Sklavinnen kamen oft im Haushalt zum Einsatz. Hier lässt sich eine Römerin die Haare frisieren (Fresko aus Herculaneum, 1. Jahrhundert). · Foto: INTERFOTO / Sites & Photos Images
Rechtlich waren sie keine Menschen, sondern Sachen. Viele Sklaven mussten im Römischen Reich unter den härtesten Bedingungen leben. Andere wiederum hatten ein besseres Los gezogen. Allen gemeinsam war die Hoffnung auf Freilassung.
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Vom römischen Politiker Marcus Licinius Crassus, der sich in der späten Republik des wahrscheinlich zutreffenden Rufes des reichsten Mannes von Rom erfreuen durfte, berichtet sein griechischer Biograph Plutarch, dass er ein enges Verhältnis zu seinen Sklaven pflegte: „Er hatte eine große Anzahl Sklaven von hoher Qualität: Vorleser, Schreiber, Münzhersteller, Hausverwalter, Tafelbedienstete. Er kümmerte sich um ihre Ausbildung, behielt sie immer im Auge, instruierte sie höchstpersönlich und vertrat überhaupt die Ansicht, die erste Pflicht des Hausherrn sei die Sorge für die Sklaven als lebendige Instrumente der Haushaltsführung.“
Diese für antike Verhältnisse bemerkenswerte Haltung war nicht der Normalfall im Umgang von Besitzern mit ihren Sklaven. Auch bei Crassus hatte diese Haltung wenig bis überhaupt nichts mit einer humanen Einstellung zu tun, sondern mit ganz pragmatischen Erwägungen. Denn die Funktionen, die diese Sklaven bei ihm ausübten, waren Positionen in seiner engsten Umgebung, in seinem Haushalt, somit Tätigkeiten mit Verantwortung und Vertrauen.
So lag es in seinem eigenen Interesse, sich intensiv um sie zu kümmern. Das Beispiel Crassus zeigt aber auch, dass Sklaven durchaus nicht nur in Bereichen tätig waren, an die man zuerst denkt, wenn man von Sklaven – nicht nur in der Antike – spricht. Sklaven konnten Ärzte, Lehrer, sogar Bankiers oder Unternehmer sein, wenn auch nicht selbstständig, sondern immer in den Diensten eines von den Römern Patron genannten Besitzers.
Der klassische Fall eines Sklaven als Topmanager war ein Mann namens Musicus Scurranus, dessen Grabinschrift Bemerkenswertes offenbart: Er gehörte zum Haushalt des Kaisers Tiberius, war Mitglied der familia Caesaris, wie man das Dienstpersonal der Kaiser nannte. In dieser Eigenschaft bekleidete er das einflussreiche Amt eines Finanzverwalters in Gallien mit Dienstsitz Lugdunum (heute Lyon).
Den Grabstein in Rom errichteten dem Sklaven Musicus 16 andere Sklaven, die ihrerseits in seinen Diensten gestanden hatten und die, indem sie stolz Auskunft über ihre Tätigkeiten gaben, wichtige Informationen über das berufliche Spektrum von Sklaven liefern. Der Bogen reicht von Sekretären, Aufwärtern, Einkäufern, Kammerdienern und Buchhaltern bis hin zu Köchen und Ärzten.
Dass sich reiche Römer bei Wahlen mithilfe von Geldgeschenken oder Speisungen Stimmen erkauften, war eine weitgehend akzeptierte Praxis. Die Bestechung von…
Das Los der rechtlosen Sklaven konnte sehr unterschiedlich ausfallen: von der harten Arbeit im Bergwerk bis zu Tätigkeiten in der Verwaltung der Unternehmen ihrer Herren (Relief aus Izmir in der heutigen Türkei, 3. Jahrhundert). · Foto: Bridgeman Images / Ashmolean Museum
Arbeit im Bergwerk kommt einem Todesurteil gleich
Ein reicher Mann wie Crassus hatte natürlich noch viel mehr Sklaven unter seinem Personal als die genannten Favoriten. Und die meisten durften sich nicht einer sozial privilegierten Stellung erfreuen wie der Vorleser und seine Kollegen oder Sklavinnen, die gerne als Dienerinnen oder Ammen eingesetzt wurden.
