zu Ende. Das Engagement im Tiroler Bergbau und das unter Anton Fugger stark ausgebaute Spaniengeschäft wurden hingegen noch bis Mitte des 17. Jahrhunderts fortgeführt.
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