Der Hungerstreik sollte in den 1930er Jahren zu einem politischen Werkzeug des Aktivisten Mahatma Gandhi werden. Als junger Student in London verzichtete Mohandas Karamchand Gandhi jedoch eher unfreiwillig auf seine Mahlzeiten. Die englische Küche war 1889 – einige Generationen vor Jamie Oliver und anderen modernen Küchenchefs – für strenge Vegetarier schlicht ein Alptraum. Der 20-Jährige ernährte sich zeitweise nur von Haferbrei (Porridge) und Brot.
Bei einem seiner langen Spaziergänge durch die Hauptstadt des britischen Empires wurde er dann in der Farringdon Street endlich fündig: ein vegetarisches Restaurant. Hier konnte sich Gandhi richtig satt essen – und er fand Freunde. Die Mitglieder der London Vegetarian Society, eine Gruppe von Freigeistern, würden während des dreijährigen Aufenthalts in England einen enormen Einfluss auf Gandhi ausüben.