Crassus war auch Besitzer von einträglichen Silberminen. Die Arbeit im Bergwerk geschah unter den schwierigsten Bedingungen. Für viele Sklaven war die Abkommandierung in die engen, stets einsturzgefährdeten Stollen ohne jede Belüftung gleichbedeutend mit einem Todesurteil. Auch andere Arbeitsplätze waren mit Schrecken und Qualen verbunden, wie die Tätigkeit in einer Mühle, wo sich die Sklaven mit schweren Mühlsteinen abplagen mussten.
Der römische Autor Apuleius liefert im 2. Jahrhundert eine drastische Beschreibung der körperlichen Auswirkungen dieser Fronarbeit: „Die Haut mit blauen Striemen gezeichnet, den verprügelten Rücken mit ein paar verschlissenen Fetzen eher besprenkelt als bedeckt, einige nur mit einem winzigen Lendenschurz und alle so bekleidet, dass durch die Lumpen die Knochen zu sehen sind.“ Nicht viel besser erging es jenen Sklaven, die auf den Latifundien, den großen Gütern der Senatoren und Adligen, als rechtlose Schwerstarbeiter beschäftigt waren.
Kein Wunder, dass viele Sklaven an Flucht dachten. Das war sicher auch bei jenen Sklaven des Crassus der Fall, die nicht das Glück einer behüteten und geachteten Stellung in seinem Haushalt hatten. Doch für diesen Fall hatten die Besitzer Vorkehrungen in Form von Halsbändern aus Bronze oder Eisen getroffen, die so am Körper befestigt waren, dass sie von den Sklaven nicht entfernt werden konnten.
In diese Halsbänder waren auf kleinen Metalltafeln kurze Texte eingeritzt. „Wer mich fängt“, heißt es in einer dieser Inschriften, „soll mich zurückgeben an meinen Besitzer Apronianus, Beamter im kaiserlichen Palast, beim Goldenen Tuch auf dem Aventin, denn ich bin ein entlaufener Sklave.“ Gefunden wurde das Halsband an einem Skelett, was vielen Spekulationen Tür und Tor öffnet. Kam er auf der Flucht ums Leben? Oder ereilte ihn ein anderes Schicksal? Auf einem anderen Halsband stand: „Ich bin weggelaufen. Halt mich fest! Wenn du mich zu meinem Herrn Zoninus zurückbringst, erhältst du einen Solidus.“
Ein Sklave wird ausgepeitscht (Mosaik aus Sizilien, erstes Viertel des 4. Jahrhunderts). Wer seine Sklaven zu schlecht behandelte, lief Gefahr, dass sie sich gegen ihren Herrn auflehnten. · Foto: akg-images / Nicholas Saunders
Waren die beiden Sklaven wirklich entlaufen? Oder hatten ihnen ihre Besitzer diese entwürdigenden Halsbänder vorsorglich, für den Fall einer Flucht, verpasst? Der Solidus war immerhin kein schlechter Finderlohn – ein Goldstück von 4,6 Gramm Gewicht.
Im Extremfall konnte es zwischen Besitzern und Sklaven sogar zu gewaltsamen Auseinandersetzungen kommen. So berichtet der römische Autor Plinius d. J. von einem offenbar sehr unsympathischen, von ihm als „hochnäsig und grimmig“ charakterisierten Patron namens Larcius Macedo, dem Besitzer einer Villa bei Formiae in Latium. Dieser wurde, als er gerade beim Baden war, von seinen Sklaven umstellt, verprügelt und auf den glühend heißen Fußboden geworfen.
