Nach langen und aufgeregten Debatten im römischen Senat hatte man im Jahr 67 v.Chr. einen Entschluß gefaßt: Gnaeus Pompeius sollte außerordentliche Vollmachten erhalten, um das drängende Problem der Piraterie im Mittelmeer zu lösen. Zur Zeit des Pompeius kamen die meisten Piraten aus Kilikien, doch ihre Raubzüge führten sie in das gesamte Mittelmeer. Die Zahl der Seeräuber und ihrer Überfälle hatte in diesen Jahren so stark zugenommen, daß der Handel, der Rom unter anderem mit dem lebensnotwendigen Getreide auf dem Seeweg versorgte, praktisch zum Erliegen kam. Zu sehr hatten die Römer, durch langwierige Bürgerkriege abgelenkt, in der vergangenen Zeit die Sicherung der Meere vernachlässigt und die vorwitzigen Piraten in Sicherheit gewiegt. Nun sahen sie sich zu außerordentlichen Maßnahmen gezwungen. 500 Schiffe und 20 Legionen sprach man Pompeius zu, zusammen mit der Befehlsgewalt über das gesamte Mittelmeergebiet. Nachdem Pompeius das Meer in dreizehn Bezirke eingeteilt hatte, ließ er in jedem eine eigene Flotte operieren, die die Piraten in ihren Verstecken aufspürte und bekämpfte, bevor er sich selbst gegen Kilikien wandte und dort das Unternehmen nach nur drei Monaten beendete. Dieser massive Einsatz zeigte Wirkung: Bis auf wenige Widerstandnester war das Problem der Piraterie i





