Als Thronfolgerin geboren, durch die Hinrichtung der Mutter zum „Bastard“ geworden – und am Ende eine der bedeutendsten Herrscherpersönlichkeiten, die England in seiner Geschichte hatte. Die Biographie Elisabeths I. ist voll von Brüchen, die die Königin mit zäher Ausdauer gemeistert hat. Mit 25 Jahren auf den Thron gekommen, sah sie sich von Beginn an erheblichen Widerständen ausgesetzt – als Frau, als Protestantin, als Tochter einer „Ehebrecherin und Hochverräterin“. Die größte „innere“ Gefahr drohte ihr von der schottischen Königin Maria Stuart. Der Papst, die Jesuiten, der König von Frankreich – sie alle hätten lieber die Katholikin als Königin von England gesehen. Von außen bedrohte Philipp II. von Spanien die Stabilität ihrer Herrschaft. Doch seine mächtige Armada erlitt an der englischen Küste Schiffbruch. Und während die politischen Stürme um Elisabeth tobten, blühte in England das kulturelle Leben, setzte vor allem das Theater zu Höhenflügen an.