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Fleischgeschichte in der Schnitzelhauptstadt

Fleischgeschichte in der Schnitzelhauptstadt

Die österreichische Hauptstadt Wien ist nicht nur in der ganzen Welt für ihre riesigen, dünn geklopften und knusprig panierten Kalbsschnitzel bekannt, über Jahrhunderte hinweg war sie auch ein zentraler Umschlagplatz für den Rinderhandel. In den Schlachthallen von St. Marx und zahllosen Fleischhauereien der Stadt verdienten Tausende Wiener ihren Lebensunterhalt – wenngleich ihr Verdienst selten ausreichte, um selbst Fleisch zu konsumieren. Denn das Essen von Fleisch war nie nur eine Frage des Appetits, sondern lange vor allem eine der finanziellen Möglichkeiten: Für einen Großteil der Bevölkerung war der Verzehr von Schnitzel oder Tafelspitz schon deshalb etwas Besonderes, weil Fleisch für sie im Alltag unerschwinglich war.
Autor
DAMALS-Redaktion
07. Januar 2026
Lesezeit
1 Minute

In der Ausstellung „Fleisch“ beleuchtet das Wien Museum noch bis zum 22. Februar 2026 zahlreiche Aspekte rund um den Handel und Verzehr von Fleisch. Die Schau verfolgt die Geschichte des Wiener Fleisches vom Stall auf den Teller, berichtet über verschwundene Berufe und Gerichte und setzt sich mit Fragen von Status, Geschlecht und politischer Einstellung der Essenden auseinander. Manch einen Besucher mag es überraschen, dem anderen hingegen nur folgerichtig erscheinen, wenn er erfährt: Wien war im 19. Jahrhundert nicht nur die Fleischhauptstadt der k. u. k.-Monarchie, sondern auch eine frühe Hochburg der vegetarischen Bewegung in Europa.

Weitere Informationen zur Ausstellung in Wien

FleischWienWiener

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