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Eine Biographie mit Lücken
William Shakespeare hat mit seinem Werk Literaturgeschichte geschrieben, als historische Person ist der Dichter jedoch vergleichsweise schwer zu greifen. So viel ist sicher: Dank einer guten Bildung, viel Talent und einem ausgeprägten Geschäftssinn gelang ihm im London des späten 16. Jahrhunderts der Durchbruch.
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Shakespeares genaues Geburtsdatum ist nicht bekannt. Doch wir wissen, dass er am 26. April 1564 in der Holy Trinity Church in Stratford-upon-Avon, damals eine 1500-Seelen-Gemeinde in der Grafschaft Warwickshire, getauft wurde. Nach der Praxis der Zeit erfolgte die Taufe wenige Tage nach der Geburt. Da er am 23. April 1616 starb, hat sich die Tradition eingebürgert, den Todestag auch als seinen Geburtstag anzunehmen. Die Shakespeare-Forscherin Ingeborg Boltz nennt dies eine „symmetrische Anordnung von kaum zu widerstehender Suggestion“.
Sein Vater, John Shakespeare, gehörte der hochangesehenen Zunft der Handschuhmacher an. Die Mutter, Mary Arden, war Spross einer der ältesten Landadelsfamilien Warwickshires. Es war nicht zuletzt diese Verbindung, der Shakespeares Vater seinen schnellen sozialen Aufstieg in Stratford zu verdanken hatte. Er wurde zunächst Abgeordneter im Stadtrat, wirkte am Stadtgericht mit und wurde dann Kämmerer. Schließlich bekleidete er die höchsten Ämter, die die Gemeinde zu vergeben hatte: Als William gerade einmal vier Jahre alt war, wurde sein Vater zum Bürgermeister und Friedensrichter gewählt.
Die hohe Stellung des Vaters in der Gemeinde legt ebenfalls nahe, dass William als ältester Sohn die King’s Grammar School in Stratford besuchte. Diese war für die Kinder der Ratsherren gebührenfrei und bot eine sehr gute Bildung. An sechs Tagen in der Woche wurde jeweils acht bis neun Stunden unterrichtet. Der Lehrplan beinhaltete unter anderem Arithmetik sowie das Lesen und Übersetzen antiker Autoren. Wir wissen auch, dass die Lehrer, die Shakespeare unterrichteten, über ein abgeschlossenes Universitätsstudium in Oxford verfügten.
An der Grammar School werden die Stücke antiker Autoren aufgeführt
Der berühmte Ausspruch von Ben Jonson (1572 –1637), einem Dramatikerkollegen, dass Shakespeare über „small Latin und less Greeke“ („wenig Latein und kaum Griechisch“) verfügt habe, spiegelt wohl eher den Unterschied zu Jonsons eigenen überdurchschnittlichen Kenntnissen der antiken Sprachen wider. Antike Texte las Shakespeare aber wohl tatsächlich meist in Übersetzungen.
An der Grammar School nahm Shakespeare sicher auch an den dort praktizierten Aufführungen antiker Dramen teil. Zudem ist davon auszugehen, dass er in Stratford auch früh mit dem professionellen Theater in Kontakt kam. Fahrende Schauspieltruppen, wie etwa die berühmten Queen’s Men und die Earl of Worcester’s Men, die über die Sommermonate durch das Land tourten, machten in den 1570er und 1580er Jahren regelmäßig in Shakespeares Heimatort halt und führten Stücke aus dem Londoner Repertoire auf. Shakespeare war also keineswegs ein ungebildeter Bursche vom Land.
Wilde Spekulationen über die „lost years“ des Dichters
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1582 heiratete der gerade einmal 18-Jährige die acht Jahre ältere Anne Hathaway, die, wie ihre Schwiegermutter, einer vermögenden und angesehenen Familie entstammte. Bereits sechs Monate später wurde Tochter Susanna geboren, und knappe zwei Jahre später, 1585, folgten die Zwillinge Hamnet und Judith. Hamnet verstarb allerdings 1596 im Alter von elf Jahren. Shakespeare befand sich zu diesem Zeitpunkt auf dem Höhepunkt seines Schaffens und hat vermutlich gerade am „Hamlet“ gearbeitet. In der Wahl des Namens der Titelfigur sehen daher einige keinen Zufall.
