Friedrich Barbarossas Bemühungen, 1152 die Nachfolge im Königsamt anzutreten, werden in den zeitgenössischen Quellen in sehr unterschiedlicher Weise fassbar. Wir haben einerseits klare Aussagen seines Biographen und Verwandten, Otto von Freising, der in seinen „Gesta Frederici“ ein uneingeschränktes Loblied der Jugend Friedrichs bietet sowie seine von Gott gelenkte Nachfolge im Königsamt als unstrittig beschreibt. Der sterbende König Konrad, sein Vorgänger und Onkel, habe „die Insignien und seinen einzigen Sohn, der ebenfalls Friedrich hieß, Herzog Friedrich [Barbarossa] übergeben. Er war nämlich ein kluger Mann und machte sich keine Hoffnungen darauf, dass sein Sohn, der ja noch ein kleiner Knabe war, zum König erhoben würde.“ Zudem akzentuierte Otto stets die Tatsache, dass Friedrich die Verbindung zwischen den konkurrierenden Adelsgeschlechtern der Staufer und Welfen herstelle.
Diese klare Stellungnahme eines Verwandten ergänzend, kann man eine Reihe von Kontakten Friedrichs vor der Wahl beobachten, mit denen er wichtige Wähler auf seine Seite brachte. Diese Belege weisen auf intensive Aktivitäten Barbarossas im engen Zeitraum zwischen dem Tod Konrads III. (15. Februar) und Friedrichs Wahl in Frankfurt (4. März). Einige der getroffenen Abmachungen begründeten Bündnisse, andere hingegen schufen neue Konflikte. Insgesamt aber erweist sich Friedrich Barbarossa durch diese verdeckten Vereinbarungen als ein politischer Akteur, der entschlossen eine sehr labile Situation für sich nutzte.





