Am 30. Juni 2011 beschloss der Deutsche Bundestag in namentlicher Abstimmung den Ausstieg aus der Nutzung der Atomenergie. Spätestens Ende 2022 soll es vorbei sein mit Nuklearstrom aus Deutschland. Für Ersatz sollen vor allem erneuerbare Energiequellen sorgen: Sonne, Wind und Biomasse wie Holz oder Grünabfälle. Sie liefern „sauberen” Strom, doch sie bringen auch Probleme mit sich: Da Wind und Sonne unregelmäßig zur Verfügung stehen, schwankt die Einspeisung von elektrischer Energie ins Netz – umso mehr, je größer der Anteil der regenerativen Erzeuger an der Stromproduktion ist. Das erfordert ausgeklügelte Maßnahmen, um gegenzusteuern und lässt Kritiker um die Stabilität der Energieversorgung bangen. Und sie bemängeln die hohen Kosten der Energiewende, die vor allem die Stromverbraucher zu tragen haben. Doch allen Unkenrufen zum Trotz sind viele Experten überzeugt, dass die Wende gelingen wird – und Deutschland auch künftig auf eine sichere und zuverlässige Stromversorgung bauen kann. Was dafür zu tun ist, erfahren Sie auf den folgenden Seiten.
Seite 78 So wird die Wende zum Erfolg
Experten erklären, mit welchen Konzepten und Technologien der Umbau der Energiesystems gelingen kann.
Seite 89 Wäsche waschen bei Sonnenschein
Der Photovoltaik-Strom vom eigenen Dach könnte den Solarboom weiter beflügeln. Doch man muss einiges beachten.
Seite 90 Kohle ohne Ende
Trotz des rasanten Wachstums von Wind- und Sonnenstrom werden fossile Kraftwerke noch lange unverzichtbar sein.
Seite 94 Das unsichtbare Kraftwerk
Hunderte kleine Stromerzeuger lassen sich genauso managen wie ein großer Kraftwerksblock – dank intelligenter Vernetzung.