Plinius d. J. warnt vor der Rache der Sklaven
In der Meinung, er wäre erstickt, trugen ihn die renitenten Sklaven aus dem Haus. Doch plötzlich öffnete er wieder die Augen. Die Sklaven liefen in Panik davon. Viele von ihnen wurden aufgegriffen, nach anderen, so Plinius in seinem aktuellen Bericht, sei noch gesucht worden. Das schwer verletzte Opfer starb ein paar Tage später.
Der Kommentar des Plinius, sicher von der Eskalation der Gewalt beeinflusst, zeugt aber auch darüber hinaus nicht von großer Wertschätzung für Sklaven an sich. „Du siehst“, wendet er sich an seinen Briefpartner, dem er von diesen Vorgängen erzählt hat, „welch vielfältigen Gefahren, Entwürdigungen, Beschimpfungen wir ausgesetzt sind, und niemand darf sich in Sicherheit wiegen, bloß weil er ein nachsichtiger Herr ist. Der Sklave, der seinen Herrn umbringt, macht keinen Unterschied, sondern geht brutal zu Werke.“
Wie die gewalttätigen Sklaven des Larcius Macedo zu Unfreien geworden waren, ist ebenso wenig bekannt wie bei den vornehmen Sklaven des Crassus. Grundsätzlich gab es in Rom zwei Wege, wie Menschen zu jenen abhängigen Wesen wurden, die im juristischen Sinne nicht als Menschen, sondern als Sachen galten. Zum einen rekrutierten die Römer ihre Sklaven aus Kriegsgefangenen. Zum anderen handelte es sich um die Nachkommen von Menschen, die bereits Sklaven waren und die in den Häusern ihrer Besitzer lebten oder in eigenen, bewachten Sklavenbehausungen untergebracht waren. Daneben herrschte auch die Praxis vor, dass arme Familien ihre Kinder einfach aussetzten und diese dann von den Findern als Sklaven aufgezogen wurden.
Metallener Halsring eines Sklaven (4./5. Jahrhundert). Auf der Tafel steht: „Ich bin weggelaufen. Halt mich fest! Wenn du mich zu meinem Herrn Zoninus zurückbringst, erhältst du einen Solidus.“ · Foto: akg-images / Eric Vandeville
In Rom, Italien und dem Römischen Reich insgesamt gab es, jedenfalls bis ins 2. Jahrhundert, als das Weltreich nicht mehr so viele Kriege führte und daher der Nachschub an Gefangenen nachließ, nur wenig mehr freie Menschen als Sklaven. Über genaue Zahlen kann nur spekuliert werden, doch haben Schätzungen einiges für sich, die davon ausgehen, dass in Italien in der Zeit des Augustus bei einer Gesamtbevölkerung von 7,5 Millionen drei Millionen Sklaven lebten.
Wahrnehmung und Sichtbarkeit in der Öffentlichkeit und im Alltag hingen von der Art der Tätigkeit ab. Grundsätzlich hatten Sklaven in den Städten bessere Lebensbedingungen als auf dem Land. Dort führten die meisten Sklaven eine Existenz buchstäblich auf der Schattenseite des Lebens. Die Arbeit in Steinbrüchen, in Bergwerken und auf den Feldern der Großgrundbesitzer fand fern der urbanen Öffentlichkeit statt.
Weil diese Sklaven nicht so leicht kontrolliert werden konnten wie diejenigen, die in den Städten in den Häusern der Reichen arbeiteten, kamen ihre Herren auf viele Ideen, wie man ihnen das Leben zusätzlich schwer machen konnte. Hoch im Kurs standen restriktive Maßnahmen wie strengste Bewachung von unbarmherzigen Aufpassern oder die Arbeit in Ketten.
Auch entsprach die Ernährung in der Regel nicht den körperlichen Anforderungen, die an die hart schuftenden Sklaven gestellt wurden. Alte und schwache Sklaven wurden aussortiert und nur im besten Fall von den Herren mehr schlecht als recht weiter versorgt. Oder aber eben auch schlicht auf die Straße gesetzt.