Nach der Geburt der Zwillinge verlieren sich bis 1592 die Spuren Shakespeares. Dass aus diesen sieben Jahren, die auch als „lost years“ („verlorene Jahre“) bezeichnet werden, nichts über den Dichter bekannt ist, verwundert eigentlich nicht, denn handschriftliche Aufzeichnungen aus dieser Zeit sind generell rar. So existieren etwa von den rund 3000 zwischen 1570 und 1640 verfassten Dramen nur sechs Manuskripte, von denen man mit hoher Wahrscheinlichkeit annehmen kann, dass sie von den Autoren selbst verfasst wurden.
Diese Lücke in Shakespeares Biographie hat zu zahlreichen Spekulationen und Theorien geführt. Der Autor wurde für diesen Zeitraum an den verschiedensten Plätzen verortet, etwa in Italien, auf einer Weltumsegelung, als Gehilfe in einer Anwaltskanzlei, als Page in einem aristokratischen Haushalt, als Hilfslehrer auf dem Land, unterwegs als fahrender Schauspieler oder auch einfach nur als Ehemann und Vater in Stratford. Wir werden es wohl nie genau erfahren.
Fakt ist, dass die erste namentliche Erwähnung Shakespeares sieben Jahre nach der Geburt der Zwillinge von dem Dramatiker und Pamphletisten Robert Greene stammt, der auf seinem Sterbebett vor einem „upstart Crow“, einem Emporkömmling warnt, einem „Shake-scene“, der sich mit fremden Federn schmücke und in der Lage sei, einen Blankvers nach dem anderen abzuliefern („he is as well able to bombast out a blanke verse as the best of you“).
Die erste amtliche Erwähnung von Shakespeares Theatertätigkeit in London datiert aus dem Jahr 1595 und ist in den Rechnungsbüchern des königlichen Schatzmeisters zu finden. Es geht dabei um die Bezahlung von zwei Hofvorstellungen der Theatertruppe The Lord Chamberlain’s Men, die Shakespeare wahrscheinlich zunächst nur mit Stücken versorgte, deren Mitglied und schließlich Teilhaber er aber mit der Zeit wurde.
Man kann es als Zufall oder als göttliche Fügung bezeichnen, dass die Geburt eines dramatischen Ausnahmetalents wie Shakespeare in dieselbe Zeit fiel wie die Entstehung des kommerziellen Theaterwesens in England. 1567, als Shakespeare gerade einmal drei Jahre alt war, wurde in London das erste Gebäude errichtet, das ausschließlich Theateraufführungen diente. Zu Shakespeares Lebzeiten sollten neun weitere solcher Freilufttheater entstehen. Sie stillten mit einer Kapazität von bis zu 3000 Personen die steigende Nachfrage der sich herausbildenden kaufmännischen und verarbeitenden Mittelschicht nach Unterhaltung.
Diese Theater wurden von ausschließlich aus Männern und Knaben bestehenden Schauspieltruppen betrieben, die unter dem Patronat eines Adligen standen, oder, wie im Fall von Shakespeares Truppe, den Lord Chamberlain’s Men, direkt der Zensurbehörde unterstellt waren. In den 1580er und frühen 1590er Jahren gab es eine Reihe solcher Truppen, wie etwa die Earl of Leicester’s Men, Lord Strange’s Men und die Derby’s Men.
