Über die Person des Avitus ist die erhaltene Inschrift auf dem Weihestein die einzige Quelle. Dennoch kann anhand der wenigen Zeilen fast sein ganzes Leben rekonstruiert werden. Er wurde um die Mitte des 2. Jahrhunderts in Savaria in der Provinz Pannonien, im heutigen Ungarn geboren. Die friedliche Jugend endete mit dem Einfall der Markomannen in die Donauprovinzen. Avitus trat wie viele andere in die Armee ein und kämpfte mit seiner ersten Legion annähernd 20 Jahre lang gegen die Germanen. Aufgrund seiner Leistungen stieg er im Laufe der Jahre in den Rang des Adlerträgers der Legion auf und wurde um 180 n. Chr. zum Zenturio befördert und zur achten Legion nach Straßburg versetzt. Von dort aus übernahm er spezielle Kommandos am obergermanischen Limes, wobei er eben im Jahr 191 n. Chr. den Weihestein für Iuppiter Dolichenus aufstellen ließ.
Die Ausstellung ist ein deutsch-ungarisches Gemeinschaftsprojekt des Archäologischen Landesmuseums Baden-Württemberg und des Savaria Museums in Szombathely. Sie präsentiert über 80 einmalige Funde aus zahlreichen Museen der Partnerländer. In großformatigen Illustrationen tritt Publius Ferrasius Avitus aus der gesichtslosen Vergangenheit hervor und macht Geschichte lebendig.