Kaiser Claudius: Wer vernachlässigt wird, soll freigelassen werden
Doch fanden sie in der frühen Kaiserzeit in Kaiser Claudius einen Fürsprecher, von dem der antike Historiker Cassius Dio mitteilt: „Als viele ihre Sklaven, die erkrankten, keiner Pflege mehr für wert hielten, sondern sie aus ihren Häusern warfen, erließ er das Gesetz, dass alle, die eine solche Behandlung überlebten, frei sein sollten.“
Kriegsgefangene wurden von den Römern häufig in die Sklaverei gezwungen (Relief auf dem sogenannten Portonaccio-Sarkophag aus Rom, 2. Jahrhundert). · Foto: akg-images / Erich Lessing
Berüchtigt, aber auch symptomatisch waren die Empfehlungen, die im 2. Jahrhundert v. Chr. der römische Agrarschriftsteller und Politiker Cato d. Ä. seinen Gutsherrenkollegen für den Umgang mit Landsklaven gab. Demzufolge sollte man rechtzeitig unrentable Gegenstände versteigern wie „Wein und Getreide, das nicht gebraucht wird, Ochsen, die alt geworden sind, Rinder und Schafe in schlechtem Zustand, einen alten Wagen, eiserne Gerätschaften sowie einen Sklaven, der alt geworden ist, einen Sklaven, der kränklich ist, und alle sonstigen überflüssigen Dinge“.
Kein Wunder, dass die Sklavenrevolten, wie der Spartacus-Aufstand (73–71 v. Chr.), ihren Ausgang in den ländlichen Regionen nahmen. Diese Erhebungen hatten allerdings nie das Ziel, gegen die Sklaverei an sich zu protestieren, als vielmehr, was verständlich genug ist, den beteiligten Sklaven die persönliche Freiheit zu verschaffen.
In den Städten sah die Situation anders aus. Hier war den Sklaven schon rein äußerlich der Status der Unfreiheit nicht anzusehen. Denjenigen, die in gehobenen Positionen in den Häusern der Reichen arbeiteten, ohnehin nicht, weil sie meistens sehr gut gekleidet waren. Aber auch nicht denjenigen, die mit einfachen Arbeiten beschäftigt waren. Sie trugen, wie die freien Angehörigen der mittleren und unteren Schichten, eine Tunika, das klassische Obergewand der Männer und Frauen in Rom.
Bestrebungen, ihnen eine einheitliche Kleidung vorzuschreiben, um sie in der Öffentlichkeit leichter identifizieren zu können, schob der römische Senat einen Riegel vor. Dies jedoch nicht, weil man den Sklaven eine soziale Stigmatisierung ersparen wollte, sondern weil man unter den Sklaven einen Effekt der Solidarisierung befürchtete. Zugleich wollte man verhindern, dass den Sklaven bewusst wurde, wie viele sie eigentlich waren. Die Liberalität in der Kleiderordnung der Sklaven fand nur in einem Punkt eine Einschränkung: Keiner durfte die Toga tragen. Dieses Gewand war ausschließlich für freie römische Bürger reserviert.
So fielen die Sklaven in Städten wie Rom im Alltag kaum auf. Wie sie untereinander auskamen, ob es zu Spannungen kam, wenn sie einander auf der Straße begegneten, ist in den Quellen, die ohnehin ausnahmslos aus der Sicht der Freien geschrieben wurden, nicht überliefert. Auch nicht, ob es kulturelle Gegensätze gab – die Sklaven in der Hauptstadt Rom stammten aus allen Regionen des Imperiums, mit Herkunftsnachweisen von Syrien bis nach Spanien, von Nordafrika bis nach Britannien.
Ein Landbesitzer beaufsichtigt Sklaven bei der Feldarbeit (Relief am Grab eines gewissen Titus Paconius Caledus aus dem 2. Jahrhundert). · Foto: akg-images / Album / AFO / Vatikanische Museen
Da Heiraten zwischen Sklaven und Freien ein absolutes Tabu waren, blieben die Sklaven familiär unter sich. Solche Verbindungen wurden von den Besitzern gern gesehen, weil sie mit den Kindern aus solchen Ehen die Zahl ihrer Sklaven ohne Mehrkosten vergrößern konnten.