Diese Gruppen waren nach einem Teilhabersystem organisiert. Das Kapital war in Anteile aufgeteilt, die mehreren Inhabern gehörten, wobei sich einzelne Teilhaber auch Mehrheiten durch den Besitz mehrerer Anteile sichern konnten. Die Anteilseigner legten die Pläne der Truppe fest, waren in dem Verhältnis ihrer Anteile an Einnahmen und Ausgaben beteiligt und ernannten einen Geschäftsführer. Sie stellten darüber hinaus Hilfskräfte als Schauspieler, Souffleure, Bühnenarbeiter und für sonstige Hinter- und Vorderhausfunktionen ein. Außerdem wurden Knaben als Lehrlinge aufgenommen, die jeweils einem Schauspieler zugeteilt wurden und die Frauenfiguren spielten. Schauspielerinnen auf englischen Bühnen gab es erst nach der Restauration der Monarchie 1660.
Die Anteilseigner konnten Einnahmen aus bis zu drei Quellen generieren: als Miteigentümer am Theater, als Anteilseigner und als Autoren von erfolgreichen Dramen. Kein Wunder also, dass jemand wie Shakespeare, der alle drei Kriterien erfüllte und zudem ein „kapitalkräftiger Geschäftsmann“ (Ingeborg Boltz) war, im Lauf seines Lebens zum wohlhabenden Mann wurde.
Eine Auswahl von Shakespeares Immobilieninvestitionen bestätigen dies: 1597, mit gerade einmal 33 Jahren, erwarb er für 120 Pfund (umgerechnet zwei bis drei Millionen Britische Pfund in heutiger Währung) das zweitgrößte Haus in Stratford („New Place“), das bis zu seinem Tod sein Hauptwohnsitz blieb. Fünf Jahre später erstand er für die fast dreifache Summe bebaubares Land in Old Stratford, und 1613 zahlte er 140 Pfund für eine Londoner Immobilie, das Torhaus im Blackfriars-Komplex.
An einigen Dramen schreiben mehrere Autoren
Sieben Jahre nach Shakespeares Tod erschien die erste Ausgabe seiner dramatischen Werke, das „First Folio“. Es enthält mit 36 Titeln die meisten seiner Dramen, unterteilt in die drei Gattungen: Komödien, Historiendramen und Tragödien. Für lange Zeit sah man in diesen 36 Stücken zusammen mit den erst später veröffentlichten „Perikles“ und „Die zwei edlen Vettern“ das dramatische Gesamtwerk Shakespeares.
In den letzten Jahrzehnten wurde dieser Kanon allerdings um einige Dramen erweitert, bei denen man eine Mitautorschaft Shakespeares annimmt, wie beispielsweise das Historiendrama „Eduard III.“ und das in London angesiedelte „Sir Thomas Morus“. Auch unter den kanonischen Werken finden sich übrigens Dramen, bei denen mittlerweile von einer kollaborativen Autorschaft ausgegangen wird, wie etwa bei „Perikles“, „Heinrich VIII.“, „Die zwei edlen Vettern“ und auch „Macbeth“.
In der Dramenrezeption hat sich etabliert, den drei im Folio aufgeführten Gattungen eine weitere hinzuzufügen und die klassischen 38 kanonischen Dramen in zehn Tragödien, 14 Komödien, zehn Historiendramen und vier Romanzen einzuteilen (siehe Übersicht auf Seite 27). Während die Komödien verschiedene Varianten der sogenannten Liebeskomödie durchspielen, die am Ende in mindestens eine Hochzeit münden, setzen sich die Tragödien experimentell mit den traditionellen Formen der Schicksals-, Rache-, Ehe- und der unterweisenden de casibus-Tragödie, bei der Aufstieg und Fall einer Person beleuchtet werden, auseinander. Sie begründen dabei die neue Form der Charaktertragödie mit komplexen und psychologisch ausdifferenzierten Protagonisten.
Die Historiendramen hingegen setzen sich ausnahmslos mit der englischen Geschichte des 12. bis 16. Jahrhunderts auseinander und widmen sich der Frage des guten bzw. richtigen Herrschens. Die am Ende von Shakespeares Schaffenszeit entstandenen vier Romanzen verbinden komische mit märchenhaften und magischen Momenten und sind vom Geist der Versöhnung geprägt.
