Als der Kupferstecher William Hogarth 1751 seinen berühmten Stich „Gin Lane“ („Gin-Gasse“, rechte Seite) veröffentlichte, hatte der kollektive Rausch London bereits seit über drei Jahrzehnten im Griff. Um die Gefahr endgültig zu bannen und die Gesetzgeber zu weiteren Beschränkungen zu animieren, brachte der Künstler seinen Zeitgenossen noch einmal alle Elemente des „Gin Craze“, der „Gin-Manie“, in Erinnerung.
Hogarth selbst beschrieb den Inhalt des Bilds so: „Man sieht nichts außer Müßiggang, Armut, Elend und Zerfall. Verzweiflung bis hin zu Wahnsinn und Tod, kein einziges Haus in annehmbarem Zustand, einzige Ausnahmen sind nur die Pfandleihe und die Gin-Kneipe.“ Die Menschen mussten ihr letztes Hab und Gut für ein Glas Schnaps verpfänden. Wie war es zu solchen Zuständen in der Hauptstadt Großbritanniens gekommen?