Die Gladiatoren leben besonders gefährlich
Eine Sonderstellung unter den Sklaven nahmen diejenigen ein, die man aufgrund ihrer körperlichen und sportlichen Qualitäten als Gladiatoren in die Arena schickte. Wenn sie erfolgreich waren, genossen sie eine hohe Popularität – sie waren die einzigen Sklaven, denen die freien Bürger zujubelten. Auf der anderen Seite war dies einer der gefährlichsten Jobs im antiken Rom, da sehr viele in Ausübung dieser spektakulären Tätigkeit ums Leben kamen. Im Laufe der Kaiserzeit rekrutierten die Veranstalter ihre Gladiatoren auch zunehmend aus der freien Bevölkerung.
Tröstlich und motivierend war für viele Sklaven die Aussicht auf Freilassung. Tatsächlich blieben nur wenige Sklaven lebenslang in diesem Status der Unfreiheit. Wiederum nicht aus humanen, sondern aus ganz pragmatischen Erwägungen heraus schenkten die Patrone ihren Sklaven in einem formellen Akt die Freiheit. Diese Aussicht diente dazu, Motivation und Effizienz bei der Arbeit zu steigern, minimierte zudem die Versuchung zu fliehen oder gegen den Patron zu rebellieren.
Als Freigelassene standen die ehemaligen Sklaven weiter in der Klientel des ehemaligen Herrn, mussten aber von diesem nicht mehr versorgt werden. Viele Freigelassene machten in Rom Karriere, brachten es seit Kaiser Claudius sogar zu Spitzenpositionen in der kaiserlichen Administration. Und die Kinder von Freigelassenen wurden automatisch römische Bürger. Ein bekanntes Beispiel ist der Dichter Horaz, dessen freigelassener Vater noch der Sohn eines Sklaven gewesen war.
Die Sklaverei blieb in Rom bis zum Ende der Antike rechtlich und gesellschaftlich eine feste Institution, bevor sie im Mittelalter in die Leibeigenschaft überging. Bestrebungen, sie abzuschaffen, gab es nicht. Zu tief war die Tradition verwurzelt, die Menschen in die Kategorien frei und unfrei einzuteilen.
Auf diesem Relief aus dem 1. Jahrhundert ist die Freilassung von Sklaven zu sehen. Sie tragen dabei die charakteristische kegelförmige Kopfbedeckung, die Freiheitsmütze (pileus). · Foto: Bridgeman Images / NPL / DeAgostini Picture Library / A. Dagli Orti
Immerhin kann der Philosoph Seneca als Kronzeuge dafür ins Feld geführt werden, dass es auch bereits im antiken Rom Stimmen gab, die der Sklaverei als solcher skeptisch gegenüberstanden. So schrieb der bekennende Stoiker Seneca an seinen Freund Lucilius: „Mit Vergnügen habe ich erfahren, dass du mit deinen Sklaven freundschaftlich umgehst. Das passt zu deiner Klugheit und Bildung.“ Es folgt ein fiktiver Dialog mit einem Befürworter der Sklaverei: „Sklaven sind sie“. Seneca antwortet: „Nein, vielmehr Menschen.“ „Sklaven sind sie.“ „Nein, vielmehr Hausgenossen.“ „Sklaven sind sie.“ „Nein, vielmehr Freunde niedrigeren Standes.“ Und dann der Satz: „Wir behandeln sie nicht als Menschen, sondern missbrauchen sie als Arbeitstiere.“
Genau genommen kein Plädoyer für die Abschaffung der Sklaverei, sondern nur für einen menschlichen Umgang mit den Sklaven. Aber das war in einer Welt, in der viele Sklaven eine Existenz im Schatten erdulden mussten, schon sehr viel.
Literatur
Holger Sonnabend, Von harter Arbeit und fairen Löhnen. Texte aus der Antike. Ditzingen 2024.
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