Allerdings erweist sich eine derartige Klassifizierung in einigen Fällen als problematisch, da Komödien wie „Maß für Maß“, „Troilus und Cressida“ und „Der Kaufmann von Venedig“ auch ausgeprägte tragische Elemente enthalten und dabei unterschiedliche Blickweisen auf Themen wie außereheliche Sexualität, Frauenfeindlichkeit, Religion und Fremdenhass kontrastiv gegenüberstellen. Man spricht daher bei diesen Dramen auch von problem plays.
In den Jahren, in denen London von der Pest heimgesucht wurde und die Theater schließen mussten, wandte sich Shakespeare dem Verfassen von Dichtung zu. Damit wollte er potentielle aristokratische Gönner hofieren und seine literarische Reputation festigen (dem Theater haftete noch lange ein unseriöser Ruf an).
Mit seinen rund 1200 bzw. 1900 Verse umfassenden Kurzepen „Venus und Adonis“ (1593) und „Der Raub der Lukretia“ (1594), die beide dem Grafen von Southampton gewidmet sind, stellte Shakespeare gleich zu Beginn seiner Karriere sein Können und seinen literarischen Anspruch unter Beweis. Die in den klassischen Strophenformen der Sestine und des rhyme royal verfassten Werke verarbeiten anspielungsreich mythologische Stoffe aus antiken Quellen, unter anderem aus Ovids „Metamorphosen“ und Titus Livius’ römischer Geschichte „Ab urbe condita“.
Die Sonette richten sich an ein elitäres Publikum
Damit wandte er sich, anders als in seinen Dramen, an eine ausschließlich höfische und (vor)gebildete Leserschaft. Besonders auffällig in beiden Werken ist dabei die ausgeprägte Thematisierung sexuellen Verlangens, allerdings aus unterschiedlichen Perspektiven. Während „Venus und Adonis“, das Shakespeare in seiner vorangestellten Widmung als „erste[n] Sprößling meiner Eingebung“ („first heir of my invention“) bezeichnet, spielerisch und in einem hochgradig sinnlich-erotischen Duktus Venus’ Werben um Adonis in pastoraler Szenerie beschreibt, schildert Shakespeare in „Der Raub der Lucretia“ deren brutale Vergewaltigung in der politischen Welt des historischen Rom.
Das sicherlich bekannteste Dichtwerk Shakespeares ist der 1609 erschienene Sonettzyklus, bestehend aus 154 Sonetten, von denen die ersten vermutlich bereits in den frühen 1580er Jahren verfasst wurden und die zu den schwierigsten lyrischen Texten der englischen Renaissance zählen. Auch in ihnen thematisiert Shakespeare unterschiedliche Facetten von Liebe und Verlangen, allerdings nicht wie in den Kurzepen in einem mythischen Kontext, sondern in der höfischen Welt seiner Zeit. Hauptfiguren sind ein Dichter in mittleren Jahren, ein junger schöner Mann sowie eine reifere, sexuell erfahrene Frau (die sogenannte dark lady), die von Shakespeare in eine Konstellation aus wechselseitigem (sexuellem) Begehren, Eifersucht und Täuschungen gebracht werden.
Etwas weniger bekannt als die Kurzepen und die Sonette, und zum Teil auch umstrittener in ihrer Zugehörigkeit zum Shakespeare-Kanon, sind drei weitere Werke: das gemeinsam mit den Sonnetten veröffentlichte und 47 Strophen umfassende „Der Liebenden Klage“, das, wie die Sonette, das Lesepublikum an einem dynamischen Beziehungsgeflecht aus drei Figuren teilhaben lässt; die 20 Gedichte umfassende Sammlung „Der verliebte Pilger“, von denen allerdings nur fünf eindeutig Shakespeare zugeschrieben werden können; sowie das allegorische „Phönix und Turteltaube“, dessen Autorschaft ebenfalls umstritten ist.
Verschiedene Dokumente (unter anderem Gerichtsprotokolle) geben Anlass zu der Annahme, dass Shakespeare um 1612 seinen Hauptwohnsitz von London nach Stratford-upon-Avon verlegte, auch wenn er im folgenden Jahr noch für verschiedene Anlässe wie etwa Theateraufführungen am Hof und Immobilienkäufe in die Hauptstadt zurückkehrte.
