Der Historiker Daniel Hedinger zeigt dagegen in einer lesenswerten globalgeschichtlichen Gesamtdarstellung, die erstmals die Geschichte der Achse unter Berücksichtigung aller drei Mächte erzählt, auf Grundlage umfassender Archivrecherchen, wie stark die Regime miteinander verbunden waren und welche gefährliche Dynamik sie entwickelten. Sein Buch handelt davon, wie die Achsen-Mächte in den 1930er Jahren zusammenfanden, welche Ziele sie verfolgten, wie sie sich gegenseitig radikalisierten und die Welt in den Zweiten Weltkrieg stürzten. Interessant sind auch die Einblicke in die faschistischen Spektakel und bombastisch inszenierten Bündnisfeierlichkeiten, mit denen die Achsen-Mächte nach außen den Eindruck einer starken Allianz vermitteln wollten.
Rezension: Anna Joisten
Daniel Hedinger
Die Achse
Berlin – Rom – Tokio. 1919 –1946
Verlag C. H. Beck, München 2021, 543 Seiten, € 29,95





