Bis zum 4. Dezember 2016 dreht sich im Ausstellungszentrum Lokschuppen (Rathausstraße 24, Tel. +49 (0)8031 3659036) alles um die sagenumwobene Welt der Wikinger. Über 500 Exponate sollen dem Besucher ein vielschichtiges Bild der Seefahrer aus dem Norden vermitteln, das über die klischeehafte Vorstellung vom Hörnerhelm tragenden, Met liebenden und mordenden Plünderer hinausgeht. Darunter finden sich Originalobjekte aus dem Lunds Universitets Museum in Schweden, die zum Teil erstmals zu sehen sind. Vom Wikinger als starken Krieger zeugen Waffen wie das bekannte Ulfberht-Schwert sowie ein Schädel mit gefeilten Vorderzähnen. Filigrane Goldschmiedearbeiten zeigen aber, dass sich die wilden Nordmänner auch als begabte Kunstschaffende und geschäftstüchtige Handelsreisende betätigten. Ebenso ist ein außergewöhnlicher Originalfund aus Marquartstein in Oberbayern zu sehen, der belegt, dass die Wikinger weitreichende Kontakte vom hohen Norden nach Bayern pflegten: Bei dem Fund handelt es sich um eine Riemengarnitur mit skandinavischer Ornamentik.





