Federico da Montrefeltro, der Herzog von Urbino (1422 – 1482) war ein Renaissancefürst, wie er im Buche steht. Begonnen hatte seine Karriere mit seinen überragenden Leistungen als Condottiere im Dienste mehrerer Päpste. Loyalität gegenüber dem Dienstherr, maßvolles Agieren und diplomatisches Geschick ließen ihn letztlich über seinen streitsüchtigen Konkurrenten Sigismondo Malatesta triumphieren. Die Vergabe von Privilegien und Ländereien war der Lohn und bildete zusammen mit einer klugen Heiratspolitik die Grundlage seines außerordentlichen Engagements als Kunstmäzen und – mit Gründung einer bedeutenden Bibliothek – als Förderer der Wissenschaft. Der prächtige Ausbau der Residenz von Urbino und der Neubau des Domes setzte zahlreiche Künstler in Lohn und Brot, von denen Piero della Francesca wohl der bekannteste ist. Diesem Fürsten ist ein sorgfältig recherchierter Band von Jan Lauts und Irmlind Luise Herzner gewidmet. Neben dem ausführlichen biographischen Teil werden vor allem die künstlerischen Erträge der Regentschaft Federicos eingehend vorgestellt.
Rezension: Talkenberger, Heike