Es wird allerdings vermutet, dass der Brand des von seiner Theatertruppe erbauten Globe-Theaters im Juni 1613 eine Zäsur darstellte und ihn schließlich dazu veranlasst haben könnte, London endgültig den Rücken zu kehren.
Die Entstehungsgeschichte von Shakespeares Testament hat, wie auch andere Lebensumstände des Dramatikers, Anlass zu vielen Spekulationen gegeben. Das liegt zum einen daran, dass Shakespeare sein Testament nach nur zwei Monaten überarbeitete. Am 25. März 1616, also fast genau einen Monat vor seinem Tod, nahm er verschiedene Änderungen vor, die vor allem seine jüngste Tochter bzw. seinen Schwiegersohn Thomas Quiney betrafen. Letzterer genoss einen eher zweifelhaften Ruf und wurde zu dieser Zeit der Unzucht mit einer Margaret Wheeler überführt. Kurzerhand strich Shakespeare „Schwiegersohn“ und ersetzte es durch „meine Tochter Judith“.
Für die Witwe ist im Testament das „zweitbeste Bett“ vorgesehen
Der Großteil des Besitzes wie Haus- und Grundbesitz, Pachtanteile und Hausrat ging nach dem Erbrecht der Zeit an die älteste Tochter Susanna (Shakespeares Theateranteile sind nicht im Testament aufgeführt, diese hat er wahrscheinlich nach dem Brand des „Globe“-Theaters veräußert). Viele haben sich gefragt, warum Shakespeares Ehefrau bis auf eine Ausnahme nicht im Testament genannt wird; außer dem „second-best bed“, das Shakespeare ihr vermachte, findet sie nämlich keine Erwähnung.
Wenn dies auch nach dem englischen Gewohnheitsrecht der Zeit nicht besonders auffällig ist, da eine Witwe, ähnlich dem heutigen Erbrecht in vielen Ländern, ohnehin Anspruch auf ein Drittel des gesamten Besitzes ihres Mannes hatte, fragt man sich allerdings schon, warum ein so geschäftstüchtiger und in allen anderen Finanzangelegenheiten so überaus gewissenhafter Mensch gerade in seinem Testament derart nachlässig war.
Die Erklärung, dass das Überlassen des „zweitbesten Bettes“ ein Zeichen besonderer Zuneigung sei, da es sich beim besten Bett um das Gästebett und beim zweitbesten Bett um das Ehebett gehandelt habe, mag hier vielleicht nicht jeden überzeugen.
Die genaue Todesursache Shakespeares ist nicht bekannt. In Frage kommen Typhus, der zu der Zeit in Stratford grassierte, Herz- und Kreislaufprobleme (das Grabdenkmal in der Holy Trinity Kirche zeigt uns einen korpulenten Shakespeare), übermäßiger Alkoholgenuss, eine nicht auskurierte Syphiliserkrankung, nervliche Belastungen im Zusammenhang mit der Quiney-Wheeler Affäre oder auch eine Kombination dieser Faktoren.
Zwei Tage nach seinem Tod wurde Shakespeare am 25. April 1616 im Chorraum der Holy-Trinity-Kirche in Stratford-upon-Avon beigesetzt.
Aus der Ehe von Shakespeares ältester Tochter Susanna mit dem Arzt John Hall ging eine Tochter, Elisabeth, hervor, die, obwohl zweimal verheiratet, keine Nachfahren hinterließ. Auch der Linie von Shakespeares jüngerer Tochter Judith war kein Glück beschieden. Sie hatte drei Söhne, die allerdings alle zu Judiths Lebzeiten ohne Nachkommen verstarben. Shakespeares Frau Anne überlebte ihren Ehemann um wenige Jahre und starb 1623. Mit dem Tod von Elisabeth im Jahr 1670 endet auch die direkte Linie des Dichters.
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