MacMillan ist vor allem in der Diplomatiegeschichte des 20. Jahrhunderts ausgewiesen, trotzdem ist ihr Buch keine chronologische Aneinanderreihung von militärischen Haupt- und Staatsaktionen. Sie wählt stattdessen einen thematischen Ansatz und fragt zunächst nach dem Ursprung des Kriegs, wobei ihr die Argumente für Krieg als anthropologische Konstante durchaus einleuchten. Mit dem Aufkommen des Staates habe der Krieg aber eine folgenschwere Auf-wertung erfahren: Durch Kriege entstanden einerseits Staaten, andererseits brauchte man zum Kriegführen den Staat – vor allem seine Organisation und sein Geld.





