Zum einen widmet sich die Ausstellung dem Bild von Afrika, das August an seinem Hof inszenierte, indem er „afrikanische“ Feste feierte und sich mit schwarzen Dienern und Musikanten umgab. Zum anderen erhalten die Sachsen, die im frühen 18. Jahrhundert nach Afrika reisten, Aufmerksamkeit. So sandte der sächsische Kurfürst 1731 eine der frühesten wissenschaftlichen Expeditionen in den Norden des Kontinents. Die Ausstellung erzählt aber auch von den Missionsreisen der Herrnhuter Prediger, die seit 1732 von Sachsen auszogen, um im südlichen Afrika Missionsstationen zu errichten. Zeitgleich suchten am Kap der Guten Hoffnung zahlreiche sächsische Auswanderer ihr Glück, deren Geschichte beleuchtet wird.
Die Schau gibt zugleich Denkanstöße: Ihre Themen und Objekte werden von zwei unabhängigen Politikwissenschaftlerinnen und Aktivistinnen aus dekolonialer Perspektive mit eigenen Raumtexten kritisch kommentiert.





