Der Historiker Jürg Simonett geht dieser Frage nach. 1899 in Vals als uneheliches Kind geboren, wurde Stoffel schon früh „verdingt“, das heißt, er musste in einem fremden Haushalt arbeiten. Mit der Mutter, die mittlerweile geheiratet hatte, zog er 1915 nach Köln, wo er erste Diebstähle beging. Da er als Kleinkrimineller nun keine Arbeit mehr fand, schloss sich nach der Rückkehr in die Schweiz ein Kreislauf von Straftaten, Gefängnis und erneuter Delinquenz an. Der kleine, gewandte Mann lieferte sich häufig Verfolgungsjagden mit der Polizei, bevor er festgesetzt werden konnte, wendete aber nie Gewalt an.





